Tibhar Evolution MX-S

Mit großer Vorfreude wurde die Neuerscheinung des Tibhar Evolution MX-S erwartet. Eines der ersten in Deutschland erhältlichen Exemplare konnte nun getestet werden.

Die Erwartungen waren natürlich groß. Der MX-S soll im Gegensatz zum MX-P nicht auf maximales Tempo ausgerichtet sein, sondern den Fokus auf den maximal möglichen Spin legen. Mit diesem Versprechen lag die Messlatte natürlich sehr hoch, zumal schon andere TT-Firmen Beläge auf den Markt gebracht haben, die mehr Rotation und eine bessere Ankopplung zwischen Belag und Ball, besonders im Bezug auf den neuen Plastikball, besitzen sollen.

Tibhar Evolution MX-S Frontcover und Belag
Tibhar Evolution MX-S Frontcover und Belag
Rückseite
Rückseite

Zunächst einmal ein paar Fakten. Der Tibhar Evolution MX-S liegt mit seinen 50g im geschnittenen Zustand völlig im Trend mit den Konkurrenz Belägen. Wie man auf den Bildern sehen kann, besitzt der MX-S sehr flache breite Noppen. Der Schwamm ist großporig, was nicht sonderlich überrascht. Der Schwamm ist hart, denke ziemlich genau 47,5 Grad kommen hin. Im Gegensatz dazu ist die Gummimischung des Obermaterials etwas flexibler und sehr griffig. Die Schwammstärke des Testbelages ist  2,1~2,2mm. Getestet wurde auf verschiedenen Hölzern von Butterfly und Xiom.

Noppenstruktur und Schwamm
Noppenstruktur und Schwamm
Noppenstruktur
Noppenstruktur

 

Spieleigenschaften des Tibhar Evolution MX-S

Beim Einkontern fiel direkt das gute Gefühl auf, welches der MX-S vermittelt. Das Tempo ist ein Stück niedriger als vom MX-P, aber schneller als der EL-P. Der Katapult ist ebenso niedriger. Die Kontrolle ist überragend. Beim Blockspiel macht der Ball das, was man will. Besonders die weich gezogenen gegnerischen Topspins konnten sauber ohne Durchrutschen geblockt werden. Der MX-S nimmt den Spin sehr gut an, bietet aber dennoch eine gute Kontrolle durch den deutlichen, wenn auch moderaten Katapult. Aktive Block, ob mit Vorhand oder Rückhand, Spinblocks und der Schuss auf Topspins sind die Stärken im passiven Spiel. Bei langsamen, passiven Blocks kommt es auf den richtigen Schlägerwinkel an, wobei bei richtig ausgeführten Schlägen der Block auch kommt.

Die ersten Topspins auf Konter deuteten schon das enorme Potential des Belages an. Insgesamt ist die Flugkurve höher als beim MX-P. Der MX-S hat sowohl bei langsam als auch bei schnell gezogenen Bällen mehr Spin und Kurve. Dennoch ist der MX-S keinesfalls ein langsamer Belag!

Nahezu fehlerfrei war das Spiel bei Topspin gegen Topspin. Einer meiner Kollegen meinte, das sowohl das Tempo als auch der Spin nach belieben dosiert werden kann, was für sein Spiel essentiell ist, da er fast ausschließlich aus der Halbdistanz angreift und abwehrt. Aus meiner Sicht ist der Tibhar Evolution MX-S für den Gegentopspin aus der Halbdistanz der zur Zeit beste Belag auf dem Markt. Kein Durchrutschen, optimaler Ballkontakt und Mix aus Spin und Speed.

Der Topspin auf Unterschnitt ging ebenfalls sehr gut. Die Flugkurve ist sehr hoch, wobei diese zwischen MX-P und einem Tenergy 05 liegt. Schnelle Eröffnungen konnten beim Evolution MX-S ebenso sehr druckvoll gestaltet werden. Der Evolution MX-P ist aber bei dieser Schlagart im Vorteil, da mehr Dampf hinter die Bälle kommt. Der Spielzug rotationsreiche Eröffnung und harter Endschlag ist mit dem MX-S ein Traum, da der Belag beides kann. Während ich selbst mit dem Tenergy 05 immer gute Eröffnungen hin bekomme, aber der zweite, dritte Topspin zu langsam waren und mit dem MX-P die Eröffnung eine kleine Katastrophe war, so sind die vielseitigen Topspinfähigkeiten des Tibhar Evolution MX-S von großem Vorteil. Der MX-S spricht somit den modernen, variablen Topspinspieler an, der sowohl weiche, Eröffnungen als auch harte Endschläge für sein Spiel nutzt. Es ist davon auszugehen, dass viele Spieler mit der Hauptschlagart Topspin im Tibhar Evolution MX-S ihren neuen Belag finden werden.

