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Die Klebsauger-Revolution – Der wahre Grund für Schwämme mit großen Poren

Schon wieder leer. Dabei habe ich doch gerade erst einen neuen Kleber gekauft. Ich verwende ja auch Latexkleber. Hilft alles nichts. Ich kann schon wieder den Bodensatz meines Revolution No.3 Tischtennisklebers betrachten.

Ok, ok… Ich klebe viel. Viel zu viel um genau zu sein. Testbeläge. So viele Testbeläge! Und die Schläger für meine Vereinskameraden. Natürlich ebenso meine Beläge.

Trotzdem. Irgendwo muss der Kleber doch hinfließen!?

Erst letzte Woche konnte ich es beim Xiom Omega VII Pro sehen. Ich öffnete meinen Kleber wie gewöhnlich. Davor kurz schütteln. Man könnte auch rühren. Doch das ist nicht so zielführend.

Nun den Belag hinlegen. Am besten mit der Schwammseite nach oben. Bietet sich auch an für das Verstreichen mit dem Kleber.

Man ist der milchig. Manchmal frage ich mich, ob man auch echte Milch nehmen soll. Zum Schlägertuning. Hat wahrscheinlich den gleichen Effekt wie mein Tuner. Nur mit Calcium.

Egal. Hole meine Klammer und ein Schwämmchen. Schon lustig. Streiche meinen Schwamm mit einem Schwamm ein. Wer sich das wieder ausgedacht hat. Einfach genial. Ich muss auch mal so etwas geniales erfinden.

Während ich so nachdenke verteile ich den Kleber. Was? Wo ist der hin. Viele stellen, über die ich schon gestrichen habe, zeigen wieder Poren auf. Nein. Nicht mit mir. Noch mehr Kleber muss her. Jetzt schwimmt mein Belag. Denke ich.

Aber zu früh gefreut. Auch hier schlägt der Schwammsauger wieder zu. Jetzt sollte der Belag 20ml mehr Inhalt haben. Hat er aber nicht. Wohin ist der Kleber gegangen?

Na gut. Ich gebe auf. Ich lasse diese Schicht trocknen und klebe eine Zweite.

Her mit dem Holz. Ich verstreiche den Kleber. Brauche nicht viel. Man bin ich froh, dass Hölzer keine Poren haben. Geht fast schon zu einfach.

Jetzt erst einmal trocknen lassen. Nein. Bin viel zu ungeduldig. Hole meinen Fön her. Damit trocknet es schneller. Schaltet von milchig weiß auf glasklar in wenigen Sekunden. Super. Jetzt nur noch eine Schicht.

Das gibt es nicht! Reicht immer noch nicht. Mühsälig versuche ich, die restlichen Poren zu stopfen. Jetzt bin ich verzweifelt. Manchmal wünsche ich mir einen Tampon für Tischtennisbeläge. Mensch. Du schweifst ab.

Beim genauen Hinsehen merke ich: ES REICHT! Endlich genug Kleber für den Schwammsauger genommen. Jetzt noch schön glatt streichen und fönen. Fertig. Nun kann ich den Belag aufkleben.

Mensch waren das noch für Zeiten mit dem Frischkleben!

Schnell zog der dünnflüssige, aromatische VOC Kleber ein. Manchmal wünsche ich mir die Zeiten zurück. Klar, habe noch mehr Kleber verbraucht. Aber hatte viel Spaß.

Mit den neuen Belägen funktionieren VOC-Kleber gar nicht. Saugt weg wie nix. Zement müsste man anmischen. Das erinnert mich an den Cement Kleber. Der Hammer. Und erst der Geruch. Klar.

Durch die Dämpfe habe ich auch ein Jahr meiner Kindheit vergessen, habe heute manchmal Stotteraussetzer und meine Lebenserwartung hat sich um ein Drittel reduziert. Hat sich trotzdem gelohnt, finde ich.

Schade, dass diese Kleber nun verboten sind.

Wie die Klebsauger wirklich entstanden

Am Ende des Frischklebens hat sich der Branchenprimus Butterfly mal wieder Gedanken gemacht, wie die Tischtennisbranche revolutioniert werden sollte.

Da ein Großteil des Umsatzes durch die Frischkleber gemacht wurde, waren die Schmetterlinge verzweifelt. Wie sollte man noch Umsatz machen, wenn so wenig Kleber nunmehr gebraucht wird.

Eine Lösung musste wohl her. Um dem Problem Einhalt zu Gebieten, machte der Chefentwickler den Vorschlag: „Lasst uns Poren in die Schwämme machen. Dann läuft der Kleber ab und wir können weiterhin so viel Kleber wie bisher verkaufen“.

Gesagt, getan. Das Nebenprodukt der neuen Tenergy Reihe mit Saug Sponge Technologie war ein enormer Katapulteffekt gegenüber den Belagklassikern. Zur Tarnung des eigentlichen Vorhabens hat man die Technologie in Springe Sponge umgenannt. Die unwichtige Eigenschaft sollte so in den Vordergrund gestellt werden.

Alle anderen Tischtennismarken waren neidisch auf das geniale Konzept von Butterfly. Ein Jahr später hatten alle auf Klebersaugschwämme umgestellt.

