andro Rasanter Belagtest – Kommt die große Revolution?

andro Rasanter. Ist diese Belagneuheit der Schlüssel für die Umstellung auf den Plastikball? Kann wirklich mehr Tempo und Rotation durch den dickeren Schwamm erzeugt werden? Oder hat sich andro verpokert, seine gut laufenden Rasant Beläge nicht zu verlängern? Und letztlich, kann jeder bisherige Rasant Spieler eine Alternative unter den Rasanter Belägen finden?

Doch der Reihe nach. Mit einem Paukenschlag kündigte die Tischtennismarke andro vor einigen Wochen an, ihre beliebte Rasant Belagserie nicht weiter zu produzieren und diese komplett durch die neuen Rasanter Beläge zu ersetzen. So etwas habe ich zumindest in der jüngeren Zeit nicht mehr erlebt, dass eine Tischtennismarke ein gut laufendes Produkt auslaufen lässt.

Was ist neu an den andro Rasanter Belägen?

Mit dem Plastikball geht, wie die meisten schon gemerkt haben, ein Stück Tempo und Rotation verloren. Das hat viele Gründe. Darauf möchte ich aber an dieser Stelle nicht eingehen. Wer sich dazu belesen will, der kann das Thema mit dem Artikel „Der Plastikball – Was ist wirklich zu erwarten“ genauer durchleuchten.

Um den Verlust an diesen Eigenschaften auszugleichen, wurde ein neues Konzept entwickelt. Dabei wird ein dickerer Schwamm eingesetzt, welcher mit einem dünneren Obergummi kombiniert wird.

Butterfly hat es schon ausprobiert. Mit seiner Micro Layer Technologie wurde der Bryce Highspeed ausgestattet. Das Resultat war ein extrem schneller Tischtennisbelag. Allerdings ein Quantensprung in Sachen Rotation konnte nicht erreicht werden, weshalb der Belag auf dem Markt eher gefloppt ist. Bei der akuellen Neuerscheinung, dem Butterfly Rozena, wurde diese Technologie nicht erneut eingesetzt.

Was andro zu seiner Belagneuheit sagt, könnt ihr euch in dem nachfolgenden Video anschauen, worin Björn Helbing, Produktmanager von andro, mal genauer erklärt, was zu der Entwicklung der Rasanter geführt hat. Zudem habe ich ja bereits den Artikel „Das sagt andro zum Rasant aus“ veröffentlicht, worin eine offizielle Stellungnahme zur Thematik enthalten ist.

Spieleigenschaften der andro Rasanter Beläge

Zunächst möchte ich auf die Spieleigenschaften der andro Rasanter Belagserie im Detail eingehen. Hierzu habe ich eine kleine Übersichtstabelle mit den Resultaten meiner Tests erstellt. Darunter folgt die Erläuterung.

andro Rasanter Produkteigenschaften

 Rasanter R50Rasanter R47Rasanter R42Rasanter R37Rasanter V47Rasanter V42
Schwammhärte

hard
50°

medium-hard
47°

medium-soft
42°

soft
37°

medium-hard
47°

medium-soft
42°

Testversion

Rot
Ultramax (2,3mm)

Schwarz
Ultramax (2,3mm)

Rot
Ultramax (2,3mm)

Schwarz
Ultramax (2,3mm)

Schwarz
Ultramax (2,3mm)

Rot
Ultramax (2,3mm)

Mit Verpackung
Ohne Verpackung
Geschnitten

105g
74g
50g

104g
72g
49g

96g
65g
44g

94g
62g
42g

101g
69g
47g

95g
63g
44g

Spielstil

OFF+

OFF

ALL+/OFF-

ALL+

OFF/OFF+

OFF-

Stärken-Knallharte Eröffnung
-Powerspins
-Kompromisslos
-Topspinspiel
-Eröffnung
-Mischung aus Dynamik und Rotation
-Variables Angriffsspiel
-Sichere Eröffnung
-Weiche, rotationsreiche Eröffnung
-Passives Blockspiel
-Dynamik
-Halbdistanz
-Variable Gegentopspins
-Blockspiel
-kontrollierbare Dynamik
Schwächen-Extrem Anspruchsvoll
-Ballkontrolle
-Gefühlvolle Topspins
-Passives Spiel
- Spinanfällig
-wenig Durchschlagskraft
-indirektes Spielgefühl
-Schwammiges Spielgefühl
-Sehr katapultig und ungenau
-kaum Durchschlagskraft
-Spinkurve
-Tischnahe Eröffnung
-sehr indirektes Spielgefühl
-flache Ballflugkurve
-extremer Katapulteffekt im passiven Spiel
Gesamturteil
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andro Rasanter R50 vs R47

Die aus meiner Sicht gelungensten Beläge dieser Reihe stellen der Rasanter R50 und Rasanter R47 dar. Beide Beläge konnten mich im offensiven Spiel überzeugen.