Der Aufschlag ist eine weitere Stärke. Der MX-S besitzt sehr viel Rotation und sehr gute Platzierungsmöglichkeiten. Dabei war erstaunlich, wie leicht die Umstellung auf diesen Belag ging. Der optimale Ballkontakt ist bei sehr schnellen, flach getroffenen Aufschlägen für die Rotation entscheidend und der MX-S bietet sehr gute Unterstützung. Der Rückschlag ging auch sehr platziert. Der noch teilweise störende Katapult des MX-P beim Kurzlegen ist nicht zu vermerken. Die Schnittanfälligkeit ist etwas ausgeprägter, wobei dafür sowohl das Tempo moderater und als die Kontrolle besser ist. Jegliche Art von Bananenflips oder harten Vorhandflips gingen gut, wenn auch nichts besonderes dabei festzustellen war.

Sowohl in der Ballonabwehr als auch auf der anderen beim Schuss hat MX-S die Fähigkeit gutes Tempo, maximale Kontrolle des Gegnerischen Spins und eine gute länge zu geben. Somit sinkt die Fehlerquote enorm. Das maximale Tempo beim Schuss liegt im oberen drittel der modernen Tensorbeläge. Zu erwähnen sind auch noch die Gegenangriffe, die mit ausreichendem Tempo gemacht werden können.

Tibhar Evolution Vergleich

#NAMERATINGPreisEinzelbewertungLINK
1

Tibhar Evolution EL-S

92.33
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
96
Qualität/Haltbarkeit
88
Preis-Leistungsverhältnis
93
Jetzt bestellen
2

Tibhar Evolution EL-P

89.00
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
92
Qualität/Haltbarkeit
87
Preis-Leistungsverhältnis
88
Jetzt bestellen
3

Tibhar Evolution FX-S

89.00
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
91
Qualität/Haltbarkeit
88
Preis-Leistungsverhältnis
88
Jetzt bestellen
4

Tibhar Evolution MX-S

89.00
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
93
Qualität/Haltbarkeit
86
Preis-Leistungsverhältnis
88
Jetzt bestellen
5

Tibhar Evolution MX-P

87.67
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
91
Qualität/Haltbarkeit
85
Preis-Leistungsverhältnis
87
Jetzt bestellen
6

Tibhar Evolution FX-P

87.33
Testbericht lesen

44,90€

Spieleigenschaften
90
Qualität/Haltbarkeit
85
Preis-Leistungsverhältnis
87
Jetzt bestellen

Fazit

Mit Sicherheit ist der Tibhar Evolution MX-S ein Muss zum Testen für jeden Angriffsspieler. Der MX-S ist für alle Arten von Topspins sehr gut zu brauchen und bietet dabei stets optimalen Ballkontakt. Die Ballflugkurve ist hoch, aber nicht die höchste aller vorhandenen Beläge.

Die absolute Stärke findet der Tibhar Evolution MX-S in seiner Ausgeglichenheit, maximalen Spin, beim Gegentopspin aus der Halbdistanz und den Platzierungsmöglichkeiten. Nach insgesamt 6 Stunden zeigt der MX-S logischerweise noch keine Abnutzung, einen Bericht zur Haltbarkeit wird es wohl erst in ein oder zwei Monaten geben können. Festzuhalten ist auch, dass Tibhar nicht zu viel mit seinem neuen Evolution verspricht.

Während die bisherigen Evolution MX-P, EL-P und FX-P wahre Katapult und Tempomonster waren, bietet die Variante MX-S deutlich mehr Spin, Kontrolle und die Möglichkeit selbst das Tempo zu beeinflussen. Ich wäre nicht überrascht, wenn es zur übernächsten Saison auch einen EL-S und FX-S geben würde.

