Nittaku Fastarc G-1

Schon etwas länger ist der Nittaku Fastarc G-1 weltweit erhältlich. Nur in den Regalen der deutschen Tischtennishändler suchte man bisher vergebens nach diesem Belag. Bis jetzt. Denn zusammen mit den Neuerscheinungen in diesem Jahr wird die komplette Fastarc Belagserie auch hierzulande auf den Markt kommen.

Großer Erfolg auf dem japanischen Markt

An dieser Stelle frage ich mich, was an dem Nittaku Fastarc so besonders sein soll, wird dieser, wie fast alle modernen Tischtennisbeläge, in Deutschland hergestellt. Jedoch hat sich gerade jener Tensorbelag bei den japanischen Tischtennisspielern durchgesetzt und ist ähnlich beliebt, wie es ein Butterfly Tenergy 05 oder Xiom Vega Pro ist.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir ein Exemplar zu besorgen 😉

Technische Eigenschaften des Nittaku Fastarc G-1

Der Belag macht einen guten Eindruck nach dem Auspacken. Das Obergummi ist relativ griffig und matt. Die Noppenstrukur ist eher mittellang und breit.

Der Schwamm besitzt mittelgroße Poren und ist mit den vielen anderen Tensorschwämmen vergleichbar.

Als Belagstärke habe ich Super Thick gewählt. Muss 2,0mm oder 2,1mm sein. In der Verpackung wog mein schwarzes Exemplar 123g. Ungeschnitten waren es 65g und geschnitten (Stiga Standard-Maß) nur 44g.

Spieleigenschaften des Nittaku Fastarc G-1

Beim Einspielen ist die Härte des Belags merklich spürbar. Im linearen Spiel wirkt der Nittaku Fastarc G-1 sehr direkt und kompakt.

Sobald ich aber die Schlaghärte etwas erhöhe und schnellere Bälle spielen möchte, entfaltet sich die Power des Belags. Dies wurde auch bei den ersten Topspins deutlich.

Spinspiel

Die Eröffnungsspins können mit einer extremen Rotation gespielt werden. Der Nittaku Fastarc G-1 greift den Ball optimal und lässt den Ball in einem relativ hohen Absprungwinkel heraus. Die Ballflugkurve ist daher sehr hoch. Es besteht dadurch ein relativ großes Trefferfenster.

In Tischnähe können sehr schnelle und harte Eröffnungsspins gespielt werden. Was mir aber besonders gut gefällt, sind die extremen Winkel, die aufgrund der Ballflugkurve spielbar sind. Das macht den Nittaku Fastarc G-1 sehr variabel und schwerer berechenbar. Darin ist der Belag vergleichbar mit dem Tenergy 05 und auch dem Vega Pro.

Aus der Halbdistanz besitzt der Belag viel Power. Die Katapultunterstützung ist durch die rotationslastigen Eigenschaften nicht so ausgeprägt, sodass bei vollem Treffpunkt nicht ganz so viel Geschwindigkeit heraus kommt.

Die große Stärke des Nittaku Fastarc G-1 findet sich in Topspin-Topspin-Duellen wieder. Selbst bei extrem tangetial getroffenen Bällen kann der Gegentopspin stets optimal gespielt werden. Durch die extreme Rotation, die dabei auf den Ball übertragen wird, springt der Ball sehr gefährlich und schwer zu berechnen auf der gegnerischen Platte ab.

Besonders auf langsame Topspins des Gegners kann ein punktbringender Endschlag angebracht werden. Zudem hat man das Gefühl, immer noch eine Schippe drauf legen zu können. Ähnlich wie mit dem Xiom Vega Pro besitzt der G-1 im Spinspiel die Eigenschaft, dass die Topspins fast schneller sind, als die Schüsse.

Aufschlag und Rückschlag

Ein weiterer Pluspunkt sind die Aufschläge. Mit sehr viel Rotation und einer exakten Platzierung können die Gegner vor viele Probleme gestellt werden. Allgemein ist das Rotationsniveau am Maximum des für Tensorbeläge möglichen und bewegt sich nahe an dem des T05.

Im Rückschlagspiel mag ich die katapultarmen Eigenschaften des Belags. Klar ist der Nittaku Fastarc G-1 sehr spinanfällig, aber ich habe es gerne, wenn Beläge viel Rotation annehmen. Es muss halt immer der richtige Schlägerwinkel eingestellt werden.

