Tibhar Evolution EL-S

Tibhar Evolution EL-S und Tibhar Evolution FX-S mit VerpackungGefühlt eine halbe Ewigkeit haben wir auf die neuen Tibhar Evolution Beläge warten müssen. In den letzten Jahren sind fast alle Neuheiten schon im April über die Ladentheke gewandert. Nicht so dieses Jahr. Wohl der am meisten erwartete Belag seit dem Butterfly Bryce Highspeed ist nun der Tibhar Evolution EL-S.

Die Gründe hierfür sind eigentlich ganz simpel. Der Tibhar Evolution MX-P ist und war eine große Revolution. Auch viele Weltklassespieler haben zumindest einige Zeit auf diesen Belag vertraut. Leider hat „das Beast“ auch einige Schwächen in den Spieleigenschaften. Vor allem die sanfte, rotationsreiche Eröffnung auf Unterschnitt ist vom Timing her sehr schwierig. Damit fällt der MX-P schonmal durch das Raster derer Spieler, die nicht jeden Tag in der Tischtennishalle stehen.

Hinzu kommt, dass der weichere Tibhar Evolution EL-P ein ganz spezieller Belag ist. Anders als der MX-P oder FX-P wurde ein härteres, direkteres Obergummi verwendet, wodurch die Ballflugkurve im Topspinspiel extrem flach ausfällt, was wiederum ein hohes Fehlerpotential nach sich zieht. Wer aber direkt am Tisch den Ball trifft, der kommt voll auf seine Kosten.

Eine weitere Möglichkeit wäre es einen Tibhar Evolution FX-P Belag zu nehmen. Dieser ist, gemessen an einem Softbelag, extrem schnell und gefährlich. Allerdings fehlt dem modernen Topspinspieler die letzte Durchschlagskraft.

Tibhar Evolution BelagreiheNach einiger Zeit ist dann der Tibhar Evolution MX-S auf den Markt gebracht worden. Setzten die bisherigen Beläge MX-P, EL-P und FX-P ein deutliches Ausrufezeichen, was Speed und Power angeht, so wurde der MX-S vollkommen auf Rotation getrimmt. Mit seinem sehr harten Schwamm und dem weichen Obergummi haben alle Schläge nun eine perfekte Ballankopplung im Spinspiel, wodurch  mehr Rotation in extremen Situationen auf die Platte gebracht werden kann. Der Haken ist, und das habe ich von einigen Spielern gehört, dass so harte Schwämme zu hohe Anforderungen an den eigenen Armzug haben. Um einen MX-S zu aktivieren, muss sehr viel eigener Armzug und Körpereinsatz ins Spiel kommen. Und mal ehrlich, wie viele Tischtennisspieler sind denn Modellathleten? Auch wurde das weiche Obergummi bemängelt, das nicht allen Spielern zusagt.

Der Tibhar Evolution EL-S als Antwort

Tibhar Evolution EL-S und FX-S COverMit dem Tibhar Evolution EL-S ist nun ein Belag erschienen, der eine perfekte Mischung aus den besten Spieleigenschaften der bisherigen Evos darstellen soll. Das Obergummi ist komplett neu aufgelegt worden und soll Rotation und Power vereinen. Die Schwammhärte bewegt sich zwischen EL-P und MX-P. Daher ist der EL-S kein Mediumbelag, aber auch kein harter Belag, sondern liegt genau dazwischen (ca. 46°). Damit sollen alle Spieler angesprochen werden, denen die Beläge MX-S und MX-P zu schnell waren, aber der EL-P zu langsam. Es soll mehr Rotation vorhanden sein, als bei der P-Reihe.

Technische Eigenschaften des Tibhar Evolution EL-S

Tibhar Evolution EL-S WerteangabenNach dem Auspacken habe ich sogleich den neuen Belag begutachtet. Dieser besitzt einen gewohnt grobporigen Schwamm und ein sehr griffiges, robustes Obergummi. Die Gesamthärte würde ich im medium-hart-Bereich einordnen. Die Noppenstruktur ist mittellang und durchschnittlich breit. Das Gewicht des Tibhar Evolution EL-S (schwarz 1,9~2,0) beträgt mit Verpackung 109g, ungeschnitten 71g und geschnitten 47g. Nach meinen Informationen habe ich einen absolut durchnittlichen EL-S vorliegen.

Spieleigenschaften des Tibhar Evolution EL-S

Mit der Vorfreude eines 5-jährigen kurz vor Weihnachten habe ich angefangen mich einzuspielen. Der Tibhar Evolution EL-S besitzt beim Ausführen der Grundschläge ein hohes Tempo. Der Katapult ist auch vorhanden, was aufgrund des starken Werktunings kein Wunder ist.

Der Topspin und die Ballflugkurve

Tibhar Evolution EL-S Belag und CoverDie ersten Topspins gelingen intuitiv und mit einer sehr guten Rotation ausgestattet. Die Ballflugkurve ist relativ hoch mit einem schönen Spinbogen versehen. Solche Beläge spiele ich immer sehr gerne. Eine große Stärke des Tibhar Evolution EL-S ist die Topspineröffnung. Es kann eine enorme Rotation in die Bälle gebracht werden, die die Gegner zu vielen Blockfehlern zwingt. Der Druck, der dabei in Tischnähe erzeugt werden kann, ist außerordentlich gut. Irgendwie erinnert mich der Tibhar Evolution EL-S dabei gleich an den Tenergy 05, wenngleich die Mischung aus Rotation und Tempo den EL-S ausgeglichener macht. Ganz so extrem hoch ist die Ballflugkurve auch nicht, aber wesentlich einfacher zu produzieren.

Das Halbdistanzspiel mit dem EL-S

Tibhar Evolution EL-S Noppenstruktur 2Aus der Halbdistanz erzeugt der Tibhar Evolution EL-S eine sehr gute Spindynamik. In Topspin-Topspinduellen liegt eine weitere Stärke des Belags. Ähnlich wie beim MX-S besteht eine optimale Ballankopplung im Spinspiel, wodurch sehr exakt und rotationsreich agiert werden kann. Gegentopspins aus der Kurz- bis Mitteldistanz sind sehr zu empfehlen. Der EL-S besitzt nicht die letzte Durchschlagskraft eines MX-P, wenngleich die Power des Belags außerordentlich gut ist. Harte Endschläge können problemlos und sicher gespielt werden. Durch den Tibhar Evolution EL-S Obergummietwas höheren Spinbogen muss etwas flacher nach vorne gezogen werden, dann schlagen die Bälle knallhart auf der anderen Plattenseite ein. Im Rotationsvergleich besitzt der MX-S noch mehr Spinpotential, wenngleich dieses bei nur wenigen Schlägen und mit sehr viel eigener Energie erreicht werden kann. Im Eröffnungstopspin kann meiner Meinung nach mehr Rotation mit dem EL-S erzeugt werden. Die meisten Spieler werden mir dabei auch zustimmen. Ist der Tenergy 05 für das Spinspiel die erste Wahl bei Butterfly, so heißt die Antwort von Tibhar der EL-S. Es gab und gibt immer stimmen, die sich einen minimal weicheren und angenehmeren T05 gewünscht haben. Daran gemessen ist der EL-S schon sehr nahe daran.

Aufschlag, Rückschlag, Block und Schuss

Tibhar Evolution EL-S und FX-S NoppenstrukturIm Aufschlagspiel kann eine enorme Rotation erzeugt werden. Das Obergummi ist hierbei sehr griffig und lässt sowohl einfache als auch komplizierte Aufschlagtechniken zu. Im Rückschlagspiel nimmt der Belag eine gute Menge Rotation an, was nicht sonderlich überrascht. Es kann sowohl sehr variantenreich und spinnig über dem Tisch eröffnet werden, beispielsweise der Bananenflip, aber auch sehr hart und direkt geflippt werden. Das kurze Ablegen ist ohne Probleme möglich, bei entsprechender Antizipation des gegnerischen Spins. Mir gefällt auch, dass die Länge im Rückschlag gut steuerbar ist.

Tibhar Evolution EL-S SchwammIm passiven Blockspiel sehe ich die einzige Schwäche des Tibhar Evolution EL-S. Aber mit einem medium-harten Belag sollte zumindest ein aktiver Spinblock gespielt werden. Aktive Blockbälle gehen ganz gut, wobei auch dies keine Paradedisziplin ist.

Im Schussspiel gefällt mir des EL-S wahnsinnig gut. Dieser ist präzise, hat jede Menge Power und Geschwindigkeit und es kann immer auch ein gefährlicher Sidespinschuss gespielt werden. In der Ballonabwehr kann man die Bälle gut steuern, wobei ich nicht die rotationslosen hohen Bälle spielen würde, sondern immer mit etwas Topspin, was es für die Gegner sehr gefährlich macht. Auch aus der Defensive kann ich mich gut und mit viel Power befreien und Gegenangriffe ansetzen.

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Fazit zum Tibhar Evolution EL-S

Tibhar Evolution EL-S mit VerpackungZum ersten mal nach langer Zeit hat mich ein Belag komplett überzeugt. Dies liegt auch daran, dass ich rotationsstarke Beläge mit einer hohen Ballflugkurve bevorzuge. Gegenüber der ersten ESN Generation nach Tenergy, wie zb. Tibhar Genius, spielt sich der Tibhar Evolution EL-S noch moderner und mit mehr Power versehen.

Die große Stärke des Belags liegt in der Topspineröffnung. In jeglicher Art von Spinspiel hat mit der EL-S komplett überzeugt. Das einzige Manko ist das passive, geradlinige Spiel, welches ein moderner Topspinangreifer sowieso kaum spielt.

Für mich ist der Tibhar Evolution EL-S die etwas angenehmere Alternative zum Tenergy 05 und auch der erste Belag, der nicht nur eine T05 Alternative darstellt, sondern ein absoluter Ersatz sein kann. Die anderen T05 Alternativen wie Vega Pro, Baracuda oder Genius haben gegenüber dem EL-S das nachsehen.

Jeglicher Topspinspieler wird mit dem EL-S eine extrem gute Alternative finden. Dieser setzt ein zumindest mittleres Spielniveau voraus, also nicht ganz so anspruchsvoll wie MX-P oder MX-S. Das Trainingspensum sollte 2-3mal pro Woche betragen.

Durch all diese Eigenschaften spricht der Tibhar Evolution EL-S wohl die meisten Tischtennisspieler an. Sowohl in unteren Klassen mit einer niedrigen Schwammstärke versehen, als auch im Semi-Profibereich, wird der Belag gut ankommen und viele Anhänger finden. Bei mir ersetzt der EL-S meinen T05 auf der Vorhand.

Gespannt bin ich nun auch auf den Vergleich zum Tibhar Evolution FX-S.

Habt ihr Fragen über Vergleiche zu anderen Belägen, Spieleigenschaften oder ähnliches? Dann nur los, kommentiert diesen Beitrag 😉

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Spieleigenschaften

10/10

Qualität/Haltbarkeit

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Pros

  • Eröffnungstopspin
  • Maximaler Spin
  • Perfekte Ballankopplung
  • Gegentopspin
  • Ausgeglichene Angriffseigenschaften

Cons

  • Passives Blockspiel

105 Gedanken zu “Tibhar Evolution EL-S

  1. Hi,

    wenn du den Vega Pro und den EL-S vergleichst, zu welchem Resultat würdest du hinsichtlich Eröffnungsspin, Härte und „fehlerverzeihend“ kommen?