Käufer würden sich auf alle Fälle finden, da das überarbeitete Obergummmi des MX-S auch bei Medium- und Softbelag Spielern gut ankommen würde. Tibhar legt mit seinem Evolution MX-S  eine neue Messlatte, die erst erreicht werden muss.

Vergleich zu den anderen Tibhar Evolution Belägen

Tibhar Evolution MX-S

44,90€
Tibhar Evolution MX-S
89

Spieleigenschaften

9/10

    Qualität/Haltbarkeit

    9/10

      Preis-Leistungsverhältnis

      9/10

        Pros

        • sehr guter Spin
        • enorme Power
        • Topspinspiel

        Cons

        • Schwer zu Kontrollieren
        • schneller Armzug notwendig

        37 Gedanken zu “Tibhar Evolution MX-S

        1. Echt eine super Review! Danke 🙂
          Aber eine Frage hab ich noch : Wie sieht es denn nun aus mit der Haltbarkeit des Belags??
          Lg Pottler

          • Hi,

            der Belag ist erst zwei Monate auf dem Markt. Daher halte ich mich bezüglich der Aussagen über die Haltbarkeit noch zurück. Schlechter als die Haltbarkeit der anderen Evolution Beläge ist der MX-S auf keinen Fall.

            Gruß,

            Marcel

        2. Nachtrag zur Haltbarkeit:

          Wie der MX-P hält der Evolution MX-S zwei bis drei Monate bei intensivem Training (3-4x pro Woche) und vier bis sechs Monate bei regelmäßigem Einsatz (1-3x pro Woche).

        3. Hallo Marcel,

          ich liebe die Seite einfach. Einfach ein super Job, den du da machst.
          Immer aktuell und auf deine Testberichte ist immer Verlass.
          Decken sich eigentlich zu 99 % mit meinen Erfahrungen.
          Was spielst du eigentlich zur Zeit für Material? Wo spielst du und könntest du einen kleinen Vergleich zwischen den MX-S und den Xiom Omega V Europe machen? Gern auch per Mail.
          Vielen Dank für deine Zeit 🙂

          MfG Chris

        4. Ich finde den XOVE für die VH geeigneter und den MX-S für die Rückhand geeigneter. Meiner Meinung nach ist es leichter die Bälle kurz zu halten mit dem MX-S und der grip für einen Banana-Flip ist einfach enorm. Auch Unterschnitt Bälle lassen sich super spielen mit dem Belag. Ist vom XOVE eher nicht so die Paradedisziplin. Mann muss sich erstmal an den quasi nicht existenten Katapult gewöhnen. Ist anfangs ungewohnt, aber wenn man weiß damit umzugehen, dann will man nichts anderes mehr spielen. Ich bin durch mit der Testerei; zumindest vorerst 🙂

          MfG Chris

        5. Hallo Marcel,

          sehr gute Reviews, Respekt. Ich spiele gerade den Donic Baracuda in max und bin sehr zufrieden mit dessen Eigenschaften. Etwas mehr Tempo dürfte er haben, einen Tick härter dürfte er sein. Wäre der MX-S ein verbesserter Baracuda aus Deiner Sicht? Welche Beläge kommen in Frage? Danke für Anregungen.

          Gruß Dirk

          • Hallo Dirk,

            schneller ist der MX-S, Schwamm ist auch härter, allerdings ist das Obergummi weicher.

            Auf Anhieb fallen mir zwei Beläge ein. Zum einen der Tibhar Aurus, welcher härter ist als der Baracuda. Geschwindigkeit ist so gesehen schneller, als dass die Ballflugkurve mehr nach vorne gerichtet ist.
            In jedem Fall ein schnellerer und härterer Belag als der Donic Baracuda ist der Xiom Omega V Asia. Vor allem in Sachen Spinpotential ist der OV Asia eine Waffe. Wenn du einen testen möchtest, so könnte ich noch einen herum liegen haben.