Leider hatte jemand in der Kleberentwicklungsabteilung zu wenig Überstunden aufgebaut. In Japan eine Schande. Daher setzte man sich hin und entwickelte einen VOC freien Kleber auf Latexbasis, der, so stellte man erst zu spät fest, leider die Poren schloss.

Die Strategie war nun hin. Die anderen Marken wollten aber, wie immer, alles von den anderen kopieren und brachten ebenso Latexkleber heraus.

Butterfly merkte bald einen entscheidenen Umsatzrückgang. Um dem zu entgegen folgte die neue Preispolitik und die geänderte Vertriebsstruktur. Alles nur, weil in Japan noch fleißig gearbeitet wird.

Die Evolution – Noch größere Schwämme

Man kann über Tibhar Evolution Beläge vieles sagen. Marketing HYPE. Anti-Butterfly-Fanboy Marke Nummer eins. Was aber Fakt ist, dass die über das Ziel hinaus geschossen haben. Großporig war gestern. Heute ist Evolution. Ich meinte HYPErporen. Und nein. Nicht Gewo Hype.

Man kann eigentlich gar nicht mehr von Schwämmen sprechen, sondern muss Schweizer Käse in Betracht ziehen. Vielleicht haben die doch auf mich gehört. Wollten etwas dem milchigen Kleber wiedergeben.

Was kann es da besseres geben als einen käsigen Schwamm?

Symbiose ist das Stichwort. Milchkleber und Käseschwamm vereint für bessere Ballwechsel.

Wie geht es weiter?

Ich weiß es nicht. Was gestern großporig war, ist heute feinporig. Wenn ich mir die Evolutions, Rasanter, Bluestorms, den Aurus Prime, Omega VII Pro oder jetzt die Rhyzer so ansehe, dann frage ich mich, wie viel mehr noch gehen soll.

Vielleicht entdeckt die Tischtennisbranche bald einen Belag mit einer einzigen, großen Poren. Halt. Barner Tischtennisschläger ohne Schwamm hatten wir ja schon. Manchmal sieht man noch alte Leute damit spielen. Nicht so der Brüller.

Aber wenn einer es macht, vielleicht löst es ja wieder eine Revolution aus?

Ich weiß jedenfalls nicht so recht. Wieder einen Kleber kaufen. Wieder Geld ausgeben. Wahrscheinlich mache ich das. Bin Tischtennissverrückt. Die Tischtennisbranche mag mir das Geld durch die Poren ihrer Schwämme saugen. Ich bleibe trotzdem dabei!

Und hin und wieder klebe ich auch Belagklassiker. Man macht das Spaß. Keine Poren. Klebeschicht geht einfach wieder abziehen. So soll es sein.

Zudem kann ich dann hin und wieder meinen verbotenen Kleber heraus holen. Das macht Spaß. Und erinnert mich an alte Zeiten.

 

– Eine Hommage an das Frischkleben. Eine Tragödie um Saugschwämme und verschwundenen Kleber. Und viel Spaß und Ironie. Euer Marcel alias tt89player 😀 –

4 Gedanken zu “Die Klebsauger-Revolution – Der wahre Grund für Schwämme mit großen Poren

  1. Yeah Marcel,
    der Beitrag rockt !!! Bin 110% bei Dir, ist schon krass wenn man die Wahrheit erkennt…

    Danke für den kurzweiligen Spaß und weiter so!

    Ich gehe gleich mal einen Desto kleben… mit VOC natürlich, damit der Geruchssinn auch was davon hat, in einer ganz kleinen Kammer natürlich OHNE Fenster und OHNE Saugstauber.

    Gruß

    Sven

    PS: Weißt Du was mich als in Frankreich lebender echt freuen würde, ein Test der Cornilleau Beläge oder ganz extrem sogar ein Test der Banco Beläge 😉

    • Hi Sven,

      danke dir. Hatte, so glaube ich, den meisten Spaß 😀 Wollte einfach mal meine sinnlosen Ideen aus den langen Klebesessions niederschreiben. Wenn so etwas Anklang findet, werde ich in Zukunft noch mehr schreiben. Habe immer wieder verrückte Einfälle 😉

      Banco?!! *LOL* Da halte ich die Cornilleaus für wahrscheinlicher. Aber zuerst möchte ich so ziemlich durch sein mit dem Mainstream. Außerdem gibt es noch die ganzen Chinabeläge usw…

      Viele Grüße,
      Marcel

  2. Grüß Dich Marcel, auch mal wieder Eule 😉

    Ja so was lockert doch ungemein auf und zeigt auch die schönen Nebensächlichkeiten in unserem Sport!
    Lass Dir freien Lauf, immer nur Fach-Berichte werden auch irgendwann den Reiz verlieren und mit einer gesunden Portion Humor geht vieles einfacher von der Hand, sogar der Konsum von VOC´s 🙂

    Kein Ding, wobei die Target Serie schon sehr reizvoll ist und sich wirklich gut spielt, nur hier im Land ist Cornilleau wohl höchstens für Tische bekannt.

    Grüße
    Sven

    • Hi Sven,

      habe ich mir auf jeden Fall notiert. Es gibt aber noch soo viele Beläge, die ich testen könnte 😉

      Stimme ich dir zu. Außerdem machen mir etwas lockere Beiträge auch sehr viel Spaß ;-D

      Gruß,

      Marcel

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