    Viele Grüße

    • Hallo Joe,

      in Bezug auf den Eröffnungstopspin kann ich mit dem EL-S einen ticken mehr Rotaion erzeugen. Die Flugkurve ist auch etwas höher. Dafür geht mit dem Vega Pro etwas mehr Druck machen. Dies liegt wohl auch daran, dass der Vega Pro härter ist (47,5° Schwamm). Fehlerverzeihender ist aber eindeutig der EL-S. Dieser verzeiht mal eher eine schlechte Stellung zum Ball, wenngleich auch dieser einen guten Treffpunkt braucht.

      Fazit: Vega Pro hat mehr Power. Mit dem EL-S geht etwas mehr Spin/Kurve und dieser verzeiht auch mehr Fehler. Beide Beläge sind allerdings im passiven Spiel sehr spinanfällig.

      Gruß,

      Marcel

  2. Hallo Marcel!

    Wieder mal ein super Bericht!

    Ich schrieb dir mal, dass ich oft durch meine Aufschläge direkt punkte. Du hast geantwortet, dass der Tenergy 05 dahingehend das Nonplusultra ist. Würdest du jetzt sagen, dass der EL-S in puncto Aufschläge auf Augenhöhe ist?

    Gruß

    Ronny

    • Hallo Ronny,

      ja, ich kann mich erinnern 😉

      Ich sag es mal anders. Ich kenne keinen anderen ESN-Belag, mit dem ich so viel Rotation beim Aufschlag erzeugen kann.

      Bisher habe ich leider noch kein Aufschlagtraining gemacht, wo ich das mit dem Ghost-Aufschlag gesichert feststellen kann. Im Spielen mit meinem Tomahawk-Aufschlag habe ich die gleiche Spinkurve erreicht. Meine Gegner haben auf meine anderen Aufschläge auch sehr viele Fehler gemacht, wie immer 😉

      Wenn du Geduld hast bis nächste Woche, dann streue ich mal ein Aufschlagtraining ein, klebe dafür sowohl Tenergy 05 als auch EL-S auf einen Schläger und dann sehe ich ja die Rotation und wie schnell die Bälle zurück ins Netz rollen 😀

      Gruß,

      Marcel

      • Hi Marcel,

        ich bin mal gespannt auf den Vergleich. Du hattest ja eigentlich prognostiziert, dass auch der EL-S mit dem T05 nicht in puncto Aufschläge mithalten kann. In den anderen Bereichen scheint ja der EL-S mindestens ebenbürtig zu sein.

        Gruß

        Ronny

        • Hallo Ronny,

          die Vermutung liegt halt nahe, dass ich mit dem Tenergy Obergummi Nuancen mehr rausholen kann. Aber mal abwarten. Ich hätte auch nicht gedacht, dass der EL-S, auch in Bezug auf die Rotationsentwicklung, beim ersten Topspin auf Unterschnitt komplett einem T05 ebenbürtig ist und ab dem zweiten Topspin sogar überlegen ist.
          Schreibe Dienstag oder Mittwoch meine Erfahrungen dazu.

          Gruß,

          Marcel

  3. Hallo Marcel,

    Kompliment erst einmal für deine Testberichte, welche in meinen Augen stets sachlich wie auch aussagekräftig sind und folglich auf für die Materialentscheidung helfen. Top … weiter so!

    Ich spiele seit ca. einem Jahr den Tibhar Aurus Soft in 1.9 auf meiner Vorhand und mein Topspin hat sich in dieser Zeit sehr verbessert und ist gem. Aussagen von anderen qualitativ sehr gut. Ich schätze am Aurus Soft, dass er nicht einen übermässigen Katapult (ich möchte das Tempo selber bestimmen) und einen guten Spin beim Topspin hat sowie die Variabilität im Spiel. Dennoch gefallen mir zwei Dingen nicht … manchmal das Harte Obergummi, welches Fluch und Segen zugleich ist, da bei schlechtem Handgelenkeinsatz (bei einem nicht so tollen Tag) bei Unterschnittbällen/Aufschlägen wenig Rotation resultiert. Und in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass mir die Durchschlagskraft fehlt!

    Nun habe ich aufgrund der fehlenden Power und wegen dem doch harten Obergummi über einen Belagwechsel spekuliert (auf 2.1mm möchte ich eher nicht gehen, da der Katapult somit ansteigen würde und das tischnahe Spiel schwieriger werden würde). Ziel: mehr Durchschlagskraft in Verbindung mit (sehr) guter Rotation in allen Belangen.

    Meine Spielweise (mit der Vorhand):
    Grundsätzlich versuche sich sehr rasch den Angriff zu lancieren. Der Aurus Soft unterstützt eine gute Topspineröffnung mit anschliessendem Nachziehen.

    Folgende Belagalternativen ziehe ich in Betracht (mit härterem Schwamm, damit der Katapulteffekt nicht zu extrem auftritt):
    – Xiom Vega Japan
    – Xiom Omega V Europe
    – Tibhar Evolution EL-S (ich habe gespannt auf deinen Bericht gewartet)

    Welchen würdest du mir für meine Bedürfnisse empfehlen und in welcher Schwammdicke?

    Ich bin gespannt auf dein Feedback und danke schon im Voraus für deine Hilfe!

    Gruss,
    Tino

    • Hallo Tino,

      danke für dein Lob! 😉

      Zu deiner Frage:

      Zunächst einmal muss ich auch dich loben. Du hast eine sehr gute Vorauswahl getroffen und dein Spiel sowie deine eigenen Ambitionen gut beschrieben.
      Den Vega Japan würde ich aufgrund deiner Angaben ausschließen. Dieser besitzt zwar mehr Spin und etwas mehr Power, aber halt auch einen oftmals stärker einsetzenden Katapult. Außerdem suchst du ja nach wirklich mehr Durchschlagskraft.
      Für den Xiom Omega V Europe spricht, dass dieser genauso variabel eingesetzt werden kann wie der Aurus Soft und trotzdem mehr Rotation, Tempo und Durchschlagskraft mit sich bringt.
      In der Eröffnung ist der EL-S nun aber mindest nochmal eine Stufe besser und man kann sehr gut die Bälle nachziehen.
      Die Frage ist nun, und das kannst nur du beantworten, gehe ich einen Schritt weiter, dann wäre der Omega V Europe die logische Wahl oder du setzt noch einen drauf und fokussierst vollkommen auf deine Stärken in der Eröffnung und im Nachziehen, dann solltest du den Schritt zum EL-S wagen.
      Als Schwammstärke würde ich weiter bei 1,9mm oder 2,0mm bleiben. 1,7/1,8mm ist für einen Offensiv denken Topspinspieler normalerweise zu dünn (es gibt natürlich auch Ausnahmen), während die maximalen Schwammstärken dann doch eine Schippe zu viel auf einmal wären.

      Hoffe das hilft dir etwas weiter bei deiner Entscheidung! 😀

      Gruß,

      Marcel

  4. Hi Marcel,

    Danke für deine Ausführung. Ich wage den Schritt zum EL-S. Erstens hat mich dein positiver Bericht zum EL-S neugierig gemacht und zweitens will ich einen Vorhandbelag, den ich auch noch in zwei Jahren spielen kann (natürlich nicht mit dem gleichen Belag ). Die von dir geschilderten Eigenschaften deuten auf jeden Fall darauf hin, dass der EL-S ein zukünftiger Klassiker werden kann.

    Falls ich mit den Eigenschaften vom EL-S jedoch nicht klar kommen würde, kann ich immer noch eine Stufe zurück und den Omega V Europe ausprobieren.

    Gerne werde ich dir über meine Erfahrungen mit dem EL-S berichten …

    Herzlichen Dank für deinen Tipp!

    Gruss
    Tino

  5. Hallo,

    toller Bericht. Wie würdest du das Obergummi beschreiben? Ein kleiner Vergleich mit dem Xiom Omega V Europe wäre super ;).

    Weiter so!

    • Hallo Chris,

      das Obergummi ist mittelhart und sehr griffig. In dieser Hinsicht ist es ähnlich konzipiert wie das des T05, wenngleich die Gummimischung eine andere ist und das Obergummi des EL-S minimal flexibler ist.

      Der Omega V Europe hat einen weicheren Schwamm und die Ballflugkurve ist flacher. Die Rotation ist auch weniger. Während der Omega V Europe vor allem aus der Halbdistanz glänzt, ist der EL-S im Spinspiel am Tisch besser, wenngleich auch enorm viel Dynamik aus der Halbdistanz entwickelt wird.

      Alles in allem ist der EL-S eine Stufe besser als der Omega V Europe, hauptsächlich im Topspinspiel. Dafür ist der Omega V Europe nicht so spinanfällig und variabler in der Halbdistanz einsetzbar.

      Gruß,

      Marcel

  6. Hallo Marcel,

    Ich spiele den Vega Pro Seit 2 Jahren beidseitig auf einen Carbonholz.Ich habe vorher den Andro Rasant auf der Vorhand gespielt welcher mir zu katapultig war.Auf der Rückhand habe ich vor dem Vega Pro, den Vega Europe gespielt.Mit dem Vega Europe kam ich garnicht zu recht.Der war mir viel zu katapultig, insbesondere das Kurz Kurz Spiel , das agressive schupfen und der aggressive Block gingen überhaupt nicht.Da empfinde ich den Vega Pro als wesentlich angenehmer.Wie ist den der Katapult dem El-s im Vergleich zu Vega Pro.Ein wenig mehr Katapult wäre nicht schlecht insbesondere für die Rückhand, dass würde zumindest den Eröffnungstopspin erleichtern.Auf der Vorhand könnte ein wenig mehr Katapult hilfreich sein falls man mal in die Halbdistanz gedrängt wird.Der El-s
    hat mich echt neugierig gemacht und könnte der erste Belag sein der den Vega Pro verdrängen könnte.

    Viele Grüße

    Leon

    • Hallo Leon,

      der EL-S ist nicht sonderlich katapultig. Aber in der Eröffnung einfacher zu spielen. Extrem rotationsstark und dynamisch. Auch aus der Halbdistanz hast du mehr als genügend Power und Dynamik.
      Ist auf jeden Fall etwas ausgeglichener zu spielen, als mit einem Vega Pro, der im Stellungsspiel nur extrem wenig verzeiht. Dennoch würde ich den EL-S auch als anspruchsvoll bezeichnen.

      Gruß,

      Marcel

  7. Hi Marcel,

    liest sich richtig gut Dein Bericht – hatte schon echt sehr darauf gewartet . Der Vergleich zum normalen Hexer interessiert mich sehr.