            Gruß,

            Marcel

        6. Hallo Marcel,

          zu allererst möchte ich dich für die tolle Seite loben. Ich schaue immer mal wieder gern rein. Derzeit spiele ich den MX-S auf einem Holz mit Kunstfasern. Zuvor hatte ich den Tenergy 05 auf einem Vollholz gespielt. Mit dem Tenergy 05 auf dem Vollholz habe ich unfassbar gute Aufschläge hinbekommen, die mir 3-4 direkte Punkte pro Satz beschert haben. Mit dem MX-S auf dem Holz mit Kunstfasern (Carbon), sind meine Aufschläge spürbar harmloser. Ein Experte im TT-Shop meinte, der Tenergy 05 sei dem MX-S in puncto Aufschläge überlegen und es hätte nichts mit dem Holz zu tun. Wie siehst du das? Ansonsten versuche ich als letzte Option den EL-S im Sommer, bevor ich dann wieder zu dem Tenergy 05 greife.

          LG Ronny

          • Hallo Ronny,

            ich muss dem Experten aus dem TT Shop zustimmen. Im Spinspiel, vor allem beim Aufschlag, erzeugt der Tenergy 05 wahnsinnig viel Rotation. Obwohl auch der MX-S dafür gut bis sehr gut geeignet ist, kommt dieser nicht ganz an den T05 heran. Und wenn das für dein Spiel unabdingbar ist, so wirst du um den Tenergy 05 nicht herum kommen. Der EL-S wird auch nicht mehr Rotation als der MX-S erzeugen können.

            Das verwendete Holz spielt natürlich bei der Spinerzeugung eine Rolle, aber im Verhältnis zum möglichen Spin zwischen den beiden Belägen ändert sich (fast) nichts. So könntest du mit einem weichen Vollholz kombiniert mit dem MX-S den verlorenen Spin ausgleichen, wenngleich mit einem T05 auf dem Vollholz widerum noch mehr Rotation möglich wäre.

            Und danke für dein Lob!

            Gruß,

            Marcel

        7. Danke für die schnelle und hilfreiche Antwort, Marcel!

          Bei zwei Expertenmeinungen werde ich voll wieder zum T05 auf einem Vollholz wechseln. Kannst du mir in puncto (Allround-)Vollholz etwas empfehlen? Ich bin ein klassischer Allroundspieler: Überwiegend mit der Vorhand angreifen, aber nicht auf den tödlichen Endschlag ausgerichtet, viel Blocken und gerne Unterschnitt- und Ballonabwehr. Also so ziemlich das ganze Repertoire ausgenommen hohes Tempo.

          Vorher habe ich das Andro Temper Tech All+ Holz gespielt und liebäugel mit dem Nimatsu Celsior 5.2 Control ALL. Kannst du mir weiche Vollhölzer empfehlen, die ich in der Sommerpause antesten kann?

          Danke im Voraus!

          Gruß,

          Ronny

          • Hallo Ronny,

            das Nimatsu Celsior 5.2 Control sollte schon eine gute Wahl sein. Daneben ist das Donic Appelgren Allplay eine Alternative, wenn es um kontrollierte, weiche Vollhölzer geht. Es ist zudem seit Jahren auf dem Markt und sehr beliebt.

            Denke, dass du mit einem der beiden Hölzer, kombiniert mit dem T05, das gewünschte Spiel aufziehen kannst.

            Viele Grüße,

            Marcel

        8. Spieleigenschaften

          0.00

          Qualität/Haltbarkeit

          9.10

          Preis-Leistungsverhältnis

          7.90

          hallo ich hab mal ne frage wie ist der Absprung im vergleich mit dem xiom omega v pro.

          • Hallo Justin,

            beide Beläge haben eine mittelhohe Ballflugkurve. Der MX-S besitzt mehr Power und Geschwindigkeit, wodurch dessen Flugkurve weiter ist.
            Der Omega V Pro ist einfacher zu spielen, während der MX-S mehr Körpereinsatz, Schulter-Armbewegung sowie Handgelenkeinsatz benötigt, um gut spielbar zu sein.

            Gruß,

            Marcel

        9. danke für die Antwort aber eine kleine frage habe ich noch im vergleich zum t05 ist der leichter oder schwerer zu spielen

          • Die Frage ist, was du unter leichter oder schwerer spielen verstehst? Generell ist der Schwamm des MX-S härter und sehr viel eigener Armzug und Körpereinsatz notwendig. Dagegen ist der Tenergy 05 einfacher im Topspinspiel einsetzbar, ist allerdings wesentlich schnittempfindlicher im passiven Spiel.

