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Alles im Griff? Griffformen im Tischtennis

Während ich mich im dritten Teil der Reihe Tischtennis Material Anfängertipps die Produktbeschreibungen in Tischtenniskatalogen besprochen habe, möchte ich nun im vierten Teil die verschiedenen Griffformen im Tischtennis vorstellen.

Warum verschiedene Griffformen?

Jeder Mensch hat unterschiedliche Vorlieben. Der eine mag Schokolade, ein anderer bevorzugt lieber Gummibärchen. Und so ist es auch bei den Griffformen der Tischtennishölzer. Einmal einen bestimmen Griff in der Hand gehabt, gewöhnt sich ein Tischtennisspieler schnell an diesen. Die meisten machen sich diesbezüglich nach Jahren überhaupt keine Gedanken mehr, warum eine bestimmte Griffform verwendet wird. Nur wenige Tischtennisspieler wechseln diese bewusst beim Kauf eines neuen Holzes oder Tischtennisschlägers.

Welche Griffformen gibt es überhaupt?

Griffformen schematisch
Griffformen schematisch

Die gängigste und beliebteste Griffform ist der konkave Griff. Schon sehr viele Kaufhausschläger verwenden diese Griffform. Aber auch bei Wettkampfschlägern ist konkav am häufigsten zu finden. Ist der Griffansatz eher schmal, so wird dieser zum Griffende, leicht gebogen, etwas breiter.

Dann gibt es sogenannte gerade Griffe. Wie der Name schon sagt, ist der Griff bei dieser Art der Griffform von Anfang bis Ende gerade. Allerdings gibt es auch da Unterschiede. Es gibt gerade Griffe mit einem sehr rundenlichen Finish. Auf der anderen Seite kann ein gerader Griff auch wie ein rechteck aussehen.

Die dritte verwendete Griffform im Tischtennis ist anatomisch. Auch hier lässt der Name schon auf die schematische Gestaltung schließen. Vom Griffansatz zum Griffende hin geht der anatomische Griff von schmal zu breit, von breit zu schmal und wiederum, zum Ende hin, in die Breite. Die Übergänge sind kurvenartig.

Eine eher selten gewordene Griffform ist der konische Griff. Wie beim konkaven Griff wird dieser gegen Ende hin breiter, allerdings nicht kurvenartig, sondern in einer geraden Linie.

In unserer Tischtenniskultur weniger verbreitet ist der Penholder Griff. Dieser ist extrem kurz und mit einem rechteckigen Holzstück zur Vorhandseite hin ausgestattet. Es gibt auch moderne Penholder Griffe, die im Grunde sehr kurze Griffe anderer Griffform verwenden. Mit dieser Griffform geht auch eine andere Schlägerhaltung einher. Die Shakehand Griffhaltung kann hier nicht benutzt werden.

Daneben gibt es auch immer wieder innovative Griffformen, wie die Donic Dotec Griffe oder den sogenannten Pistol Grip, wobei diese sich eher weniger durchsetzen konnten.

Welche Vorteile haben die verschiedenen Griffformen im Tischtennis?

Konkav

Durch den schmalen Griffansatz lassen sich konkave Griffe sehr weit vorne greifen, wodurch eine gute Ballrückmeldung und ein stabiler Griff möglich ist. Wegen der relativ breiten Griffenden gibt es guten halt bei den verschiedenen Vorhand-, Rückhand- und Aufschlaghaltungen. Wer typischer Weise bei der Vorhand eine leicht andere Griffhaltung einnimmt als bei der Rückhand, was bei mir und den meisten Tischtennisspielern der Fall ist, aber dennoch nach dem Umgreifen eine stabile Griffhaltung haben möchte, der ist mit dem konkaven Griff gut aufgehoben. Außerdem entsteht in der Griffmitte eine Art Lücke zur Hand, wodurch das Schwitzen der selbigen nicht so extrem zum Tragen kommt.