Vor allem aktiv gespielte Flips, sowohl Bananenflips aufgrund der Spinfähigkeit, als auch harte, direkte Enschläge über dem Tisch, sind mit dem Belag sehr gut spielbar.

Block und Schuss

Im Blockspiel zeigt der Nittaku Fastarc G-1 zwei Gesichter. Bei passiven, späten Blocks macht auch mir die Sensibiltät für den ankommenden Spin Probleme. Sobald aber aktiver Druck erzeugt wird oder ein gekonnter Spinblock ausgepackt wird, wendet sich das Blatt wieder. So kann leicht die Initiative aus passiven Situationen ergriffen werden.

Im Schussspiel funktioniert der Belag tadellos. Etwas mehr Dynamik oder Katapultunterstützung wären hilfreich im linearen Spiel. In der Ballonabwehr sollte immer eine aktive Spinbewegung gemacht werden, dann funktioniert der G-1 auch hier einwandfrei und mit einer guten Länge in den Schlägen versehen. Gegenangriffe haben genügend Power und sind, aufgrund der Rotationseigenschaften, gefährlich.

Fazit zum Nittaku Fastarc G-1

Ich mache es kurz. Der Nittaku Fastarc G-1 ist einer der besten Angriffsbeläge auf dem Markt. Für mich spielt sich dieser wie ein Update des Vega Pro, da das Obergummi noch einen Tick besser ist.

Auch haben nur wenige Beläge auf dem Markt eine so konstante Ballflugkurve. Darunter sind zu nennen der T05, MX-S, Omega V Asia, Vega Pro oder EL-S, wobei letzter den Spielern, die über einen entsprechend schnellen Armzug verfügen, zu weich sein dürfte.

Einordnen wollte ich den Nittaku Fastarc G-1 eigentlich zur ersten Tensor-Generation nach Tenergy, wie zb. Donic Baracuda, andro Hexer, Tibhar Genius oder vielleicht Tibhar Aurus. Aber diese hatten noch ihre Ungenauigkeiten, man denke da nur an das Durchrutschproblem bei schwülem Wetter. Zudem ist der Belag einfach moderner.

Zu den schnelleren Powerbelägen, die vor allem in der Performance verbessert wurden, hierbei zu nennen die Rasants, Bluefires oder den MX-P, kann ich den Fastarc G-1 auch nicht zuordnen, da diese nicht so konstante Ballflugkurven besitzen.

Um das zu verstehen sollte man die aktuelle Diskussion in den englischen und japanischen Foren verfolgen. Es geht um die Linearitätseigenschaften von Tischtennisbelägen. Kurz gesagt die konstante Schlagausführung. Dafür wurden Beläge wie der Nexy Karis entwickelt. Selbst Tibhar hat den Bedarf erkannt und extra für den koreanischen (asiatischen?) Markt den Tibhar Evolution MX-K herausgebracht.

Einordnen würde ich den Nittaku Fastarc zwischen T05 und Vega Pro. Eher unkatapultig und spinanfällig im passiven Spiel. Dann aber direkt und hart im linearen Spiel. Ein typischer Topspinbelag mit einer extremen Beschleunigung im tangetialen Spiel. Und auch eine Butterfly Tenergy 05 Alternative, wegen der Ballflugkurve und den extremen Winkeln, die bei Topspins in Tischnähe möglich sind.

Als Voraussetzung ist eine gute Technik empfehlenswert, sowie ein guter Armzug und ein hohes Trainingspensum, um den Belag voll ausnutzen zu können.

Noch erwähnenswert ist, dass der Nittaku Fastarc G-1 der Bestseller Belag in Japan ist. Hierzulande ist dieser noch ein Geheimtipp. Wenn ihr euch den Belag sichern wollt, und noch ein paar Euro sparen möchtet, dann bestellt diesen bei meinem Partnershop tt-shop.de. Bei der Eingabe des Rabattcodes „ttspin“ spart ihr 20%, die ihr ab 2 Belägen auch automatisch erhaltet.