          • Der Ballabsprung ist beim T05 schon deutlich höher, dafür besitzt der MX-S eine weitere Ballflugkurve und hat mehr Temporeserven. Der Vergleich ist dahingehend ähnlich wie zum EL-S.

            Gruß,

            Marcel

        10. Hallo Marcel. Von mir ebenfalls ein großes Lob für deine ausführlichen Testberichte. Eine Frage hätte ich. Ich hatte lange Zeit den Tibhar evolution mx-p in der Schwammstärke 1.7mm auf der Vor und Rückhand in Kombination mit meinem tibhar samsonov force pro gespielt. Nachdem ich hier deinen Testbericht über den mx-s gelesen hatte bin ich zu diesem Belag erfolgreich gewechselt. Ebenfalls in je 1.7mm Vor und Rückhand. Das etwas weniger an Katapult hat mir sehr gut getan und mein passiv Spiel in Block und Konter ebenfalls verbessert. Jetzt hab ich allerdings in der letzten Zeit mit einem Tennisarm zu kämpfen und habe daher nicht mehr den schnellsten Armzug um den mx-s komplett auszureitzen. Ich bin jetzt daher am überlegen vom mx-s auf den weicheren fx-s in je 1.7mm zu wechseln da dieser laut Beschreibung einen nicht ganz so schnellen Armzug benötigt. Den el-s hatte ich schon probiert. Dieser hatte mir dann doch wieder zu viel Katapult. Was meinst du zu meinem Vorhaben? Bin mir sehr unsicher da ich eigentlich immer mit härteren Belägen besser klar kam und die Streuung beim Block und auch passiv Spiel geringer war. Gruß Benny

          • Hallo Benny,

            das ist ein schwieriges Problem. Grundsätzlich sollte der FX-S gut für dich sein, da dieser deutlicher weniger wiegt, was ja bei einem Tennisarm von Vorteil ist. Mehr Katapult als der MX-S hat der Belag in jedem Fall.
            Aus gesundheitlicher Perspektive würde ich dir in jedem Fall zum Umstieg auf ein leichteres Material raten (weichere Beläge sind meist leichter) und in Kauf nehmen, dass etwas Präzision verloren geht. Alternativ geht natürlich auch ein leichteres Holz und darauf die MX-S Beläge.
            Also kurz gesagt, solltest du aus meiner Sicht das Gesamtgewicht des Schlägers reduzieren und halt einen Kompromiss für dein Spiel suchen.

            Gruß,
            Marcel

            • Erst mal vielen Dank für deine Rückmeldung.
              Die Idee mit der Gewichts Reduzierung ist erst mal ein guter Anhaltspunkt. Mein Holz möchte ich eigentlich beibehalten und probier daher erst mal die weicheren evolution fx-s Beläge aus. Etwas mehr Katapult könnte das geringere Tempo von den mx-s Belägen bei langsamerem Armzug vielleicht wieder ausgleichen. Ob ich mit den weichen Belägen klar komme bei meiner Technik muss ich erst mal ausprobieren und natürlich weiter sehen ob es meinem Tennisarm überhaupt entgegen kommt. Der Katapult hält sich bei der geringen Schwammstärke die ich spiele hoffentlich noch in Grenzen. Nach deinem Testbericht zu folge soll sich der fx-s Belag auch zum gegen Topspin eignen was ich für mein Spiel benötigte. Ich probiere mein Glück und kann ja nochmal berichten. Vielen Dank nochmal für deinen Rat. Gruß Benny