Testsieger: andro Rasanter R47

Mein Favorit ist der andro Rasanter R47. Dieser ist für das Spinspiel am Tisch, aber auch aus der Halbdistanz, sehr gut geeignet. Durch den Ultramax Schwamm gelingt vor allem die Eröffnung kinderleicht. Das ist allgemein ein Vorteil der gesamten Rasanter Belagreihe. Der R47 sticht aber nochmals heraus.

Ein weiterer Aspekt, den beide Beläge gut verdeutlicht haben, ist die verbesserte Konstanz in den Flugeigenschaften der Topspinschläge. Besonders in den Gegentopspinduellen konnte ein sehr präziser, stetiger Ballabsprung verzeichnet werden. Leider ist die Höhe der Ballflugkurve nicht so hoch wie erwartet.

Kompromisslos und Durchschlagskräftig: Rasanter R50

Mit dem Rasanter R50 kann, schlicht gesagt, jeder Ball abgetötet werden. Die Durchschlagskraft und Dynamik sind schon beeindruckend. Allerdings ist der Belag gar nicht fehlerverzeihend. Eine optimale Stellung zum Ball und perfektes Timing sind erforderlich, um dieses Potential nutzen zu können. Und das ist sehr schwierig.

Während ich eine Verbesserung in Sachen Dynamik, Konstanz der Ballflugkurve und des Tempos sehen konnte, kam aber in Sachen Rotation Ernüchterung auf. Der rotationsstärkste Belag der Serie, mit der höchsten Ballflugkurve, ist der andro Rasanter R47. In der maximalen Rotation würde ich diesen auf dem Niveau eines Tibhar Evolution EL-S sehen.

Der R50 braucht wesentlich mehr Körpereinsatz, um aktiviert zu werden. Durch das extreme Tempo und die extrem anspruchsvolle Timingfrage im Balltreffpunkt, kommt eine weite und vergleichsweise flachere Ballflugkurve mit weniger Rotation heraus. Diesen Eindruck habe ich mir durch andere Tester bestätigen lassen.

Geringe Fehlertoleranz

Im passiven Spiel haben beide Beläge ihre Probleme. Aber diese sind nicht untypisch für harte, schnelle Angriffsbeläge. Am schwierigsten ist wohl die Kontrolle über dem Tisch. Die Charakteristik des Rasanter R50 und der dicke Schwamm erlauben kaum Fehler im Kurz-Kurz.

Der R47 ist darin etwas besser und gutmütiger. Doch die Spinanfälligkeit wird sehr deutlich, vor allem im passiven Blockspiel. Durch den dicken Schwamm hatte ich zudem nicht das beste Ballgefühl und zunächst Probleme, den Druck auf den Ball richtig anzupassen. Der Ball dringt tief in den Belag ein. Mit diesem Spielgefühl musste ich erst zurecht kommen.

Urteil über die TOP 2

Insgesamt zeigen beide Beläge im offenen, aktiven Angriffsspiel leichte Vorteile gegenüber herkömmlichen Tischtennisbelägen, insbesondere in Sachen stabiler Ballflugkurven und Tempodynamik. Das ungewohnte Ballgefühl, die schwammlastigere Gesamtdynamik und die geringe Fehlertoleranz müssen aber erst einmal beherrscht werden.

andro Rasanter V47 vs. V42

Ein noch weicheres und katapultigeres Spielgefühl bieten die Rasanter Versionen V47 und V42. Hier wurde eine veränderte Noppengeometrie verwendet. Die schmaleren Noppenhälse sorgen für dieses Spielgefühl.