Normalerweise mache ich keine Werbung in die Beiträge selbst, aber in diesem Fall handelt es sich um ein Top-Produkt, welches woanders sehr teuer für euch sein kann 😉

Hier geht es zum Belag

Nittaku Fastarc G-1

44,90
Nittaku Fastarc G-1
9

Spieleigenschaften

9/10

    Qualität/Haltbarkeit

    9/10

      Preis-Leistungsverhältnis

      9/10

        Pros

        • Extreme Rotation
        • Winkelspiel beim Topspin
        • Gegentopspins
        • Konstante Ballflugkurve

        Cons

        • Spinanfällig
        • Passives Blockspiel

        19 Gedanken zu “Nittaku Fastarc G-1

        1. Hi Marcel,

          vielleicht könntest Du noch etwas mehr um Vergleich des normalen Hexers und des G1 schreiben?
          Mich interessiert auch, was für Eigenschaften Du mit dem Begriff „moderner“ verbindest.
          Herzlichen Dank!
          Andreas

          • Hallo Andreas,

            mit der Zeit haben sich die Obergummis und die Schwämme, vielleicht auch das Werkstuning, noch verbessert. Unter moderner sehe ich den weiter verbesserten FKE und die Dynamik/Power, die einfach mehr geworden sind, als bei den ersten Tensoren nach Tenergy.

            Im Vergleich ist der Fastarc G-1 gegenüber dem Hexer etwas schneller und durchschlagskräftiger. Du hast auch mehr Zug nach vorne. Die Krümmung der Flugkurve ist ähnlich, aber beim Fastarc weiter. Der Hexer wiederum ist etwas gutmütiger und kontrollierter im Anschlag. Mit beiden kann extremer Spin beim Eröffnungstopspin erzeugt werden.

            Also eine gute Alternative, wenn etwas mehr Power im offenen Spiel erwünscht ist.

            Gruß,

            Marcel

        2. Hi Marcel,

          vielen Dank … hab doch inzwischen wirklich sehr viel herumexperimentiert und habe nicht wirklich eine für mich passende Alternative zum Hexer gefunden. Die Spineröffnung ist mir sehr wichtig. Ich empfinde als einzige echte Schwäche vom Hexer den 2. … Topspin nachzuziehen. Auch aus der etwas weiteren Entfernung ist er nicht ganz so stark.

          Demnach doch noch ein Belag, den ich testen werde.

          VG

          Andreas

          • Hallo Andreas,

            vielleicht ist der Hexer einfach dein Belag. Genauso, wie es bei mir der Genius ist 😉

            Jeder Belag hat seine Stärken und Schwächen, mit denen man Leben muss. Vielleicht ist auch die Antwort, spezielle Übungen für den 4. bzw. 5. Ball zu machen. Und einfach näher am Tisch zu bleiben 😉

            Vom Testen will ich dich auf gar keinen Fall abhalten 😀

            Gruß,

            Marcel

            • Hi Marcel,

              ja – sicher ist auch die Technik ein Punkt! Bin ich dran.

              Gestern habe ich den G 1 2,5 h getestet … und bin echt ganz schön begeistert. Ist wirklich ein verbessertes Update des Hexers .

              Wird sich jetzt in den nächsten Einheiten zeigen, ob sich dieses gute Gefühl bestätigt. Dann berichte ich etwas detaillierter. Auf jeden Fall war es den Test wert!

              Viele Grüße

              Andreas

              • Hallo Andreas,

                das freut mich 😉 Genau, muss halt schauen, wie sich der Belag einstellt und ob das zu deinem Spiel auch langfristig passt.

                Viele Grüße und viel Spaß am Testen,

                Marcel

                • Hi Marcel,

                  gestern zweite Einheit mit dem G1 gespielt. Besonders auf die VH und TSP – Eröffnung und das Nachspiel geachtet, da durch den härteren Schwamm dieser Punkt im Feeling den größten Unterschied zum Hexer ausmacht. Für mich zeigt sich, dass sich der G1 in der Eröffnung – sowohl schnell als auch langsamer – beide mit sehr viel Rotation unglaublich sicher spielen lässt. Und das funktioniert sehr gut im Nachspiel als auch – und das ist echt super – im Gegentopspin. Auch aus der Halbdistanz! Überragend!

                  Blocken finde ich übrigens sensationell. Mit dem harten Schwamm ist das ein Traum! Der AS auch!

                  Also insgesamt ein richtig guter Belag, der sich für mich einfach genial spielen lässt!!!

                  Viele Grüße

                  Andreas

                • Hi Andreas,

                  dann bin ich mal gespannt, wie sich der Fastarc G-1 langfristig entwickelt und ob du auch mit einem abgespielten Belag zurecht kommst.

                  Habe mir das gute Stück selbst nochmal in rot für meine Vorhand geholt und werde nach den Tests der Klassiker und der Blue Storm Beläge wohl noch einige Teststunden mit dem G-1 verbringen 😉

                  Auf der Rückhand hingegen bleibt wohl der Genius gesetzt.