        11. Hallo Marcel.
          Ich habe den fx-s auf meinem Holz ausprobiert und folgendes festgestellt. :
          Zuerst war ich überrascht das sich der Belag gar nicht so weich spielt wie vermutet. Liegt eventuell an der geringen Schwammstärke und das Holz kommt durch . Zuerst konnte ich mit dem fx-s fast genau so weiter spielen wie mit meinem gewohnten mx-s. Gefühlsmäßig weniger Unterschied als ich dachte. Der Nachteil an den fx-s Belägen ist jedoch das ich im Spiel weniger Druck habe und beim Gegentopspin mir die Bälle im Netz hängen geblieben sind. Gefühlt war der Ballabsprung flacher. Ich musste sogar mit noch mehr Kraftaufwand spielen als vorher. Aufschlag Annahme empfand ich als wesentlich einfacher was den Belag für einige Spieler auf der Rückhand interessant machen könnte. Da ich für mein Spiel etwas mehr Druck benötigte , werde ich bei dem evolution mx-s bleiben und dann doch mal ein leichteres Holz probieren.
          Ich hab sogar noch ein Tibhar samsonov force pro Black Edition zuhause, das um einiges leichter ist als mein normales force pro. Soweit ich das black edition noch in Erinnerung habe spielt es sich nicht ganz so steif und hat einen etwas höheren Ballabsprung als das normale force pro. Sollte der Versuch auch keine Erleichterung bringen, lass ich alles so wie es ist und setzte eine Zeit lang im Training aus, damit sich mein Tennisarm erholen kann. Sportliche Grüße Benny

          • Hallo Benny,

            hatte ich fast befürchtet, dass die Power fehlen wird. Das mit dem leichteren Holz halte ich für eine gute Idee. Aber wie schon geschrieben, irgendeinen Kompromiss musst du finden.

            Eine kleine Pause+Physiotherapie würde ich dir in jedem Fall anraten. So schön Tischtennis ist, die Gesundheit ist wichtiger.

            Hab du eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

            Gruß,

            Marcel

            • Das stimmt. Die Gesundheit geht vor, egal wie süchtig Tischtennis macht. Vielen Dank für die Tips und dir auch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Gruß Benny

        12. Hallo Marcel. Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr. Ich wollte mich nochmal melden und meine Eindrücke zu meinem Schläger Test schildern. Ich spiele jetzt das Samsonov force pro Black Edition mit meinen Evolution mx-s Belägen und bleibe dabei. Die gesamte Kombi ist zwar nur 6 gramm leichter, spielt sich aber doch etwas einfacher. Das Holz hat tatsächlich einen etwas höheren Ballabsprung und spielt sich gefühlt etwas weicher. Dadurch fällt es mir etwas leichter Topspin zu spielen. Der Kraftaufwand ist ebenfalls etwas geringer als mit dem normalen Samsonov force pro. Der Griff ist auch etwas dicker und der gesamte Schläger etwas weniger Kopflastig. Diese Faktoren scheinen meinem Tennisarm etwas entgegen zu kommen, da ich jetzt nach dem spielen nicht mehr die extremen Schmerzen habe als zuvor. Etwas Umstellung ist zwar notwendig, sollte ich aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut in den Griff bekommen. Vielen Dank nochmal für deine Tips. Gruß Benny

        13. Hi !
          Bin jetzt auch auf den MX-S in 1,8 gewechselt, nachdem ich zuvor einen Aurus Sound länger gespielt habe. Holz ist ein Boll Forte.
          Der zunächst von mir getestete FX-P war mir zu weich und zu katapultig (das hat mich schon auch beim Aurus Sound gestört).
          Mit dem MX-S gelingen mir jetzt plötzlich Blocks und Schüsse auf gegnerische Topspins nahezu mühelos.
          Ich muss sagen, das war eine echte Offenbarung mit dem MX-S.
          Erstaunlich finde ich besonders die Möglichkeit, gegnerische Angaben kurz zurück zu legen. Das ist super einfach mit diesem Belag, viel leichter als mit dem Aurus Sound, wo mir stark unterschnittene Angaben oder auch Schupfs immer extrem schnell vom Belag weggeflogen sind. Das passiert hier kaum mal.
          Auch das Anziehen von unterschnittenen Bällen ist sehr einfach mit dem MX-S. Ich finde hier die weichen, katapultigen Beläge deutlich unkontrollierter als den MX-S. Bei den langen, schnellen Armbewegungen, die ich versuche auszuführen, hat der Katapult anderer Beläge mir eigentlich immer nur Schwierigkeiten gemacht.
          Ich kann nicht nachvollziehen, warum dieser Belag hauptsächlich für höherklassige Spieler empfohlen wird. Ich selbst spiele nur 2. KK, und komme super damit zurecht.
          Möglicherweise liegt diese Einschätzung daran, dass der Begriff Kontrolle zu oft in Assoziation mit passiven oder defensiven Schlägen benutzt wird.
          Was nützt mir ein langsamer „Kontrollbelag“, wenn jeder Eröffnungs-Spin im Netz landet, weil der Belag schlicht und einfach zu langsam dafür ist ? „Kontrolle“ bedeutet, dass der Ball dorthin geht wo er hin soll. Nach dieser Definition kann je nach Spielertyp ein schneller Offensivbelag unter Umständen „kontrollierter“ sein, und das nicht nur in höheren Spielklassen. Es kommt halt immer auf den individuellen Spieler an.
          Gruß, Thomas