Schnell und Dynamisch: V47

Die Auswirkungen können auch im direkten Vergleich zwischen V47 und R47 bzw. V42 und R42 festgestellt werden. Der andro Rasanter V47 ist etwas schneller und besitzt eine flachere Ballflugkurve als der R47. Dadurch kann sehr variabel gespielt werden und aus der Halbdistanz mehr Druck erzeugt werden.

Das tempodynamische Spielgefühl ist ebenso in Gegentopspinduellen von Vorteil. Es gibt mehr Optionen, den ankommenden Spin zu verarbeiten, da dieser keine so große Wirkung hat.

Den Nachteil, den ich ausmachen konnte, liegt aber dann im tischnahen Spiel, besonders bei der Eröffnung. Die Flugkurve ist hierbei sehr flach und etwas mehr Rotation würde dem Belag gut tun. Das Trefferfenster ist in Tischnähe relativ klein. Sobald der Ball jedoch im Spiel ist, kann auf zweite und dritte Bälle gut nachgegangen werden. Also wird der Belag beim Eröffnungsspin gemeistert, können alle Vorteile ausgespielt werden.

andro Rasanter V42

Als etwas problematisch empfand ich den andro Rasanter V42. Ich hatte mir ja eine Alternative zum andro Rasant versprochen. Aber dazu ist der Belag einfach zu weich.

Die große Stärke des Belags liegt im offenen Spiel. Besonders das Blockspiel geht einfach von der Hand. Durch den stark einsetzenden Katapult wird die ankommende Energie ohne großen Aufwand in eigene Dynamik und Geschwindigkeit umgewandelt.

Auch zeigt sich der Rasanter V42 sehr variabel einsetzbar, besitzt aber weder viel Power noch die letzte Präzision.

Manchmal ist das Spielgefühl schon sehr indirekt. Der Ball dringt gefühlt kaum zum Holz durch. In Verbindung mit dem konstanten, aber starken, Eigenkatapult fehlt mir im passiven Spiel die Genauigkeit und Sicherheit.

Überhaupt keinen Spaß hatte ich bei der Topspineröffnung. Ich hatte folgende Optionen. Ich konnte versuchen den Ball schnell zu ziehen, aber diese Bälle blieben aufgrund der flachen Ballflugkurve im Netz hängen. Oder ich zog weich an, dann wurde ich ausgeblockt und runter geschossen. So leicht das Eröffnen auch sein mag, so ineffektiv empfand ich es auch.

Vielleicht liegt es an meiner Spielweise, aber mit dem V42 kam ich gar nicht zurecht. Ich lasse mich gerne eines besseren von euch belehren. Aber meiner Meinung ist dies der schwächste Rasanter Belag, da sich dieser „nur“ wie ein guter Softbelag spielen lässt.

andro Rasanter R42 vs. R37

Viele Spieler sind auf der Suche nach weicheren Belägen, die dennoch eine gute Rotation erzeugen können und gleichzeitig auch etwas Druck aufbauen können. Und darin scheinen die Rasanter Beläge verbessert gegenüber den bisherigen Rasants.

Die Mitte: Der Rasanter R42

Der R42 macht bei weichen bis mittelschnellen Topspins eine gute Figur. Die Durchschlagskraft hält sich zwar in Grenzen, doch die Spinkurven wirken Stabil und mit einer guten Portion Rotation versehen.

Besonders das variable Spinspiel hat der Rasanter R42 drauf. Es kommt zwar auch hin und wieder ein indirektes Spielgefühl auf, aber trotzdem kann der Ball gut gesteuert werden.

Im Blockspiel setzt sich der Eindruck fort. Sowohl passive Blocks, als auch aktive Gegenangriffe sind in einem gewissen Rahmen möglich. Besonders auf der Rückhandseite kann der Belag seine Stärken ausspielen. Sicher eröffnen, moderat nachgehen und anschließend die Vorbereitung mit der schnelleren Vorhand vollenden. Perfekt 😉

Katapultmonster: Der R37

Noch weicher, aber in der Ausrichtung ähnlich, ist der andro Rasanter R37 einzustufen. Durch den weichen Schwamm kommt ein sehr schwammiges Spielgefühl zustande, was in gewisser Weise sehr fehlerverzeihend, aber auch ungenau sein kann.