                  Gruß,

                  Marcel

                • Hi Marcel,

                  kurzes Update zum G 1:
                  Den von Dir beschriebenen „Zug nach vorne“ empfinde ich auch. Daher ist eine Anpassung meiner Technik im nachgezogenen TSP notwendig, wobei es eher um kleinere Nuancen dabei geht. Dann entfaltet der Belag eine super Durchschlagskraft, die er bei der Eröffnung ebenfalls zeigt – wenn im Schlag ordentlich durch den Ball gegangen wird. Wirklich das Update des Hexers, das ich mir erhofft habe!

                  viele Grüße

                  Andreas

        3. Spieleigenschaften

          9.4

          Qualität/Haltbarkeit

          8.8

          Preis-Leistungsverhältnis

          9

          Hallo an alle,

          Grad eben komme ich aus dem Tischtennistraining zurück.

          Eigentlich mache ich fast nur noch Kinder- und Jugendtraining. Wenn ich mal „trainiere“, so spiele ich 1-2 Matches am Tag vor dem Punktspiel, um nicht ganz kalt an den Wettkämpfen teilzunehmen.

          Heute habe ich den ganzen Abend durchgezockt und… trotz starker Gegner kein einziges Spiel verloren ;-). Mir hat das Spielen so viel Spaß gemacht wie lange nicht mehr. Ich finde den Nittaku Fastarc G1 genial!

          Meine Topspins hatten einen unglaublich guten Zug. Im kurz-kurz Spiel, generell bei der Aufschlagannahme habe ich so präzise spielen können, wie schon lange nicht mehr. Das einzige Manko konnte ich feststellen, wenn ich schlecht zum Ball stand. Da fehlte der Katapult, den z.B. ein Bluefire M2 mitbringt, damit die Bälle trotz nicht optimaler Technik übers Netz kommen (können). Vielleicht ist es auch das, was Du meintest Marcel, als Du geschrieben hast, dass Dir spät genommene Blocks Probleme bereiteten.

          Ich denke auch, dass man mit dem Belag eher tischnah und ein wenig aktiv blocken sollte. Wenn man nur hinhält, ist die Gefahr groß, dass sie ins Netz fallen. Im Topspin-Topspin Spiel kann der Belag übrigens m.M.n. locker mit den anktuell mit 9.2 Punkten besser bewerteten Belägen in Deinem Testarchiv mithalten!

          Der Fastarc G1 ist im Vergleich zu mehr auf Katapult ausgelegten Belägen, wie sie von sehr vielen Spielern gewinnbringend eingesetzt werden (M2, ELP, Rhyzm etc.) wesentlich präziser. Egal ob bei Topspins, Konterschlägen oder gesetzten Schupfbällen, ich hatte das Gefühl sehr exakt den Punkt auf dem Tisch anspielen zu können, den ich auch tatsächlich treffen wollte.

          Mir fallen auf Anhieb nur wenige Beläge ein, die diesen gelungenen Kompromiss aus Spin, Speed und Präzision mitbringen. Wenn die gesamte Fastarc Serie so gut konzipiert ist, dann ist der Erfolg dieser Beläge in Japan mehr als gerechtfertigt! Ich bin gespannt auf die restlichen Testberichte und noch mehr gespannt darauf, ob sich die Belagserie generell in Dtl. durchsetzen wird!

          Eine Frage hätte ich noch an Dich Marcel.

          Welchen Härtegrad würdest Du dem Schwamm zuordnen? Ich liebe ja selbst den Tibhar Evo ELS und werd auf der Rückhand sicher dabei bleiben. Aber ich fand den Fastarc G1 schon fast einen Tick härter und somit in meinem Fall ideal für die Vorhand…. Was denkst Du?

          • Hi Matthias,

            danke dir für den Bericht!

            Denke 47,5° kommt ganz gut bei der Schwammhärte hin. Der Fastarc C-1 (45° Medium Schwamm plus straffes Obergummi) hingegen besitzt eine ähnliche Gesamthärte wie der EL-S.

            Gruß,

            Marcel

        4. Hallo Marcel,

          auch von meiner Seite vielen Dank für den Bericht!
          Weißt Du ob die Fastarcs werksgetuned sind?