          • Hallo Thomas,

            ich gebe dir recht. Auch harte und schnelle Beläge können für den einen oder anderen Spieler in den unteren Klassen interessant sein. Besonders in den niedrigeren Schwammstärken.
            Die meisten Spieler jedoch haben Schwierigkeiten mit den harten Belägen, die doch sehr viel Schnitt annehmen und im offenen Spiel, bei unsauberer Technik, im Netz landen oder hinten raus fliegen. Da sind Softbeläge oder moderate Beläge die bessere Lösung.
            Zudem lassen sich harte Beläge besser steuern und präziser spielen, sofern das beherrscht wird. Und das trifft in deinem Fall zu.
            Pauschale Lösungen gibt es nicht. Ich versuche die Beläge einfach ein wenig einzuordnen, für welcher Spielertypen diese passen. Und sehe ich den MX-S, vor allem in den dickeren Schwammstärken und in Verbindung mit einem Offensivholz, bei den höherklassigen Spielern mit mehr Trainingsaufwand eher.

            Gruß,

            Marcel

            • Gut, zur Zeit trainiere ich auch dreimal die Woche. Vielleicht gehts auch deswegen so gut damit… 😉
              Und ich hab früher meistens Chinabeläge (Friendship) gespielt, daher bin ich wahrscheinlich an Härte gewöhnt. Der MX-S ist beim Schuss z.B. sehr ähnlich, aber viel dynamischer.
              Die eigentliche Überraschung beim MX-S ist aber die Kontrolle beim Schupfen. Das fand ich beim Aurus Sound nicht so toll.

        14. Hallo Marcel,

          Ich bin vor kurzem auf der Vorhand vom Evo Mx-p zum El-s gewechselt, da ich mir mit dem auf US leichter tue, weil die Ankopplung einfach besser ist. Jetzt überlege ich das weichere Spielgefühl durch ein etwas härteres Holz auszugleichen (ZJ/Freitas ALC oder Mizu SZLC statt meines Innerforce ALC).

          Da meine Gedanken im Sommer immer sehr viel ums Material kreisen, habe ich mir schon so die verschiedensten Kombis überlegt 🙂
          Schlussendlich bin ich auch beim Tuning und dem Falco Tempo Long Booster hängen geblieben.

          So spiele ich auch mit dem Gedanken den Mx-s getunt auszuprobieren. Ungetunt ist er mir wohl etwas zu hart und unlebendig. Hast du hier auch Erfahrungen sammeln können und könntest mir weiterhelfen?

          Hier wären ein paar Fragen falls du mir weiterhelfen kannst:
          Wie verhält sich der Mx-s getunt (wenn möglich auch im Vergleich zu Mx-p und El-s ungetunt) bzw. wie viel macht das Tuning wirklich aus? (habe da noch keinerlei Erfahrungen)
          Wie viel Schichten sind perfekt und wie erfolgt die optimale Anwendung?
          Ist der Falco Tempo Long wirklich der beste Tuner?
          Oder hast du evtl. auch noch andere Empfehlungen oder Tipps für mich?

          Ich wäre dir sehr dankbar wenn du mir da ein bisschen weiterhelfen könntest.