    Viele Grüße

    Andreas

    • Hallo Andreas,

      der EL-S spielt sich wie ein Update zu den TOP 4 Tenergy-Alternativen Hexer, Genius, Baracuda und Vega Pro. Man kann genauso einfach eröffnen mit einer sehr hohen Ballflugkurve und maximalem Spin. Die folgenden Topspins gehen dann deutlich einfacher nachzuziehen. Der EL-S ist dahingehend nicht so eindimensional.
      Der Hexer selbst ist vom Schwamm härter, das Obergummi ist etwas flexibler als des Evolution EL-S. Im Rotationsvergleich sehe ich den EL-S vorne. In der Endgeschwindigkeit liegen die Beläge im ähnlichen Bereich, wobei der Schwamm des Hexer etwas kompakter ist. Im Kurz-Kurz oder Touchplay sind beide Beläge sehr exakt spielbar, aber spinanfällig.
      Alles in allem liegt der EL-S im reinen Spinspiel mindestens gleich auf mit den kurvigen Belägen und ist gleichzeitig im offenen Topspinspiel und Gegentopspin einfacher und dennoch spindynamischer zu spielen.
      Hoffe das hilft etwas 😉

      Gruß,

      Marcel

      • Hi Marcel,

        dann verstehe ich es richtig, dass sich der El-S weicher anfühlt, mehr Spin erzeugt und schneller ist?

        Gruß

        Andreas

        • Hallo Andreas,

          ja, insgesamt minimal weicher. Rotation ist etwas mehr da. In der Endgeschwindigkeit sehe ich kaum Unterschied. Der EL-S beschleunigt besser, aber der Schwamm des Hexer ist härter, wodurch das dann ausgeglichen wird.

          Gruß,

          Marcel

          • Hallo Marcel,
            jetzt habe ich den EL S getestet. Leider bringt er ab einem gewissen Punkt einen heftigen Katapult beim Topspin. Dadurch verhält er sich nicht mehr linear in den Spieleigenschaften. Spin sehe ich sogar deutlich den Hexer vorne. In maximaler Dicke empfinde ich den EL S spürbar härter. Das ist echt sehr schade, da er damit insgesamt für mich aus dem „Beuteschema“ fällt. Verbleibt der MX P und der T05.

    • Hallo Mike,

      zuerst auf meinem Ersatzholz, dem Stiga Allround Classic Carbon und im letzten Training auf einem Xiom Vega Pro Holz. Fazit: Funktioniert auf faserverstärkten Hölzern extrem gut.
      Werde vielleicht noch mein Tibhar Illusion Killer auspacken, dass ja der ML so dringend mit den Evos absetzen möchte 😉

      Gruß,

      Marcel

  8. Lieber Marcel,
    das mit dem Illusion Killer ist nicht das schlechteste.
    Aber ich werde die Rendler doch noch mal auspacken dafür, die scheinen mir mit dem etwas mehr an Balsa noch interessanter zu sein.
    Der Spin mit dem IK ist super, die Platzierung klappt gut, kurz – kurz muss neu eingestellt werden, und die weiteren Sachen sind alle oben genannt.
    Was mir fehlt ist die genaue!!!!!! Platzierung mit der Rückhand, hier habe ich El-s und auch FX-s ausprobiert. Insgesamt war ich deutlich besser, sicherer und es kam alles gefährlich, bis auf meine Rückhand, meine wichtigste Waffe. Die ist mir immer hinten raus gegangen, zu viel Power. Obwohl ich schon niedrige Schwammstärken gewählt habe. Ich will austesten, ob es an dem Balsa liegt, oder ob es doch die Kombi ist, die das verursacht, da das kurze Spiel auch anders ist.
    Mal schauen.

    • Hallo Martin,

      vielleicht brauchst du auch nur einen anderen Rückhandbelag, der mehr Kontrolle und Stabilität verleiht. Das Illusion Killer hat sehr hohe Temporeserven, wodurch das dann doch mal leicht zu schnell werden kann.
      Die Evolutions sind halt alle schnell 😀

      Gruß,

      Marcel

  9. Ich danke dir denn ich habe meinen Belag gefunden. Deine Testberichte sind wirklich super ich empfehle dich definitiv an meine Freunde weiter. Noch mal danke das du dir die Zeit genommen hat und einen schönen Abend noch.

    Gruß Justin

    • Hallo Olaf,

      zur Haltbarkeit kann man noch nichts sagen. Dazu ist der EL-S zu kurzfristig auf dem Markt. Das Obergummi scheint aber sehr gut zu sein.

      Der EL-S ist von der grundsätzlichen Charakteristik dem T05 sehr nahe. Die Gesamthärte ist etwas weicher, wodurch ein Vergleich zum Tenergy 80 gar nicht so verkehrt ist.

      In Sachen Power kommt es bei harten Endschlägen auf dem Schwamm an. Da haben die etwas härteren Tenergy Schwämme die Nase leicht vorne.

      Hoffe das hilft dir etwas.

      Gruß,

      Marcel

  10. danke ja das hilft mir sehr. ich finde deine Bemühungen auf der Seite die du hier hast super lob an dich ich hoffe ich kann mich noch auf viele weitere testberichte freuen. 🙂

  11. Hallo Marcel,
    danke für deinen wie immer sehr informativen Testbericht.Nachdem es den EL-S im Juni noch nicht gab ,habe ich für meine Tochter zweimal MX-S in2.0 gekauft und nach einer überraschend langen Eingewöhnungszeit hat sich das ganze als Glücksgriff herausgestellt ,denn die Rückmeldung ist halt einfach sofort da -Bewegung korrekt ,Balltreffpunkt ,Timing ,Stellung zum Ball -für sie ist der Belag einfach super weil er nicht sehr Fehlerverzeihend ist. Ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung -vom Genius zum MX-S zu wechseln. Der EL-S ist aber nach diesem Testbericht eben doch noch ein Thema wie mir scheint -vielleicht auch nur für die Vorhand . Meine Tochter ist noch kein As was das lesen von ankommendem Spin ist , da war der Genius glaube ich auch empfindlich im Vergleich zum MX-S …Eher die Entwicklung der 9 jährigen Tochter abwarten und mit dem Material weiterspielen lassen das sie zum „sauberen“ Spiel erzieht oder vielleicht doch den EL-S testen der es ihr leichter machen sollte mit der VH zu punkten aber eben auch anspruchsvoller zu spielen wenn die Gegner nicht nur Konter und Schuss spielen? Ich bin grad hin und hergerissen. …. 🙂

    • Hallo Marcus,

      ich denke, dass deine Tochter entscheiden sollte, ob sie mit dem MX-S auf der Vorhand zurecht kommt. Solange sie die Schläge komplett durchspielen kann und keine hohe Fehlerquote hat, auch im passiven Spiel, weil der Belag zu schnell ist etc., würde ich von einer erneuten Umstellung nach so kurzer Zeit abraten.
      Der MX-S ist anspruchvoller und härter als der EL-S. Mit dem EL-S hingegen kann einfacher angezogen werden. Aber gerade in jungen Jahren ist die Lernkurve so groß, weshalb es kaum etwas bringt, durch noch passenderes Material mehr raus zu holen, sei denn, das bisherige ist einfach zu anspruchsvoll.
      Also wenn sie zufrieden ist und ihr Bauchgefühl sagt beim MX-S zu bleiben, dann brauchst du auch nicht mehr hin und her gerissen sein 😉

      Gruß,

      Marcel

  12. Danke ,das war die Antwort die ich gebraucht habe – da ich keinerlei Frust bei ihr erkennen kann wegen des Materials ist es wohl nicht zu anspruchsvoll…Thema erledigt.

  13. Hallo Marcel,
    ich spiele auch das Holz Vega Pro von Xiom. Wie harmoniert der El-s mit diesem Holz?
    Allgemeiner gefragt: Welche Beläge passen deiner Meinung nach besonder gut dazu?

    Gruß

    Daniel

    • Hallo Daniel,

      der EL-S funktionierte auf dem Vega Pro sehr gut. Das reine Topspinspiel hatte eine enorme Qualität.

      Allgemein habe ich den EL-S selbst und bei anderen am besten auf einem faserverstärkten Holz gesehen. Auf Vollhölzern jedoch waren einige unzufrieden, was sicherlich daran liegt, dass der EL-S nicht so hart ist wie vergleichbare Angriffsbeläge (1-1,5°weicher) und daher weiche Hölzer zu wenig direkten Anschlagdruck zulassen.

      Auf dem Vega Pro Holz spielen sich harte Beläge sehr gut (46°+). Auf der Vorhand hat der Vega Pro Belag besonders gut harmoniert, ich hatte immer das Gefühl noch einen Gang hochschalten zu können. Alle harten TOP Beläge wie Bluefire M1, MX-S oder Omega V Tour zünden auf dem Holz. Bei weicheren Belägen würde ich eher das Vega Euro Holz oder das Vega Tour Holz nehmen, die einfach nochmal härter sind und mehr Power besitzen.

      Gruß,

      Marcel

  14. hallo marcel,

    extrem guter Bericht.

    ich überlege mir auf den EL-S auf der Vorhand zu wechseln. Wie findest du den Vega Japan auf der Rückhand, wenn ich da mehr blocke als topspins ziehe? ist ein katapultiger Belag generell besser für die Rückhand? oder doch beidseitig EL-S?

    Vielen Dank
    Zozo

    • Hallo Zozo,

      ich halte den Vega Japan für einen sehr guten Rückhandbelag, da das Gesamtpaket ein modernes, kontrolliertes Rückhandspiel zulässt.

      Für die meisten Spieler sind katapultige Rückhandbeläge besser geeignet. Das Trefferfenster ist wesentlich kleiner als mit der Vorhand, da der Ball direkt vor dem Körper gespielt werden muss. Allein dadurch ist die Stellung zum Ball nicht immer optimal und ein katapultigerer Belag wirkt dann fehlerverzeihender.

      Allerdings trifft das nicht auf jeden zu. Ich z.B. kann mit katapultigen Belägen auf der Rückhand so gar nichts anfangen 😉

      Ich sags mal einfach so: Wenn die Rückhandseite schwächer ist, als deine Vorhandseite, dann ist ein Ausgleich durch einen fehlerverzeihenderen Belag sinnvoll. Sind beide Seiten in etwa gleichstark, dann kann auch beidseitig der EL-S gespielt werden. Die Regulierung über die Schwammstärke gibt es ja auch 😉

      Gruß,

      Marcel

  15. Hallo und danke für den Bericht!

    Ich selbst hänge seit einer Weile zwischen Rhyzm (für mich sehr angenehm zu spielender Belag) und dem in Geschwindigkeit und Spin merklich bissigeren MX-P (der aber auch wesentlich exaktere Stellung/Timing er- und mich dadurch oft überfordert).
    Könnte man sagen, daß der EL-S als Variante dazwischen in Frage käme?
    Wie schaut es beim EL-S mit dem Sound aus?

    • Hallo Stefan,

      eine Zwischenlösung ist der EL-S nicht. Sowohl MX-P als auch der Rhyzm sind härter als der EL-S.

      Ein Belag, der gewissermaßen Zwischen den beiden Belägen liegt, vor allem gemessen am Anspruch, ist der Xiom Omega V Tour.

      Aber für mich hört sich das so an, als ob du mit dem Rhyzm absolut klar kommst. Dennoch möchtest du dein Material optimieren. Vielleicht ist der Rhyzm aber genau dein Belag.

