Ma Long zieht ins Finale von Rio ein – 4:2 Sieg über Mizutani

Der chinesische Superstar lässt Japans bestem Spieler, Jun Mizutani, letztendlich keine Chance und zieht verdient in das Finale von Rio 2016 ein. Nun trifft er entweder auf seinen Teamkollegen Zhang Jike oder auf den Weißrussen Vladimir Samsonov.

Der bessere Start für Ma Long

Ma Long erwischt gleich zu Anfang den besseren Start und baut sehr viel Druck auf Mizutani auf. Ab Mitte des ersten Satzes liefern sich die beiden asiatischen Ausnahmetalente offene Schlagabtausche, die meist Ma Long für sich entscheiden kann. So sichert er sich auch den ersten Satz deutlich mit 11:5

Mizutani braucht eine Antwort

Es brauchte eine Antwort von Jun Mizutani, um sich irgendwie den gewaltigen Angriffsschlägen von Ma Long entziehen zu können. Jedoch zeigt sich auch im zweiten Satz die enorme Überlegenheit des Chinesen. Die Ballwechsel werden nun immer länger und die Taktik wird von beiden offener.

Leider lässt, aus der Sicht von Mizutani, Ma Long in keiner Weise nach und wirkt sehr dominant und fokussiert am Tisch. Das ist nicht der gleiche Ma Long, der noch vor einigen Jahren bei großen Turnieren immer wieder an den eigenen Erwartungen und Nerven scheiterte. Spätestens seit seinem Weltmeistertitel im Einzel 2015 besitzt er eine so positive Ausstrahlung, durch die keiner an seinen Sieg zweifelt. So geht dann auch der zweite Satz deutlich an Ma Long.

Es ist nicht so, dass Jun Mizutani viele Fehler gemacht hat, allerdings ist die Überlegenheit von Chinas Superstar zu deutlich.

Mizutani macht nun mehr Druck

Mizutani muss um jeden Punkt kämpfen und sein bestes Tischtennis abrufen. Durch schnelle Richtungswechsel gelingen ihm einige Punkte. Ab dem dritten Satz versuchte der Japaner nun auch mehr Risiko zu gehen. Doch sobald die Topspins des Japaners nur etwas zu langsam gezogen sind, folgt ein harter Gegentopspin und meistens der Punkt für Ma Long.

Der dritte Satz ist nun ausgeglichener zu Mitte des Satzes. Und wie auf Knopfdruck schaltet Ma Long nun wieder einen Gang hoch und macht 5 Punkte in Folge und hat nun Satzbälle. Gleich den ersten konnte er verwandeln.

Sah es noch zu Beginn des dritten Satzes ganz gut für Mizutani aus, so konnte Ma Long einfach nochmal das Tempo anziehen. Zudem 1-2 leichte Fehler aus der Ecke des Japaners und schon war der Satz weg.

Mizutani mit gutem Start in den Vierten

Fokussiert und mit dem Willen nochmal ein Ausrufezeichen zu setzen startet Mizutani in den vierten Satz und führt bei der ersten Handtuchpause mit 5:1.

Die Taktik, Ma Long in der Rückhand zu halten und selbst mehr die Initiative zu ergreifen, geht zunächst auf. Beim Stand von 8:4 jedoch schafft Ma Long drei Punkte in Folge, worauf die Auszeit des Japaners folgt, um doch noch den Satz gewinnen und vielleicht die Wende zu schaffen.

Mit einem sensationellen Ballwechsel und einem knallharten Endschlag folgt der erneute Punktgewinn von Mizutani. Mit drei Punkten in Folge holt er tatsächlich den Satz (11:7).

Folgt nun wiederum eine Antwort von Ma Long?

Im fünften Satz rollt nun wieder der Chinaexpress. Mit seiner knallharten Vorhand punktet Ma Long immer wieder. Doch Mizutani wehrt sich mit allen Kräften und bleibt zunächst dran.

Nach einer komfortablen Führung rückt Mizutani näher. Es folgt die Auszeit von Ma Long, doch das hindert den Japaner nicht daran auf 7:7 auszugleichen.

Ma Long zeigt jetzt Nerven. Es entwickelt sich nun ein wahrer Krimi. Das Spiel befindet sich gegen Ende des Satzes auf Augenhöhe. Die ersten beiden Satzbälle hat Mizutani und gewinnt, nach einfachen Fehlern von Ma Long den Satz mit 12:10.

Ma Long beißt sich zurück

Das Selbstvertrauen von Ma Long ist nun etwas angeknackst. Jun Mizutani hingegen hat nun jeden Grund, an sich zu glauben.

Der sechste Satz beginnt spektakulär. Beim Punkt zum 3:1 hat der Chinese mehrmals Glück in der Topspinralley und sichert sich die kleine Führung.

Jetzt scheint es, als ob sich Ma Long gefangen hat. Die langen Ballwechsel kann nun wieder er für sich entscheiden. Bei jedem Ballwechsel puscht sich der chinesische Superstar. Mit jedem knallharten Punktgewinn wächst das Selbstvertrauen erneut.

Mizutani versucht nochmal alles. Letztendlich ist Ma Long aber zu übermächtig. Sieben Matchbälle sind die Folge. Den dritten kann er nutzen und zieht verdient in das Finale der Olympischen Spiele in Rio 2016 ein.

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