Gerade

Ein gerader Griff liegt relativ locker in der Hand. Besonders bei den abgerundeten geraden Griffen lässt sich sehr einfach und schnell umgreifen. Auch hier kann der Schläger sehr weit vorne gegriffen werden. Durch die lockere Schlägerhaltung ist ein extremes Umgreifen oder gar Schlägerdrehen, was vor allem Defensivspezialisten interessieren dürfte, sehr einfach möglich. Die große Flexibilität sorgt zudem dafür, dass der Handgelenkeinsatz maximiert werden kann, was beim typischen Handgelenkstopspin, starken Schupfbewegungen und dem Abwehren aus der Halbdistanz von Vorteil ist.

Anatomisch

Ein anatomischer Griff liegt zunächst mal gut in der Hand. Dadurch entsteht eine große Stabilität in der Schlägerhaltung. Umgreifen ist nur bedingt möglich und etwas erschwert. Für Spieler, die beidseitig die gleiche Schlägerhaltung verwenden und eher aus dem Unterarm spielen, kann ein anatomischer Griff sehr nützlich sein.

Konisch

Kombiniert die Vorteile aus konkavem und geradem Griff. Leider findet man diese Griffform eher selten. Es gibt eigentlich nur die Firma Stiga, die flächendeckend alle Hölzer mit konischem Griff herstellt. Also wer einen Kompromiss aus geradem und konkaven Griff wünscht, sollte konische Hölzer mal in die Hand nehmen.

Penholder

Penholder Griff
Penholder Griff

Wie schon früher erwähnt, zieht der Penholder Griff auch eine andere Schlägerhaltung mit sich. Die Vorteile sind zugleich auch die Nachteile. Es kann mit extremen Handgelenkeinsatz ein schnelles und risikoreiches Vorhandspiel aufgezogen werden. Heutzutage gibt es Profispieler wie Wang Hao oder Xu Xin, die auch relativ passabel mit der Penholder-Rückhand spielen können, wenngleich das klassische Penholderspiel keine richtige Rückhandseite kennt. Es gibt zwar immer noch eine beachtliche Anzahl an Penholder Spielern im asiatischen Raum, aber durch die hohen physischen Anforderungen und Limitierungen des Penholderspiels gegenüber dem Shakehand Griff werden Penholderspieler zwar nicht gänzlich aussterben, dennoch zahlenmäßig weiter abnehmen.

Dotec Griff

Schon seit einigen Jahren stellt die Firma Donic die Dotec Holzserie für den Tischtennis Markt her, welche nicht allzu schlecht zu laufen scheint. Es gibt zwei große Vorteile der Dotec Griffe. Zum einen lässt sich, durch den einzigartigen Steg, beim Aufschlag sehr leicht Rotation mit dem Handgelenk generieren. Zum anderen ist durch den geschwungenen Griff, welchen es für Rechshänder und Linkshänder gleichermaßen gibt, der Handgelenkeinsatz auch bei verschiedenen Schlagarten wie Topspin automatisch unterstützt, wodurch das Spinspiel erleichtert wird. Die Griffe lassen sich auch austauschen, was beim Einsatz von Kork auch notwendig ist, da diese sich nach einiger Zeit abnutzen und glatt werden.

Hände hoch! ;-)
Hände hoch! 😉

Pistol Grip

Eine interessante und innovative Idee ist der sogenannte Pistol Grip. Da ich selbst noch keine Erfahrung damit gemacht habe, kann ich leider nichts über die Vorteile sagen. Wenn ich mal die Laune habe, werde ich mir so ein Holz bestellen und berichten 😉

Fazit zu den Griffformen im Tischtennis

Wie ihr sehen könnt, gibt es bei den Griffformen einiges zu beachten. Das wichtigste ist allerdings, wie beim Tischtennis Material im allgemeinen, dass ihr auf euer Bauchgefühl bei der Entscheidung über eine Griffform achtet. Nehmt ein Tischtennisholz in die Hand, greift ein bisschen hin und her und nehmt die Griffform, die euch am besten gefällt. Aus der Erfahrung heraus findet man schnell seine richtige Griffform. Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit konkaven Griffen gemacht. Da aber jede Tischtennisfirma bei ihren Hölzern die Griffe etwas anders herstellt und jede Hand unterschiedlich ist, möchte ich keine Verallgemeinerung treffen. Wichtig ist nur, dass jeder später an der Platte alles im Griff hat, oder? 😀

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