      Gruß,

      Marcel

  16. Danke für die Einschätzung! 🙂

    Ich habe den nächsten Rhyzm auch schon parat liegen und gerade auch in unseren niedrigen Spielklassen bietet er natürlich bei Weitem genug Möglichkeiten, den Punkt zu machen. 😉
    Ich kann trotzdem nicht versprechen, daß ich den EL-S nicht doch einmal teste. 😀
    Wenn ich einmal die Möglichkeit habe, möchte ich noch kurz fragen: hat der EL-S weniger Katapult als der Rhyzm? (Ich tue mir schon immer schwer mit den Begriffen Geschwindigkeit, Katapult und Dynamik. Und das was ich suche – Katapult??? -, hat der Rhyzm.)

  17. Hallo Stefan,

    Katapult ist im Prinzip das Eigenleben des Belags, also wie viel Energie der Belag erzeugt, wenn der Schläger einfach nur hingehalten wird. Ob ein Belag viel Katapult hat wird beim Kurz-Kurz am deutlichsten, da der Ball nur mit einem kurzen Touch über das Netz gespielt wird. Und da sind sowohl Rhyzm, als auch EL-S relativ katapultarm. Mit dem EL-S hast du halt ein weicheres Spielgefühl.
    Dynamik entsteht, wenn der Ball mit eigener Energie getroffen wird. Sozusagen die Multiplikationseffekte bei harten und schnellen Schlägen. Und da entwickeln beide Beläge sehr viel Dynamik. Der EL-S vielleicht etwas mehr, aber der Rhyzm ist ja vor allem deshalb so beliebt, da aus diesem sehr viel herauszukitzeln ist.

    Und vom Testen kann ich dich wohl nicht abhalten 😉 Ich würde aber fast wetten, dass der Rhyzm am Ende wieder auf der Kelle landet 😀

    Gruß,

    Marcel

  18. Hallo Marcel,

    nur kleine Frage, spiele Ich schon lange Adidas P7, und Ich mag sehr, sehr viel wie der härtere Schwamm (47,5) zusammen mit dem weicheren Obergummi funktioniert.

    Mann kann damit ganz einfach eröffnen mit einer hohen Ballflugkurve mit viel Spin, ist aber auch etwas fehlerverziehend wenn mann nicht wie ein Profi spielt.

    Ich hasste EL-P, aber wäre dann EL-S oder vielleicht MX-S etwas für mich?

    Vielen Dank!
    Vladimir

    • Hallo Vladimir,

      grundsätzlich ja, denn die Gesamtcharakteristik lääst viel Rotation und eine hohe Ballflugkurve auch beim EL-S zu. Einzig der Schwamm ist weicher, was ein anderes Spielgefühl vermittelt.
      Ganz ähnlich zum P7 ist der andro Hexer, der im Prinzip den gleichen Schwamm wie der P7 verwendet. Das Obergummi ist auch vergleichsweise weich, aber eine andere Gummimischung.

      Also beim EL-S ist eine kleine Umstellung notwendig, während der andro Hexer dem P7 schon näher kommt.

      Gruß,

      Marcel

    • Hallo Max,

      eher schwierig. Vom Tempo her können einige Beläge, zb. die Airocs, mithalten. Aber bei der Ballflugkurve sieht es eher schlecht aus. Die in Japan gefertigen Stiga Beläge fliegen eher flacher aus dem Schläger heraus. Von der Gesamthärte kommt der Airoc M aber ganz gut hin.

      Gruß,

      Marcel

  19. Spieleigenschaften

    0.00

    Qualität/Haltbarkeit

    0.00

    Preis-Leistungsverhältnis

    0.00

    Hallo Marcel, Ich habe mir das Re-Impact Rendler Dr Barath Holz gekauft und würde gerne deine Einschätzung zur Belagwahl erfahren, würde der Tibhar EL-S auf das Holz gut passen? Ich spiele bevorzugt auf VH und RH Topspin am Tisch sowie aus der Halbdistanz, meine Schwäche ist der Schuss. Ich trainiere ca 5 Stunden die Woche. QTTR ca 1800.

    Gruß Heiko

    • Hallo Heiko,

      da hast du dir ja ein sehr interessantes Holz ausgesucht 🙂

      Prinzipiell funktionieren harte und katapultarme Beläge auf dem Holz sehr gut. So dicke Balsahölzer haben jede meine eigenen Katapult. Zudem ist ein sehr weiches Spielgefühl vorhanden. Deshalb rate ich von weichen Belägen ab.

      Mit dem EL-S könnte das dann schon zu weich werden. Zumindest grenzwürdig. Vom Katapult her aber in Ordnung. Ich denke ein MX-S würde noch besser zu den Eigenschaften des Holzes passen.

      Was hast du davor gespielt?

      Gruß,

      Marcel

  20. Hello, I am a developing player (training for 2 years now) currently playing with Rakza7 soft on my forehand and I wonder if you would consider EL-S a significant improvement over Rakza7?

    I am especially interested if EL-S can create more spin on serves and loops, also how is control compared to Rakza (more difficult, is it learning player friendly?)

    Thank you very much for your help and opinion, all the best

    • Hi Barfly,

      yes, definitely. The EL-S is a way more demanding rubber with a hugh potential. But the step from Rakza 7 Soft to Tibhar Evolution EL-S can be to big.
      I suggest to you, considering your current playing equipment, that you try at first the FX-S rubber so you get used to the enhanced speed and spin capabilities of the Evolution Series. After period of adjusting you can consider playing with EL-S as the next big step.

      Hope this helps a little bit.

      Best regards,

      Marcel, tt89player

  21. Thank you very much, you are very kind!

    I will stick with my Rakza 7 soft for now then, until I am more advanced and then try FX-S.

    Btw, really curious, what is your general opinion on Rakza 7 soft?

    I noticed that Rakzas are not in your top 15 list, so I wonder what would be your recommendation rubber for learning, intermediate players?

    Thank you very much again, huge fan of your blog, keep up the great work 🙂

    • Hi Barfly,

      I think Rakza 7 Soft is a good and solid rubber, especially for backhand due to its good balance in spin, speed and control.
      My ratings are mainly focused on the rubbers major strengths in the different playing styles and the MRSP in comparison to that. More important is how the rubber fits to your playing style. And there is no rating for that 😉
      For intermediate players suit the medium and soft versions of a rubber series most of the time. Softer rubbers give you more control. And there are of course rubbers, which are in general good balanced. andro Hexer Duro for example.
      This year, the table tennis brands introduced a few rubbers with reduced speed glue effect like andro GTT 45, GTT 40, Donic Desto F4 or Donic Blues T1. They fill the gap between modern Tensor rubbers and the classics like Butterfly Sriver or Yasaka Mark V. They support advanced beginners.

      Best regards,

      Marcel

  22. Spieleigenschaften

    0.00

    Qualität/Haltbarkeit

    8.60

    Preis-Leistungsverhältnis

    8.00

    Hallo zusammen,

    habe den Belag 3 Monate getestet und kann sagen, dass er gut ist, jedoch nicht so überragend, wie hier angepriesen. Verglichen mit einem Tenergy 05 ist er schon schwächer. Leider. Er hat viel Spin, gut im kurz kurz, jedoch der Katapult, der bei harten Schlägen so krass einsetzt stört schon gewaltig. Guter Belag, dennoch halte ich den MX-S und den Xiom Omega V Europe etc. für die besseren Beläge. Ich weiß, dass die Empfindungen bei jedem etwas anders sind, dennoch ist der Belag für mich nicht das, was ich mir davon versprochen habe. Bin nach der ganzen Testerei wieder beim Tenergy gelandet. Ist einfach ein super Belag, auch wenn er natürlich total überteuert ist. Meine Empfehlung für die Leute, die sich keine Butterfly Produkte mehr zulegen wollen sind: Donic Bluefire M2 (ähnlich Tenergy 05), Xiom Omega V Europe/Pro (ähnlich Tenergy 80/05), Tibhar MX-S (ähnlich Tenergy 05), Tibhar MX-P, wenn der Armzug schnell genug ist (flacher Ballabsprung, guter Armzug wird benötigt + gutes Stellungsspiel). Ich will den Belag nicht schlecht reden, wollte einfach nur mal meine Meinung äußern und vielleicht geht es dem ein oder anderen genauso und ich konnte etwas helfen 🙂

    TTR zwischen 1750-1800 Punkten.

    MfG Chris

    • Hallo Chris,

      ich danke dir für deine Einschätzung.

      Nicht jedem wird der Belag liegen. Allein wegen der Tatsache, dass dieser weicher als die Konkurrenzbeläge um Tenergy 05, Vega Pro oder MX-P ist.
      Meiner Meinung nach ist es dennoch der vielseitigste und gelungenste Topspinbelag auf dem Markt. Und dazu auch noch spielbar für Spieler niedrigerer Klassen.
      Und ich habe es gerne, wenn meinen Testeindrücken etwas entgegen gesetzt wird. Wer meine Testberichte liest und meine Einschätzungen zu den verschiedensten Belägen analysiert, der wird aber vollends nachvollziehen können, warum ich dem Belag eine so gute Wertung gegeben habe. Ich werte die Gesamtleistung eines Belags und wie spielbar dieser für seine Zielgruppe bzw alle Spieler ist.

      In diesem Sinne hoffe ich auf noch weitere Kommentare, sowohl auf Zustimmende, als auch Kontroverse.

      Viele Grüße,

      Marcel

  23. Hallo Marcel,
    mit Interesse habe ich Deinen Testbericht und auch sämtliche Gedanken dazu gelesen. Wie siehst Du den EL-S tempomäßig und der Gesamthärte her im Vergleich zum Rakza 7 ? Ich spiele ein Waldner off Holz und überlege evtl. auf den EL-S zu wechseln. Ich spiele meistens auf der VH viel Topspin und blocke auch hin und wieder gerne.

    • Hallo Sascha,

      der EL-S ist von der Gesamthärte weicher als der Rakza 7. Wenn du sehr variabel Topspins ziehen möchtest, dann hast du mit dem EL-S mehr Möglichkeiten. Auch in der Spinentwicklung liegt der EL-S vorne. Dennoch ist der Rakza 7 ein sehr guter Belag, der auf dem Waldner OFF auch gut funktionieren sollte.

      Gruß,

      Marcel

  24. Hallo Marcel,
    vielen Dank für Deine Einschätzung. Da ich nicht so der extrem variable Topspinspieler bin, denke ich das der Rakza dann wohl die etwas bessere Alternative wäre.
    Ich habe auch noch den Victas V01 Stiff ins Auge gefasst, aber da habe ich Bedenken der könnte zu hart sein.
    Viele Grüße
    Sascha

    • Hi Sascha,

      ich denke der normale Victas V>01 ist eher einen Versuch wert, wenn du was testen willst. Der Stiff ist bei den direkten Punkten am Tisch sehr gut. Aber auch speziell durch das direkte Obergummi kombiniert mit dem Medium-Schwamm. In gewisser Weise ähnlich dem EL-P.