Beeindruckt hat mich die, für einen weichen Belag, konstante Ballflugkurve. Auch wenn mal etwas härter gegen gegangen wird. Zwar besitzt der R37 kaum eigene Durchschlagskraft, aber bei aktiven Gegentopspins wird die gegnerische Power förmlich aufgefangen und im moderaten Tempo zurück katapultiert. Ich glaube das Wort Trampolineffekt hat nun eine ganz andere Bedeutung 😉

Leider können technisch versierte Spieler mit einem so weichen Belag wenig anfangen. Dieser spricht eher den gefühlvollen, passiven Spielertyp an, da die eigene Energie sowieso im Belag verpufft.

andro Rasant vs andro Rasanter

Grundsätzlich wurde nicht viel verändert. Das Material und Technologiestufe scheint ähnlich zu sein. Außer dem dünneren Obergummi und den Ultramax Schwammstärken finde ich die Porenstruktur der Rasanter Beläge interessant. Diese ist feiner und gleichmäßiger als bei den Rasants. Ich habe ja definitiv mehr Konstanz in den Schlägen gespürt, was meiner Meinung nach auch auf die veränderte Porenstruktur zurückzuführen ist.

Was aber vielmehr interessiert, welche Rasanter Version nun als Ersatz für andro Rasant, Powergrip, Grip, Turbo, Powersponge und Beat dienen sollen. Das Problem in der Suche nach einem geeigneten Ersatz ist aber allein schon dadurch begründet, dass unterschiedliche Schwammhärten vorhanden sind. Im folgenden habe ich eine kleine Übersicht erstellt, die eine Auswahl eines möglichen Ersatzbelages erleichtern soll. Im Anschluss werde ich meine Auswahl auch begründen.

andro Rasanter Ersatzbeläge für andro Rasant

 
Alternative 1
Alternative 2

andro Rasant Powergrip

Die einfachste Suche nach einer passenden Alternative konnte ich beim andro Rasant Powergrip ausmachen. Hier passt der Rasanter R50 eigentlich perfekt. Doch ich muss auch dazu sagen, dass der R50 nochmals anspruchsvoller zu spielen ist. Deshalb kann ebenso der R47 eine gute Lösung sein.

andro Rasant Turbo

Für den andro Rasant Turbo machen die ähnlich harten Rasanter Beläge R47 und V47 Sinn. Je nachdem, ob mehr am Vorgänger die Rotationsmöglichkeiten oder die eingehende Dynamik geschätzt wurde, ist Ersatz geboten. Vom Gefühl her ist trotzdem der Rasanter R47 näher dran.

andro Rasant

Der andro Rasant hat keine perfekte Alternativlösung. Dem Spielgefühl am nächsten kommt der andro Rasanter V47. Vor allem im Halbdistanzspiel entwickeln beide Beläge eine sehr gute Dynamik. Daneben ist ein ordentlicher Grundkatapult bei beiden im passiven Spiel vorhanden. Dazu kommt der R47 als spinnigerer Austauschpartner in Frage, sollte der V47 zu dynamisch werden.

andro Rasant Grip

Beim Rasant Grip hatte ich immer das Gefühl, dass eine minimal kontrolliertere Variante sinnvoll wäre. Und da kommt der Rasanter R42 ins Spiel. Ich würde sagen, dass ein vergleichbares, rotationslastiges und mittelschnelles Spiel aufgezogen werden kann. Zwar härter als der Grip, aber für diejenigen, die sowieso einen Schritt weiter gehen wollten, kann der Rasanter Testsieger R47 auch an dieser Stelle eine gute Lösung sein.

andro Rasant Powersponge

Einen vergleichbaren Gesamthärtegrad bekommen wohl der andro Rasant Powersponge und der andro Rasanter V42 hin. Besonders im Blockspiel und im offenen Spiel durfte es keine bessere Alternative geben. Der R37 ist zwar weicher, hat aber ein ähnlicheres Obergummi als der V42. Die Frage ist, ob es für bisherige Powersponge Spieler dann nicht zu schwammig wird.

andro Rasant Beat

Und zu guter letzt eine gute Alternative zum Rasant Beat stellt der R37 dar. Beide Beläge sind ähnlich hart und haben so ihre Defizite, wenn es um die Durchschlagskraft geht. Wobei der Rasanter R37 sogar verbessert bei härteren Schlägen wirkt. Mit etwas mehr Tempo, dafür im Obergummi ähnlicher, könnte auch noch der Rasanter V42 in Frage kommen.