          Viele Grüße, Christian

          • Hallo Christian,

            wie alle Beläge von ESN unerlaufen auch die Fastarcs sicherlich einem Werkstuning. Bei anderen Belägen ist dann ein starker Geruch vorhanden. Bei den Fastarcs ist dieser vergleichsweise schwach.

            Gruß,

            Marcel

        5. Servus Marcel,

          könntest du den Fastarc G-1 mit einem Evolution MX-S vergleichen?

          Komm vom MX-P und such auf der VH einen Belag mit weniger Katapult, mit dem auch die Eröffnung auf Unterschnitt einfacher ist als MX-P (besonders Probleme seit Plastikball)

          Da ich eigentlich auch gerne wieder einen medium Belag auf der VH spielen würde, wär auch ein Vergleich vom Fastarc C-1 mit dem EL-S interessant! 🙂 (hier hatte ich wie schonmals beschrieben aufgrund des Katapults des EL-S auf der VH extreme Probleme harte Schlagspins/ Endschläge zu spielen (meistens zu lang). In dem Bereich (medium VH Beläge) ist der EL-P für mich aktuell noch der stärkste Belag. Obwohl dieser zwar auch sehr katapultig ist, werden mir trotzdem meine harten Topspins nie zu lange… muss wohl an dem harten/straffen Obergummi liegen?! Er ist eben nur manchmal „zickig“ wenn man mit Gefühl weich auf leere Bälle oder über dem Tisch weiche Flips oder kurze Bälle mit langsamer Flipbewegung anziehen will. Das Obergummi verlangt hier immer eine schnelle Bewegung um aktiviert zu werden, was einem die variabilität im Spiel über dem Tisch nimmt, da ich immer schnell und lang und nur schwer weich und langsam Flippen kann.

          Sportliche Grüße

          Chop Block

          • Hallo Chop Block,

            wenn du einen Belag suchst, mit dem das Eröffnen einfacher geht, dann ist der Fastarc G-1 besser geeignet. Der MX-S hat die Charakteristik, erst sich zu aktiveren, wenn entsprechender Körpereinsatz und Armzug vorhanden sind.

            Habe ja schon im Bericht des Fastarc C-1 geschrieben, dass der C-1 diese EIgenschaft nicht hat, mit Dynamik bei Endschlägen nachzuschieben. Dafür könnte man dem Belag ankreiden, bei solchen Schlägen nicht genug Durchschlagskraft zu besitzen.

            Warte auch mal den Testbericht zum Aurus Prime ab. Nur so ein kleiner Hinweis 😉

            Gruß,

            Marcel

        6. Hallo Marcel.

          Erst einmal ein großes Kompliment für die tollen Testberichte.

          Ich spiele VL-mitte mit dem NSD, einem Abwehr-Carbonholz (eine Seite lange Noppen) und damit ein Mix aus Störspiel (50%) VT (30%) und Angriff (20%).
          Wenn ich angreife dann fast immer mit Topspin, sowohl RH wie auch VH.
          Und wenn ich ausgesuchte Bälle angreife, dann sollte es sofort ein Punkt sein.

          Auf deine Enmpfehlung hin habe ich mir den ELS in 1.8 zugelegt („nur“ 1.8, weil dickere Beläge das ohnehin schon schwere Gewicht des Holzes nochmals erhöhen).

          Ein toller Belag, viel besser als alles was ich vorher drauf hatte (Tenergy eingeschlossen)

          Mir fehlt allerdings ein wenig Durchschlagskraft beim ersten Topspin und auch das (Not)Blocken ist schwierig.
          In allen anderen Kategorien ist der Belag erste Sahne und spielt sich sehr sicher und mit viel Spin.

          Jetzt überlege ich nach deinem neurlichen Bericht über den G1 mal genau diesen Belag auf meinem Holz zu testen. Nur in welcher Schwammstärke und wie ist es mit der Sicherheit?

          Meine Fragen an dich:
          1. Wie verhält sich der G1 im Verhältnis zum ELS beim ersten Topspin? (Vor allem die Durschlagskraft interssiert)
          2. Welcher der beiden Beläge spielt sich sicherer? (der ELS ist schon sehr sicher)
          3. Ist die Spinqualität beider Beläge, vor allem beim Aufschlag vergleichbar?
          4. Mit welchem Belag lässt sich besser blocken? („Andreas“ findet das Blocken ja einen Traum)
          5. Mit welchem Belag sind Gegentopspins einfacher? (Du sprichst vom linearen Spielverhalten)
          6. Würdest du empfehlen den G1 mal in 2.0 zu testen? (aufgrund des geringen Gewichts wäre er ja durchaus für mich spielbar)

          Danke im voraus für deine Antworten.