      Gruß,

      Marcel

  25. Guten Morgen Marcel,
    also den normalen V>01 hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm, da ich immer dachte der ist mir viel zu hart und viel zu schnell und benötigt einen guten Armzug. Ok wenn der Stiff am Tisch sehr gut, hört sich das schon mal nicht schlecht an, da ich nicht so weit hinten „herumturne“ und schon eher vorne spiele. Allerdings denke ich wirklich, dass der Rakza 7 auf meinem Waldner off für mich die bessere Wahl wäre. Ich habe mich auch mal mit dem Bluefire M2 beschäftigt, aber da soll die Haltbarkeit nicht so gut sein. Daher habe ich wieder Abstand davon genommen.
    Im übrigen wollte ich Dir noch sagen, dass Deine Testberichte wirklich vom feinsten sind und eine wirkliche Entscheidungshilfe darstellen. Ganz dickes Kompliment.
    VG
    Sascha

    • Hallo Sascha,

      vielen Dank für dein Kompliment! Ich bemühe mich auch, möglichst transparent und objektiv zu berichten.

      Eigentlich jeder Spieler findet im Laufe der Zeit Beläge, die einfach gut für das eigene Spielsystem funktionieren. Bei mir sind es die rotationsstarken, katapultarmen Beläge, welche einen vergleichsweise hohen Spinbogen im Topspinspiel erzeugen. Je nach Tagesform, Laune und Präferenz könnte ich so zwischen Tenergy 05, Tibhar Genius oder Tibhar Evolution EL-S hin und her wechseln.

      Wenn für dich der Rakza 7 ein solcher Belag ist, dann ist ein Wechsel sowieso nicht zwingend notwendig. Entweder hat der neue Belag die ähnlichen, geschätzten Vorteile oder andere Stärken und Schwächen, wodurch sich das ganze wiederrum ausgleicht. Wichtig ist, dass du zufrieden bist und mit deinen Stärken und Fähigkeiten ans Limit gehen kannst. Solange dich darin ein Belag unterstützt ist ein Wechsel hinfällig. Hin und wieder was neues ausprobieren schadet dennoch nicht 😉

      Wenn du noch weitere Fragen oder Anregungen hast, so helfe ich immer gerne weiter. 😉

      Gruß,

      Marcel

  26. Hallo Marcel, habe vor einer Woche deine Seite entdeckt und bin absoluter Fan! Wirklich, ich habe mittlerweile glaube ich schon fast alle Kritiken gelesen, und deine Seite hält mich regelmässig vor der rechtzeitigen Nachtruhe ab ;). Ich bin 23 und habe vor 3 Monaten nach 8-jähriger Pause wieder angefangen mich ins tt spielen zu verlieben. Ich habe früher in der Jugend recht hoch gespielt und in der 1. Herrenmannschaft auch mal in der Verbandsliga hinten oder in der Mitte ausgeholfen.
    Jetzt natürlich zu den Materialfragen, wo fange ich da an…
    Ich habe von früher noch ein Butterfly Balsa Carbo X5, welches ich aktuell spiele, sowie ein eher langsames All holz und ein Stiga offensive classic. Als ich wieder angefangen habe, habe ich mir einen Gewo Reflexx sound, 2.0 VH und 1.8 RH geholt, den aber scheisse gschnitten (alter Kleber, der Belag hat sich zusammengezogen), trotzdem ein Bisschen gespielt, mich dann aber für einen Wechsel entschieden. Jetzt spiele ich aktuell einen El-P in 2.2 auf der VH und in 2.0 auf der RH. Das ist mir schon irgendwo zu schnell, aber ich trainiere aber wieder 4 mal die Woche und komme gut rein. Ich spiele sehr viel Vorhandtopspin mit sehr viel Spin, eigentlich auf jeden Ball der irgendwie liegt, schiesse aber eher selten, nur wenn der Ball sehr gut liegt. Der Rückhand Eröffnungsspin läuft vor allem auf Unterschnitt wieder recht gut und hat ordentlich Spin. Schupfen und Aufschlagannahme sind eine grosse Fehlerquelle. Habe jetzt ein Paar spiele Bezirksliga auf hinteren Positionen vor mir und werde schauen, ob ich nach entsprechend Training wieder in der Verbandsliga spielen kann. Natürlich ist meine Kombi viel zu schnell, und ich wollte fragen, was du mir alternativ empfehlen würdest, würde auch ein neues Holz in Erwägung ziehen… Ich weiss gar nicht mehr ob das Balsa Carbo X5 eher schnell oder mittel ist, hast du da eine Ahnung? Gibt es da ähnlich schnelles mit mehr Kontrolle und ist der Ballabsprung eher hoch oder tief? Ich habe keine Referenz… Der Ballabsprung vom EL-P ist mir etwas zu tief auf der Kombi.
    So, das war jetzt sehr viel, ich hoffe ich habe dich da nicht überladen!
    Ich freue mich auf deine Empfehlung

    Liebe Grüße

    Jan

    • Hallo Jan,

      es freut mich, dass dir meine Seite gefällt und du wieder zum Tischtennis zurück gefunden hast! 😉

      Wenn du auf der Butterfly Homepage suchst, dann findest du dein aktuelles Holz. Vielleicht wurde es im Laufe der Zeit etwas verändert, was ich dir an dieser Stelle nicht sagen kann, aber es sollte schon ein schnelles OFF Holz sein.

      Die Problematik mit der Aufschlagannahme und dem Schupfen ist normalerweise eine reine Übungssache. Zudem fallen dir solche Fehler, die im Tischtennis die häufigsten Fehlerquellen sind, wohl momentan noch sehr auf 😉 Natürlich kann aber eine etwas langsamere Kombi für dein Spiel von Vorteil sein.

      Wenn ich jetzt nach deinen Ausführungen gehe, dann würde ich dir zu einem Holz in der OFF Minus Kategorie raten und darauf beidseitig Beläge in 2,0mm kleben.

      Ich weiß nicht wie sehr du dich an das Balsa-Carbon Feeling gewöhnt hast, aber wenn das dir zusagt, dann kommt das Gewo Balsa Carbon 575 in Frage, welches prinzipiell gleich aufgebaut ist wie dein aktuelles Holz, nur eben einen dünneren Kern besitzt.
      Ansonsten hätte ich dir entweder zu dem Waldner Senso Carbon oder dem Drinkhall Offensive Classic geraten, welche beide eher im OFF- Bereich zu Hause sind und dir als Topspinspieler genügend Rotationsunterstützung bieten.

      Bei den Belägen würde ich dir zum Xiom Omega V Europe raten. Den Testbericht dazu findest du hier. Der Belag ist mit 45° im medium Bereich und sollte sich für dich sehr ausgeglichen Spielen. Und ja, du kannst natürlich auch, wenns sein muss, Max. auf die Vorhand kleben 😛

      Ich denke mit dem Material würdest du erstmal ganz gut fahren. Bei deinem Trainingspensum wirst du in einem halben Jahr oder Jahr spätestens wieder voll drin sein und eine Steigerung zu den harten Belägen mit 47,5°+ wäre dann der nächste Schritt.

      Und nur am Rande. Ich rate dir generell die modernen Tensoren mit Latexklebern aufzukleben. Diese dehnen die Beläge im Klebeprozess nicht und sind schonender zu den unter Spannung stehenden Belägen. Ein minimal leichtes Zusammenziehen ist im Übrigen normal bei Tensoren.

      Wenns noch Fragen gibt, immer gerne 😉

      Gruß,

      Marcel

      • Hi Marcel, vielen Dank für deinen schnelle und ausführliche Antwort! Das Waldner sieht echt gut aus, ich glaube das werde ich mal ausprobieren, jetzt ist die Hinrunde ja bald durch…Ich denke, wenn ich wieder drin bin in einem Jahr, kann ich auch zurück zum X5, das knallt schon ganz ok, vielleicht bin ich bis dahin aber auch Waldner-Fan :D. Zum Belag: was würde gegen den EL-S sprechen? ist ja auch nicht ganz hart, aber hat eine höhere Flugkurve als EL-P und mehr spin. Für die Rückhand ist der Europe dann wohl perfekt! Geht auch gut zum Blocken einfach nehme ich an? Gegentopspin EL-P vs EL-S vs Europe? Und hast du die Stiga Carbonados schon getestet? wäre das 45er vielleicht auch was? Für später versteht sich…

        Danke nochmal und liebe Grüße
        Jan

        • Hallo Jan,

          in deinem Fall halte ich einfach den Omega V Europe für die beste Möglichkeit. Aber es ist schon richtig. Auf der Vorhandseite wäre der EL-S auch eine Option für dich 😉

          Beim Gegentopspin haben der OVE und der EL-S die Nase vorne. Beide Beläge greifen den Ball gut, haben genügend Power und natürlich Rotation. Der EL-P hat auch ausreichend Power in der Halbdistanz, ist aber vom Schwamm her und wegen der flacheren Ballflugkurve nicht so effektiv beim Gegentopspin wie die anderen beiden Beläge.

          Die komplette Carbonado Serie ist sehr interessant, wenn ein härteres Topspinholz gesucht wird. Auch vom Gewicht her sind auch leichtere Exemplare um die 80-82g im Umlauf.
          Getestet habe ich bisher das 145 und 190. Das 90 habe ich kurz angespielt, was aber keinem richtigen Test nachkommt. Mittlerweile gibt es ja auch noch das 245 und 290…
          Werde wohl der Holzreihe mal einem Test widmen. Dann kann ich auch genaueres über die Eignung sagen 😉
          Gruß,

          Marcel

          • Super, vielen Dank!!! Ich denke dann werde ich da mal zuschlagen! El-S VH in schwarz 2.0 und omega europe in Rot 2.0 werden auf mein X5 geklebt, ich kenne das Holz wieder recht gut und möchte nicht alles auf Einmal wechseln. Welchen der teureren Butterfly Carbonhölzer ist deiner Meinung nach eher langsamer und bietet mehr Kontrolle (z.b. Apolonia)? Und sind diese Hölzer für 150-200€ wirklich so viel besser als ein X5 für 50? Sind die neuen ALC und ZLC fasern wirklich so viel besser? Wo liegt für dich der Hauptunterschied zwischen ALC und ZLC im Spielgefühl? Klar muss das jeder selber für sich herausfinden aber da du extrem viel Erfahrung hast, denke ich du hast da eine wertvolle Meinung. Sorry für die vielen Fragen, aber die unglaublich Fülle an neuem Material nach dem Wiedereinstig ist einfach überwältigend und ich bin ein viel zu wissensdurstiger Mensch :D.

            Liebe Grüße
            Jan

  27. Hallo Jan,

    langsam sind alle modernen Offensivhölzer von Butterfly nicht. Gefühlvoller und etwas kontrollierter spielen sich die Hölzer, welche die Faserverstärkung am Kern und nicht unter dem Deckfurnier haben. Die Innerforce Serie beispielsweise.
    Besser ist ein zu schwammiger Begriff. Es sind aber sehr gut konstruierte und qualitativ hochwertige Tischtennishölzer, wenngleich ein Teil des Preises sicherlich für die Marke an sich bezahlt wird. Wem ein günstigeres Holz liegt, fährt aber auch gut 😉
    Ich finde die ALC Hölzer direkter, mit weniger Vibration und viel Power verbunden. Die ZLC Hölzer sind etwas flexibler und geben etwas mehr Feedback sowie mehr Spinunterstützung. Aber alles tendenziell gesehen, da es auch auf die Furnierkombinationen etc. ankommt.
    Und gerne kannst du wieder Fragen, wenn etwas dir noch auffällt 😉
    Gruß,
    Marcel

  28. Hallo,

    ich spiele den EL-S aktuell, jedoch hat er mir einen Tick zu viel Dynamik, hast du eine Idee für eine Alternative in die Richtung?