Welche Vorteile bieten die Rasanter Beläge nun gegenüber den Rasant Belägen? Gibt es auch Nachteile?

Das Stichwort heißt Konstanz und Stabilität. Vor allem im Topspinspiel wirkt der dickere, feinporigere Schwamm konstanter auf den Ball ein. Dadurch kommt bei zwei gleich gezogenen Topspins zweimal auch ein vergleichbarer Schlag heraus. Das spricht technisch versierte Spieler an, die durch viel Training eine bessere Rückmeldung für einen korrekt ausgeführten Schlag erhalten.

Im besonderen hat dies bei den weichen Versionen große Vorteile. Der Ball schlägt bei härteren Schlägen nicht mehr so stark auf das Holz durch, was die Qualität der Schläge verbessert.

Zudem kann mehr Power und Geschwindigkeit festgestellt werden. Allerdings wurde ja auch mehr Rotation versprochen. Dies kann ich nicht bestätigen. Im Vergleich zu den bisherigen Rasant Modellen ist zwar leicht mehr Spin möglich, aber es konnte nicht der erhoffte Quantensprung erreicht werden. Zudem haben in diesem Punkt weiterhin andere Belagserien wie Tibhar Evolution oder Butterfly Tenergy die Nase vorne.

Ein großer Nachteil ist das schwammlastigere Spielgefühl schon. Nicht nur, dass eine gewisse Umstellungszeit notwendig ist, sondern es bleibt eine gewisse Unsicherheit beim Schupfen, Legen und dem Touchplay erhalten. Darüber hinaus ist so ein tiefer Balltreffpunkt nicht jedermanns Sache.

Die Rasanter und der Plastikball

Eine Einheit habe ich auch mit verschiedenen Plastikbällen gespielt. Positiv empfand ich, dass die verlorene Geschwindigkeit wieder aufgeholt wurde. Es Bedarf also beim Wechsel auf die Rasanter kein schnelleres Spielholz.

In Sachen Rotation konnte ich keine/kaum Verbesserungen feststellen. Ein Mitspieler meinte, dass das grundsätzlich weichere Spielgefühl besser zu den Plastikbällen passt, da diese härter als die Zelluloidpendants sind. Aber das ist nur ein subjektiver Eindruck.

Im offenen Spiel, besonders aus der Halbdistanz, kann eine verbesserte Dynamik festgestellt werden. Wem also die Schläge mit seinen bisherigen Belägen in Verbindung mit dem Polyball zu langsam wurden, kann die Rasanter mal ausprobieren.

Fazit zum andro Rasanter Belagtest

Gemessen an den hohen Erwartungen, die im Vorfeld geschürt worden sind, sind die andro Rasanter Beläge eine Enttäuschung. Objektiv gesehen handelt es sich um eine gute Belagserie, die allein schon durch das Rasant-Aus guten Erfolg haben wird.

Nun, konnte eine Verbesserung gegenüber der alten Belagserie erreicht werden, was es rechtfertigen würde, diese komplett gegen eine neuere, teurere einzutauschen? Ich weiß nicht so recht. Wenn ich eine TOP 12 Auswahl aus Rasant und Rasanter Belägen erstellen müsste, so hätten die Rasants auch einige vordere Plätze inne.

Nun kann man sagen, dass es ein mutiger Schritt von andro war, diesen Wechsel zu vollziehen. Es wurde hoch gepokert, aber zumindest der Einsatz sollte wieder drin sein.

Die neue Belagvarianten mit dickem Schwamm sind aber nur eine Antwort auf den Plastikball und die daraus resultierenden Änderungen im Spiel. Auch Beläge mit reduziertem FKE, wie ich das im Artikel Die Entdeckung der Mittelmäßigkeit – Warum Beläge mit reduziertem FKE zum Trend werden könnten“ zum Ausdruck gebracht habe, oder eine andere Lösung könnte sich auf lange Sicht durchsetzen. Ob dann andro gleich wieder alle Beläge raus schmeißt?

Die anderen Marken jedenfalls, welche Beläge mit ähnlichem Konzept heraus bringen, unter anderem Donic mit der Blue Strom Belagserie oder Tibhar mit dem Aurus Prime bzw. Select, haben noch nicht ihre Zelte bei den Vorgängerbelägen abgebrochen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob diese die Rasanter Beläge übertrumpfen können. Bald werden die Tests dazu folgen 😉

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