          Gruß

          Ralf

          • Hallo Ralf,

            1. Wie verhält sich der G1 im Verhältnis zum ELS beim ersten Topspin? (Vor allem die Durschlagskraft interssiert)
            Der Fastarc G1 ist härter und besitzt daher bei festen Topspins mehr Durchschlagskraft

            2. Welcher der beiden Beläge spielt sich sicherer? (der ELS ist schon sehr sicher)
            Denke die Kontrolle ist mit dem EL-S besser, einfach weil dieser weicher ist. Beide nehmen aber viel Rotation an.

            3. Ist die Spinqualität beider Beläge, vor allem beim Aufschlag vergleichbar?
            Beide sind in diesem Bereich sehr gut. Mit dem G-1 kann ich aber noch mehr rein gehen, da das straffe Obergummi den Ball sehr direkt mitnimmt, was etwas mehr Rotation zur Folge hat.

            4. Mit welchem Belag lässt sich besser blocken? („Andreas“ findet das Blocken ja einen Traum)
            Aktive Blockbälle gehen mit beiden hervorragend. Besonders der Fastarc G-1 kann sehr aggressiv genutzt werden. Bei passiven Blocks macht hingegen die Spinanfälligkeit schon Probleme. Der EL-S hat etwas mehr Katapult und daher auch eine leicht verbesserte fehlerverzeihende Wirkung

            5. Mit welchem Belag sind Gegentopspins einfacher? (Du sprichst vom linearen Spielverhalten)
            Einfacher ist so eine Sache. Beide sind da schon sehr gut. Ich sehe den G-1 etwas vorne, einfach weil das straffe Obergummi den Ball exakter mitnimmt. Mit dem EL-S müsste es aber einfacher gehen.

            6. Würdest du empfehlen den G1 mal in 2.0 zu testen? (aufgrund des geringen Gewichts wäre er ja durchaus für mich spielbar)
            Die Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen. Lediglich die Anmerkung, dass der Sprung vom EL-S in 1,7~1,8 auf G-1 in 2,0 schon spürbar sein kann.

            Gruß,
            Marcel

        7. Hallo Marcel, erstmal vielen Dank für Deine Mühen in Deinem Blog. Persönlich finde ich es sehr hilfreich mich in Deine Testbeiträge und Kommentare einzulesen. Macht wirklich Spass.
          Ich hätte zwei Frage an Dich: Ich bin sowohl an dem Tibhar Aurus Prime und am Nittaku G1 interessiert. Wenn ich mir die beiden Tests so durchlese scheinen mir die beiden Beläge vom Spiel sehr ähnlich. Könntest Du mir bitte ein kurzes Feedback diesbezüglich geben? Mein Spiel ist sehr stark Topspin orientiert und meistens auch mit vollem „Einsatz“ 😉 Wichtig auch das man gut kurz aufschlagen kann (kriege ich zum Beispiel mit Tenergy 64 nicht reproduzierbar hin). Dann nochmal was ganz anderes… Bin über Deinen Blog auf Soulspin gekommen (Werbebanner) aber in Deinem Blog habe ich über diese ja nun ortsansässige Produktion noch gar nichts gelesen? Führen ja scheinbar sehr interessante Hölzer und Beläge…Nochmals vielen Dank für Deine wirklich beeindruckende Arbeit für diesen fantastischen Sport !!

          • Hallo Roland,

            wenn dir Rotation und eine hohe Ballflugkurve wichtig sind, dann würde ich zu Fastarc G-1 raten. Geht in die Richtung der bekannten Spinmonster Tenergy 05, Vega Pro, Tibhar Genius etc.
            Der Aurus Prime ist deutlich kompromissloser, durchschlagskräftiger und durch das harte Obergummi mit einem extremen Zug hinter dem Ball ausgestattet. Maximaler Spin ist aber bei entsprechenden Armzug auch gegeben.
            Beide Beläge laufen in Tischnähe zur vollen Stärke auf.

            Soulspin Werbebanner??? Das ist mit neu 😉
            Sicherlich eine interessante Marke, die auch für andere große Tischtennismarken Premiumhölzer produziert. Es ist halt immer eine Budgetfrage, was ich teste. Daher konzentriere ich mich hauptsächlich auf die bekannten Produkte.

            Viele Grüße,

            Marcel

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