    Grüße

    • Also der Tibhar Evolution FX-S ist quasi die light Version des EL-S. Spielen sich recht ähnlich, jedoch ist der FX-S nicht ganz so hart und verzeiht etwas mehr. Wäre meine Empfehlung, wenn du etwas vergleichbares suchst. Der EL-S erzeugt sehr viel Katapult bei harten Schlägen und das ist manchmal schwer zu kontrollieren. Der FX-S ist insgesamt einfach gutmütger und hat einen etwas höheren Ballabsprung.

      MfG Chris

    • Hallo Felix,

      eine Möglichkeit hat dir der Chris gut beschrieben. Mit dem FX-S hast du weniger Dynamik, aber merklich ein vertrautes Spielgefühl.
      Auch eine einfache Idee wäre es mit der Schwammstärke runter zu gehen. Dadurch verringert sich ebenso die grundsätzliche Dynamik des Belags.

      Wenn du weder den weicheren FX-S probieren willst, noch mit einer dünneren Schwammstärke zurecht kommst, dann beschreib doch einfach mal, in welchen Spielsituationen dir die Dynamik Probleme macht. Dann schlage ich dir weitere Alternativen vor.

      Gruß,

      Marcel

      • Hauptsächlich beim Gegentopspin stört mich die Dynamik ein Stück, das ist jetzt zwar nicht mein primäres Areal, jedoch hab ich da den Eindruck, dass ich den Ball hin und wieder durch den einsetzenden Katapult hintendrüber setze. Spiele den in 2,0, runtergehen mit dem Schwamm wollte ich eigentlich nicht, da mir irgenwie Schwämme unter 2,0 auf der VH nicht liegen.
        Hatte vorher auch den T05fx, bei dem ich das nicht so hatte ( in 2,1 gespielt), jedoch hat mir der EL-S beim ersten härteren TS am Tisch besser gefallen.
        Es geht hier auch nicht um gravierende Probleme, sondern eher darum, was man nach der Runde mal probieren könnte. Ich gehe am Tisch meistens auf den ersten, gut platzierten Topspin. Spiele ein Primo Japan Nachbau.

        Grüße

        • Hallo Felix,

          jetzt verstehe ich, was du meinst.

          Ja, andere sehen diese einsetzende Dynamik eher als Vorteil, um noch mehr Druck zu machen. Auf der Vorhand würde ich auch nicht runter gehen mit der Schwammstärke.

          Also dann ganz klar den FX-S mal probieren. Ist sowieso ähnlicher dem T05FX. Und mal schauen, wie es dann beim ersten Topspin aussieht.
          Generell sollten dir Beläge mit 42,5° bis 45° gut liegen.
          Mit weiteren Empfehlungen für Tests zur neuen Saison gilt es die Neuheiten um andro Rasanter, Donic Blue Storm und Aurus Prime/Select abzuwarten. Denn vielleicht spielen dann viele aktuelle Beläge sowieso keine Rolle mehr, sollten die Dinger wirklich gut sein.
          Kannst gerne um ein Feedback bitten, sobald ich die Neuheiten getestet habe. Dann finden wir schon einen passenden Belag für dich 😉

          Gruß,

          Marcel

          • Ich denke ich teste das nochmal und auch mal in der Härte nach oben, sprich MX-S und Vega Pro, da ich die letzten jahre eigentlich nur in der Härteschiene unterwegs war.
            Bin auch mal gespannt auf die neuen Dinger mit den dickeren Schwämmen und dünneren OG´s

            Grüße

  29. Hey, bin die letzten Wochen wieder beim EL-S hängen geblieben, jedoch denke ich, dass ich etwas weniger Dynamik gebrauchen könnte. Sprich etwas weniger Katapult bei ähnlicher Härte und am besten gleichen Rotationswerten. Wäre da der MX-S was?
    Und: Welchen Belag würdest du empfehlen, wenn man nur einen leichter zu spielenden EL-S sucht? Der nicht so zickig ist.
    Grüße

    • Hallo Felix,

      da ist der MX-S schon um einiges härter und ein schnellerer Armzug ist notwendig, um den Belag zu aktivieren.

      Also ich empfinde den EL-S nicht unbedingt zickig. Einfacher zu spielende Beläge haben meist mehr Katapult, vor allem im geradlinigen Blockspiel. Denke da gerade an den Xiom Vega Japan, der einfach weniger Tempo besitzt, aber ansonsten eine kontrollierbarere und weichere Alternative sein kann.

      Vielleicht ist es aber am besten, du beschreibst nochmal genau, was dich am EL-S stört, welche Schläge du meinst, wie sich das auswirkt etc. Dann suche ich ein paar Alternativen raus 😉

      Gruß,

      Marcel

  30. Hallo,
    Super Testbericht, eigentlich wie immer.☺
    Spiele derzeit beidseitig fx-s und finde ihn sehr gut, mit dem einzigen Nachteil das ich auf der Vorhandseite ein bisschen schnellern belag spielen möchte. Habe den Andro Rasant probiert und fand ihn von der härte/geschwindigkeit super nur das ich mit ihm nicht so viel spin wie mit dem fxs erzeugen konnte. Wäre der els eine gute Alternative oder ist er deutlich härter und schneller wie der rasant? Würde mich über eine antwort freuen.
    Grüße Philipp

    • Hallo Philipp,

      nein, nur etwas anders von der Charakteristik. Und wenn du dir einen der leichteren EL-S selektieren lässt, dann ist auch der Sprung vom FX-S nicht so groß.

      Viele Grüße,

      Marcel

    • Hallo Philipp,

      früher bin ich immer in den örtlichen TT-Shop gegangen und habe meine Küchenwaage mitgebracht 😉

      Die meisten TT-Händler wiegen die Sachen auch für dich aus, wenn du nett fragst. Nur bei den Großhändlern wie Schöler Micke, Contra oder Sport Schreiner ist es schwieriger, da es allein von der Logistik kompliziert wird.

      Das sind jedenfalls meine Erfahrungen bei dem Thema 🙂

      Gruß,

      Marcel

  31. Hallo Marcel,
    ich bin jetzt hier neu und muss sagen, daß deine Kommentare und Beurteilungen sehr lehrreich sind. Weiter so. Ich spiele im Moment Holz=Challenge Speed off+, RH=EL-P 1,8 VH=MX-P 2,1
    Ich komme ganz gut damit hin, aber irgendwie ist das Gerät etwas schwer. Deshalb meine Frage, es mit einem leichteren Carbonholz und statt des ELP einen EL-S 2,1mm probieren? Wie ist deine Meinung zu dieser Zusammenstellung. Generell bin ich ein offensiv-Spieler, wobei ich defensiv auch nicht schlecht mit dem Material zurecht komme. Irgendwie ist man immer auf der Suche nach dem perfekten TT-Schläger.
    Vielen Dank schon mal für deine Mühe.

    Gruß, Matthias

    • Hallo Matthias,

      ich danke dir 🙂

      Also ich würde nicht beides auf einmal probieren. Der EL-S und EL-P unterscheiden sich doch schon deutlich in den Spieleigenschaften. Beim Gewicht muss ich sagen, dass du mit einem leichteren Holz plus dickeren Rückhandbelag kaum an Leichtigkeit gewinnst.

      Mein Tipp ist, das leichtere Carbonholz mit den aktuellen Belägen zu testen. Dann kannst du gut beurteilen, wie sich dieses auf dein Spiel auswirkt. Wenn du dann immer noch nach einer spinnigeren Alternative auf der Rückhand suchst, kannst du immer noch zum EL-S greifen. Vom Gewicht her tun sich EL-P und EL-S allerdings kaum etwas.

      Viele Grüße,

      Marcel

  32. Hallo Marcel,
    Kannst du bitte den El-s mit dem Joola Maxxx 450 vergleichen? Der maxxx 450 in Schwammstärke max. war mir ein bisschen zu schnell, ist ein leicht selektierter el-s in 1,9 leichter zu spielen? Im was unterscheiden sie sich?
    Dankeschön!

    • Hallo Klaus,

      einfacher spielt sich der EL-S gegenüber dem Maxxx 450 nicht. Im Gegenteil. Ich finde der Belag ist anspruchsvoller. Andererseits könnte auch die maximale Schwammstärke das Problem gewesen sein.
      Grundsätzlich ist der EL-S spinniger und härter als der Maxxx 450. Der Maxxx 450 hat hingegen mehr Katapult und ein schwammigeres Spielgefühl.
      Mehr Sinn würde als Alternative der Butterfly Rozena oder der Xiom Vega Japan machen. Schau dir mal die Testberichte von den beiden Belägen an. Beide haben auf ihre Art Stärken gegenüber dem Maxxx 450 und sollten in 1,9mm bzw. 2,0mm dir die erwünschte Kontrolle liefern.

      Gruß,

      Marcel

  33. Hallo Marcel,

    Super Bericht.

    Du hast oben geschriebenass der EL-S Passt eher gut zu carbon Hölzern. Wie würdest du das Spielverhalten auf einem stiga infinity VPS V (das El S auf VH) ? Es ist ja Vollholz aber ein schnelleres denke ich. Was hältst allgemein von dem Holz? Ich suche mir auch einen geeigneten RH Belag für das Holz. Ich bin spiele meist aggressiv offensiv Topspin auf beiden Seiten. Ziehe viel mit der RH usw, neige allgemein dazu die RH häufiger aggressiv zu benutzen in allen Spiellagen. Leider ist sorgt die RH aber auch für die meisten Fehler. Mir fehlt die Sicherheit denke ich hier. Welchen Belag kannst du mir für die RH empfehlen? Sollte der RH Belag grundsätzlich weicher sein? Eher Katapultiger oder nicht? Wie spielen sich weichere Beläge mit dem neuen 40+ polyball? Ich ging eigentlich bisher davon aus dass man den neuen Ball härtere Beläge/Hölzer benötigt. Nächstes Saison spielen nämlich nur den neuen Ball im Verein. Wäre der FX-S zum Beispiel nicht zu weich für den neuen Ball? Oder vielleicht doch auch El-S aber 1.8 statt 2.0? Ich möchte einfach dass die Rückhandbälle endlich sicherer auf den Tisch landen bei Topspins und flips (eher wenig blocks) . Kurioserweise mache ich dennoch vieler meiner Punkte mit der RH da ich sehr aggressiv damit spiele. Hab bisher vega Japan ,rakza 7 auf RH gespielt.. Kann natürlich auch an Technikfehlern liegen. Hoffe du kannst mir helfen. Deine Meinung zum Holz in der Kombi ist mir auch sehr wichtig. Finde dass das Holz das wichtigste für das Spielgefühl. Besten Dank

    • Hallo Sinan,

      die Überlegung ist, dass der EL-S weicher ist als die üblichen TOP Beläge (45-46° statt 47,5°) und daher ab einer gewissen Schlaghärte für aggressive Angreifer zu weich wird. Die Ballflugkurve flacht dann aus bei vollem Treffpunkt.
      Bei mir habe ich festgestellt, dass der EL-S auf meinem Vollholz (Primo) insgesamt zu weich ist für mein Spiel. Dagegen war dieser auf dem ACC genau richtig, obwohl dieses auch kein schnelles Holz ist. Das muss aber nicht heißen, dass es für jeden zutrifft. Ich spiele halt gerne härtere Beläge bis Medium, wenn es von der Gesamtkomposition passt. Die Aussage trifft aber deshalb zu, da gerade Angriffsspieler nach dem EL-S suchen und sich dann wundern, wenn dieser auf einem Vollholz zu weich wird.

      Das Inifinity dürfte aber hart genug sein. Grundsätzlich ist der EL-S auf der Rückhand nicht schlecht. Aber ob ein weicher katapultiger Belag immer die bessere Lösung dort ist? Meistens ja, da viele auf der Rückhand die schwächere Seite haben. Auch hier kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass ich auf der Rückhand mit weichen Belägen gar nicht klar komme, während auf der Vorhand auch weiche Beläge spielbar wären. Ziehe die Rückhand sehr schnell flach nach vorne. Da wäre die Flugkurve mit einem weichen Belag zu flach. Anders wäre es, wenn ich mehr aus dem Handgelenk weich ziehen würde, wie die meisten es tun. Dann ist ein weicherer Belag eher ratsam.

      Der FX-S ist keinesfalls zu weich für den Polyball. Wenn du sehr hart aber in den Ball gehst, und das kannst gerade nur du beurteilen, dann wäre ein härterer Belag besser geeignet. Für die Kontrolle in einer geringeren Schwammstärke. Als ich mit meiner Rückhand aktiver gespielt habe, habe ich zunächst einen Tenergy 64 (zu dieser Zeit spielten alle Tenergy *LoL*) in 1,7mm genommen. Und gerade der dünne Belag hat es erfordert mehr eigenen Armzug zu entwickeln, was in eine bessere Technik resultiert hat.

      Also das Infinity mit einem harten, aber dünnen Angriffsbelag kann ich mir sehr gut für deine Rückhand vorstellen. Wie gesagt, kannst du lernen noch mehr eigenen Armzug zu entwickeln, um später auch dickere Beläge gut kontrollieren zu können.

      Gruß,

      Marcel

  34. Hallo Marcel,

    Zu meiner oberen Frage, wollte gerne etwas ergänzen. Und zwar würde ich dich bitten zu den oberen Zusammenhänge, Bezug auf einen Kommentar von dir (FX-S Test), in dem du meintest, der Trend geht mit dem neuen Ball nun wieder zurück Richtung Vollhölzer. Warum ist das eigentlich so??
    Wie siehst du die Belagdicke in Bezug auf das FX-S für die RH?
    Besten Dank nochmal

    • Und nochmal der Sinan 😉

      Der Polyball bringt drei offensichtliche Spieleigenschaften mit.

      Zunächst wirkt dieser härter und unflexibler. Das hat zur Folge, dass das Spielgefühl härter ist. Um dies auszugleichen oder anzugleichen, haben die Hersteller Beläge mit weichem Obergummi entwickelt. Butterfly beispielsweise hat die Regulierung über weichere Hölzer erdacht. Stichwort Innerforce Layer ALC.S. Dadurch wird das Anschlaggefühl weicher und insgesamt wieder wie mit dem Zelluloidball.

      Das führt mich zum zweiten Punkt. Dem Rotationsverlust. Vollhölzer oder weichere, flexiblere Hölzer unterstützen das Spinspiel besser wegen der höheren Flugkurve. Bei den Belägen gibt es noch keine Antwort, da die neueste Entwicklung mit dünnen Obergummi und extradickem Schwamm zwar die Performance, aber nicht den maximalen Spin verbessert. Beispielsweise sind der Aurus Prime oder Bluestorm Z1 sehr spinnig, aber mehr als MX-S, Bluefire M1 oder gar der Tenergy 05 haben die Beläge nicht.

      Der dritte Punkt. Der Plastikball ist faktisch fast ca. 0,6-0,8mm größer und langsamer als der Zelluloidball. Deshalb steht übrigens auch 40+ auf dem Ball, da dieser nun mindestens 40,0mm groß sein muss.
      Um den Tempoverlust auszugleichen, braucht es schnellere Beläge oder ein schnelleres Holz. Da aber meisten Spieler seit dem Frischklebeverbot sowieso schon zu schnelle Hölzer spielen, wäre eine Steigerung hier nicht empfehlenswert.

      Die ultimative Lösung also für uns Amateurspieler: Weicheres Holz für mehr Spin. Schnellerer, katapultoptimierter Belag zum Ausgleich des Tempoverlustes. Dicker Schwamm und schwammiges Spielgefühl für den Ausgleich zum härteren Ball. Kombination theoretisch perfekt 😉

      Es gibt aber noch einen anderen Weg. Sich dem langsameren Spiel und den längeren Ballwechseln anpassen und auf langsamere Leichtspieltensoren umsteigen. Dahin ist auch ein leichter Trend zu spüren.

      Die endgültige Antwort wurde aber noch nicht gefunden. Die Profis übrigens juckt der härtere Ball im Endeffekt gar nicht. Das langsamere Tempo und der Rotationsverlust allerdings schon. Aber das nur so am Rande.

      Gruß,

      Marcel

  35. Hallo Marcel,

    Besten Dank für die ausführliche Antwort. Super beeindruckend erklärt. Bedeutet die von dir beschriebene ultimative Lösung für Amateure schnelle Beläge also auch härtere Beläge/Schwämme? Was sind gute Beispiele für Leichtspieltensoren?

    Meine ursprüngliche erste Frage hast aber wohl übersehen ;-). Das Kommentar davor. Das ist nämlich mein Hauptanliegen und das zweite Kommentar eine Ergänzung gewesen da das infinity ein Vollholz ist. Wäre super wenn du darauf eingehen könntest.,!?

    Freue mich sehr auf deine Antwort.

    Vielen Dank

  36. Hi Marcel,

    Deine Antwort auf meinen ersten Kommentar habe ich glatt übersehen. 🙂 ..Dein Verständnis für Material und die Zusammenhänge und deine Wahrnehmung beim testen ist echt beeindruckend. Ich schiebe alles auf Technikfehler und weiß nie so recht woran welches Spielverhalten liegt. Ich muss erstmal all die Infos verdauen, verinnerlichen, testen und berichten. Vielen Dank nochmal

    Sinan

    • Hallo Sinan,

      ich danke dir 🙂

      Ja, durchdenk mal alles einfach grundlegend. Lass dir auch mal von einem erfahrenen Spieler deine Technik bewerten und arbeite an den Ungenauigkeiten. Vielleicht wäre es auch ratsam, wie oben beschrieben, einen langsameren Belag zu holen, damit du deine Fehler besser erkennen kannst.

      Gruß,

      Marcel

  37. Hallo,
    Ist der Tibhar Evolution EL-S sehr anspruchsvoll zu spielen? Ist er für Jugendspieler geignet? Ist er schwerer zu spielen wie andere medium beläge?

    • Hallo Philipp,

      ich tue mir schwer, eine pauschale Aussage zu treffen, da dies immer von der Technik und dem Leistungsstand der einzelnen Spieler abhängig ist.

      Generell ist der Tibhar Evolution EL-S der leistungsfähigste Medium-Belag auf dem Markt. Besonders im Topspinspiel und von den Rotationsmöglichkeiten, sowie der enormen Power und Dynamik besitzt der Belag in seinem Härtegrad ein Alleinstellungsmerkmal.

      Es gibt immer einen Unterschied zwischen „Spielen können“ und „Voll Ausreizen Können“. Ich denke in 1,7~1,8mm kann eine sehr große Gruppe von Spielern den EL-S kontrollieren. Bei den höheren Schwammstärken werden es in meinen Augen immer weniger Spieler, für die ein EL-S geeignet ist.
      Dennoch bietet eben der Medium-Schwamm etwas mehr Kontrolle im Vergleich zu den härteren TOP-Belägen, weshalb dieser auch eine so gute Wertung bei mir bekommen hat.

      Demnach rate ich zu einem gesunden Maß an Selbsteinschätzung. Suchst du aber nach einem extrem leistungsfähigen Medium-Belag, dann kommst du am EL-S fast nicht vorbei.

      Gruß,

      Marcel

  38. Hallo Marcel, würdest du für mich den Xiom Japan, den nittaku fastarc c1 und den elp einmal vergleichen?
    Hat der elp mehr Katapult als der Japan? Ist das obergummi härter als Sasses Japan bzw. des c1?

    Ich danke dir vielmals
    Michael

    • Hallo Michael,

      einen Vergleich zwischen Vega Japan, EL-S und Fastarc C-1 habe ich schon im Test zum C-1 gemacht.

      Der EL-P besitzt gegenüber den anderen Belägen eine deutlich flachere Ballflugkurve und stark abweichende Charakteristik. Darüber hinaus besitzt der Belag zwar viel Katapult, welcher aber durch das sehr harte und straffe Obergummi abgemildert wird. Von der Noppenstruktur ist das Spielgefühl mit dem EL-P am direktesten.

      Gruß,

      Marcel

  39. Hallo Marcell,
    Du schreibst oben in einer Antwort in Bezug auf den neuen Plastikball:

    „Dicker Schwamm und schwammiges Spielgefühl für den Ausgleich zum härteren Ball“

    Ich hab bisher beidseitig 2,0 mm, modern mittelhart mit FKE gespielt. Da unser Verein demnächst auf den Polyball wechselt, frage ich mich ob ich die Vorhand auf 2,2 mm erhöhen sollte? Wäre das von Vorteil? Der Ball ist bekanntlich langsamer, also würde ich vermuten dass der Einfluss auf die Kontrolle im Spiel ziemlich gering ist. was meinst du dazu?

    Danke
    Monty

    • Hallo Monty,

      dieses Konzept ist ja nur eine mögliche Antwort auf den neuen Ball. Klar kann man mit einem dickeren Schwamm gewisse Probleme ausgleichen. Wer aber vorher schon nicht gerne mit maximalen Schwämmen gespielt hat, wird auch mit dem Plastikball kein anderes Ergebnis erwarten können.
      Grundsätzlich hat ein dickerer Schwamm den Vorteil, dass mehr Katapult, Dynamik und Rotation möglich sind. Nachteilig ist die schlechtere Kontrolle und, dass das Spielgefühl des Holzes weniger zum Tragen kommt. Besonders Vollholzspieler merken dies. Bei den meisten Belägen entsteht zudem der Eindruck, dass diese weicher wirken in der Max-Version und weniger direkt.
      Letztendlich gibt es noch nicht DIE ANTWORT auf den neuen Polyball und ich glaube auch nicht, dass im Zusammenhang mit den neuen Spieleigenschaften es eine generelle Lösung für alle gibt. Eines ist aber sicher. Es wird weniger Rotation im Spiel sein und ein anderes Ballabsprungverhalten in den verschiedenen Situationen ist zu beobachten. Der Zwang, den manche sich Einreden, alles ausgleichen zu müssen, durch schnellere Beläge etc., ist gar nicht nötig. Denn alle haben dieses Problem.

      Viele Grüße,

      Marcel

  40. Hallo Marcel!

    Nach über 30 Jahren Tischtennis-Abstinenz habe ich vor ca. 3 Monaten wieder begonnen zu spielen und habe sofort wieder Feuer gefangen.
    Der Komplettschläger von Joola (Pro Carbon), den ich mir zum Wiedereinstieg zugelegt hatte, war mir von Anfang an viel zu langsam und nicht griffig genug. Also musste was „vernünftiges“ her.
    Nach der Lektüre dieses und unendlich vieler weiterer Tests habe ich mir folgenden Schläger zusammengestellt:

    Holz: Gewo Velox alpha Overdrive, konkav
    Belag VH: Tibhar Evolution EL-S, 2,0 mm, schwarz
    Belag RH: Tibhar Genius Optimum Sound, 1,8 mm, rot

    Nach zwei Mal trainieren muss ich leider sagen, dass mir der Schläger nicht sonderlich liegt.
    Zwar kann ich mit dem Evo starke und harte Topspins erzeugen, aber irgendwie habe ich nie das Gefühl die volle Kontrolle zu haben. Der Ball fühlt sich an, wie ein Flummi. Etwas außerhalb der Mitte getroffen scheint der Ball außerdem stärker und unkontrollierter zu beschleunigen, wodurch dieser dann des Öfteren über die Platte fliegt.
    Bei harten Schlägen habe ich zudem das Gefühl, dass der Ball durch den Belag aufs Holz schlägt, was ich sehr irritierend finde. Bis auf das „Durchschlagen“ gilt ähnliches für die Rückhandseite.
    Trotz meiner langen TT-Pause, denke ich, dass ich über eine ganz ordentliche Technik verfüge, weshalb ich nicht zwingend mein Spiel für die Unzulänglichkeiten verantwortlich machen will (bestenfalls teilweise).
    Subjektiv habe ich das Holz als „Übeltäter“ im Verdacht. Ich habe mich beim Kauf wegen des, laut Beschreibung, „ausgewogenen Verhältnis zwischen Tempo und unglaublicher Kontrolle“ und wegen des niedrigen Preises dafür entschieden.
    Welche Hölzer würdest du für den Evo EL-S empfehlen? Ich tendiere im Moment zu einem Carbon verstärktem, schnellerem Holz.

    Es ist aber auch denkbar, dass ich mich grundsätzlich mit einem derart schnellen Belag nicht allzu wohl fühle. Frustriert nach dem letzten Training habe ich anschließend noch für 10 Minuten den Schläger eines Kollegen angespielt und mit diesem bin ich fantastisch klargekommen. Ich habe fast keine Fehler gemacht, die Vorhand knallhart ziehen können und auch gute Kontrolle auf der Rückhand gehabt.
    Sein Schläger:

    Holz: Butterfly Mizutani ZLC
    Belag VH: Xiom Omega IV Europe, max
    Belag RH: Xiom Omega IV Asia, ca. 1,8 oder 2,0 mm

    Der Schläger hat sich wirklich komplett anders angefühlt, als mein Neuer. Ich hatte immer das Gefühl die „totale Kontrolle“ zu haben. Einzig die Topspins waren etwas rotationsärmer.
    Auch hier habe ich das Holz als entscheidenden Faktor ausgemacht. Leider liegt es weit außerhalb meiner Preistoleranz.
    Daher wollte ich fragen, ob du (oder gerne auch andere, die das lesen) mir ein vergleichbares Holz zu einem günstigeren Preis empfehlen kannst. Meine Schmerzgrenze liegt in etwa bei 70€. Als Beläge würde ich dann ebenfalls die Xioms nehmen, außer, du hast eine bessere Empfehlung.

    Besten Dank fürs Durchkämpfen meiner Textwand 😉

    LG Friesel

    • Hallo Friesel,

      für 70€ gibt es leider kein Holz wie das Mizutani. Ich denke auch, dass es dir dennoch zu schnell sein würde auf Dauer.

      Ein gutes Holz, welches eine sehr gute Ballrückmeldung hat, wäre das Appelgren WC89. Es kostet UVP 100€, aber mit Rabatten bekommt man es für 75-80€. Das wäre jetzt die Premium-Lösung und auch meine Empfehlung für dich und deine Situation.

      Denke, dass die Beläge auch gut auf dem Holz harmonieren würden. Als Schwammstärken würde ich 2,0mm VH und 1,8mm RH empfehlen. Würde auch den Omega IV Europe ersteinmal beidseitig empfehlen. Der Asia ist doch sehr hart und schnell.
      Dein Feeling und die Konstanz muss nach so langer Tischtennisabstinenz auch erst wieder aufgebau werden. Mit dem der oben genannten Lsöung hast du einen guten Mix zwischen Kontrolle und Geschwindigkeit.

      Hoffe das hilft dir weiter.

      Viele Grüße,
      Marcel

      • Hi Marcel!

        Vielen Dank für deine Antwort!

        Der Kollege hat mir seine Beläge aufgeschrieben und dabei die Seiten vertauscht, d.h. der härtere Omega IV Asia in max ist auf der Vorhandseite und der weichere Europe auf der RH.
        Das würde ja dann bedeuten, dass ich mit einem harten und schnellen Belag auf der VH doch ganz gut zurechtkomme. Zumindest mal deutlich besser, als mit meinem weicherem Evo EL-S. Aber wie schon gesagt, denke ich, dass das Holz ein entscheidender Faktor ist und das würde ja ebenfalls bedeuten, dass ich mit einem härteren Holz gut umgehen kann 😉
        Was meinst du damit, das Mizutani sei „auf Dauer zu schnell“? Wenn ich länger als 10 Minuten spiele und in unterschiedliche Spielsituationen gerate? Ansonsten würde ich nämlich vermuten, wenn ich ein solches Holz über längere „Dauer“ spiele, ich mit der Zeit immer besser damit klar kommen sollte 😉

        Ich bin übrigens nach längerer Internet-Recherche zu Butterfly Alternativen auf sogenannte „Clones“ gestoßen. Yinhi und Sanwei scheinen zwei chinesische Marken zu sein, die ziemlich gute „Kopien“ herstellen.
        Besonders das „Sanwei F3 Pro“ hat mir sehr zugesagt. Es soll den Hölzern „Timo Boll Spirit“ bzw. „Timo Boll ALC“ nachempfunden sein und kostet nur einen Bruchteil.
        -> https://www.experttabletennis.com/best-table-tennis-blades/ (kurze Erwähnung in der Mitte des Artikels)
        Bei spinfactory.de kostet dieses zur Zeit nur €41,90!

        Was hältst du von solchen Clones im Allgemeinen und hast du eine Meinung zum Sanwei F3 Pro?

        Das Appelgren WC89 werde ich mir später mal genauer ansehen.
        Das ist dieses hier, oder: https://www.contra.de/de/donic-holz-world-champion-89-appelgren.html

        LG Friesel

        • Hallo Friesel,

          das Mizutani ist einfach sehr schnell. Nach der ersten Euphorie schätze ich halt, dass es doch zu unkontrolliert ist, und sich mehr und mehr Fehler einstellen. Aber ich kann mich da auch irren.

          Interessanterweise spielen einige in meinem Verein genau diese Kombi, Omega IV Asia auf Vorhand und Omega IV Europe auf der Rückhand.

          Ich habe gute und schlechte Erfahrungen mit den chinesischen Nachbauten gemacht. Ich würde da nie eine grundsätzliche Antwort geben. Auch nicht auf ein Modell bezogen, sondern es muss jedes einzelne Exemplar für sich selbst bewertet werden. Die Schwankungen bei den chinesischen Herstellern sind zum Teil extrem.

          Das Sanwei F3 Pro habe ich persönlich noch nicht gespielt. Es ist aber davon auszugehen, dass es nicht exakt die gleichen Spieleigenschaften wie sein Vorbild ausweist.

          Genau. Das Appelgren WC 89.

          Gruß,

          Marcel

  41. Hi Marcel!

    Vielen Dank für deine Einschätzung!

    Ich habe mich gestern vor meinem dritten Training mit der neuen „Hardware“ dazu durchgerungen, positiv an die Sache zu gehen. Will sagen, ich werde den Schläger nicht verdammen, sondern es einfach nochmal damit versuchen. Wenn der Kopf schon von vornhinein sagt, „das Ding ist Mist“, wird das eh nix mit dem Gerät, also Limonade aus Zitronen machen 😉
    Tatsächlich hat es dann im Training schon deutlich besser geklappt. Ich bin vermutlich einfach diesen enormen Katapult Effekt nicht gewohnt. VH/RH Topspin kamen super, einzig wenn ich die Bälle nicht ausgespielt habe (heißt das so?), kamen oft unkontrollierte Querschläger zu Stande. Allgemein hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, langsame Bälle zu spielen.

    Noch ein paar Anmerkungen zu deinem Kommentar:
    1. Von Euphorie konnte während des Anspielens keine Rede sein. Ich war nur überrascht, wie gut ich die Bälle kontrollieren konnte, nach der enttäuschenden Performance mit meinem neuen Schläger.
    Ich habe übrigens jetzt auch zum ersten mal mit dem Tenergy 05 eines Kollegen gespielt. Als Holz hat er ein Butterfly Werner Schlager (Version unbekannt), das auch recht schnell ist (glaube ich). Mit diesem Schläger bin ich ähnlich gut zurechtgekommen, wie mit dem Mizutani/Omega IV Asia. Ich hatte einfach immer das Gefühl die volle Kontrolle zu haben, was nach wie vor bei meinem Schläger nicht der Fall ist.
    Ich denke einfach, das ich eine Affinität zu schnellem, hartem Material habe, weil es anscheinend meiner Spielanlage und Technik entgegenkommt.
    2. Kann es sein, dass der IV Asia ein Auslaufmodell ist? In einem englischen Shop wurde nur noch der IV Pro geführt, der ja in etwa dem Asia entspricht.
    3. Nach dem was man so im Internet liest, scheint Sanwei ein wirklich guter und seriöser Hersteller zu sein, weshalb ich nicht annehme, dass es eine nennenswerte Streuung in der Qualität ihrer Produkte gibt.
    Wenn ich mich also entscheide, mich neu zu „beschlägern“, dann ist der Sanwei F3 Pro (vorerst) meine erste Wahl.

    LG,
    Friesel

  42. Hi Marcel, super Bericht zum El-S. Danke dafür.

    Hab direkt auch mal ne Frage. Du hast geschrieben, dass der EL-S mir Vollhölzern nicht so harmoniert. Habe derzeit das Korbel SK 7. Meinst du, dass das passt ? Ist ja ein zumindest Butterflys schnellstes Vollhölzern laut Eigenwerbung.

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