          LG Christoph

          • Hallo Christoph,

            das Tuning hat richtig angewendet folgende Effekte (ca. 6-8 Wochen)
            – Der Belag wird schneller
            – Der Belag wird etwas weicher
            – Der Belag erzeugt mehr Rotation und Sound (Frischklebeeffekt)
            – Der Belag besitzt mehr Spannung
            – Die Haltbarkeit nimmt rapide ab

            Das wichtigste beim Tuning ist, dass der Tuner komplett einziehen und wirken kann. Nach der Anwendung von 1-2 Schichten sollte der Belag für 3-5 Tage liegen gelassen werden. Erst wenn dieser wieder flach liegt, nachdem eine starke Wellung vorhanden war, sollte der Belag aufgeklebt werden.

            Es gibt natürlich auch andere Anwendungsarten. Eine davon werde ich vorstellen, sobald ich auf Youtube bin 🙂

            Den „besten“ Tuner gibt es nicht. Der Falco ist schon sehr gut und ich habe diesen früher selbst verwendet.
            Für Chinabeläge empfehle ich aber die Anwendung von Dianchi oder Haifu Tuner, weil diese die Beläge besonders weich machen.

            Mit den Evolutions habe ich keine guten Erfahrungen bezüglich des Tunings gemacht. Alle Evolution Beläge sind von Werk aus schon extrem stark geboostert und stehen unter starker Spannung. In den ersten 8 Wochen Spielzeit bringt das Tuning nur wenig und die Beläge leiden stark darunter.
            Dagegen finde ich ein Nachtunen nach 8 Wochen nicht verkehrt, um die ursprünglichen Eigenschaften wiederherzustellen. Aber das ist nur meine Meinung zu dem Thema.

            Also mein Rat ist, den MX-S nicht zu tunen und lieber deinem EL-S nach ein paar Wochen einen erneuten Kick zu geben.

            Viele Grüße,

            Marcel

        15. Spieleigenschaften

          0.00

          Qualität/Haltbarkeit

          9.30

          Preis-Leistungsverhältnis

          9.90

          Der MX-S in 2,0 ist ein erstaunlicher Belag für ambitionierte Nachwuchsspieler.Meine Tochter spielt nun schon im zweiten Jahr diese Beläge mit folgenden Erkenntnissen:
          – extrem gute Haltbarkeit und Konstanz der Spieleigenschaften über Monate hinweg trotz vieler,vieler Trainingsstunden (4-6 Trainingseinheiten pro Woche,trotzdem halten die Beläge über vier Monate und länger)
          – der Belag erlaubt kaum Fehler in der Stellung zum Ball und bestraft gnadenlos fehlerhafte Schlagbewegung =sofortige Rückmeldung an den Spieler mache ich etwas falsch?
          -Topspins müssen mit viel körpereinsatz gespielt werden ,perfekt zur Entwicklung korrekter Technik .
          -im Vergleich zum Genius erscheint der MX-S sehr linear in seiner Reaktion und erlaubt dem Spieler den ankommenden Spin auch zu verstehen zu lernen(wenn der Belag den spin schluckt,lerne ich ja nichts!)
          -Schläger hinhalten und Notschläge gehen gar nicht, das Material erfordert Konzentration und richtiges Timing.
          Der Belag fördert natürlich die Entwicklung hin zum modernen Spiel mit gefährlichem Aufschlag,
          Eröffnung und dem schnellen Suchen der Entscheidung obwohl auch sehr präzise und gefühlvoll geschupft werden kann.
          Alles in allem sicher nicht das Material um schnell zum Erfolg im Spiel zu kommen .Für Spieler die eine gute Grundtechnik entwickeln möchten um darauf aufbauend Erfolge zu erzielen sehr zu empfehlen.Geduld ,Ausdauer und Bereitschaft auch körperlich hart zu arbeiten ist wohl aber Pflicht.

          • Hallo Marcus,

            ich danke dir für deine Eindrücke und für die Erfahrungen deiner Tochter 🙂

            Der Tibhar Evolution MX-S ist ganz klar für den Leistungssport gemacht. Dabei spielt die Spielklasse keine Rolle, sondern die Trainingsintensität, Bereitschaft für Technikverbesserungen und die Art des Trainings. Ansonsten ist der Belag, wie du auch erkannt hast, sehr schwer zu spielen und erlaubt keine unsaubere Technik. Besonders das extreme Leistungspotential auszunutzen, erfordert sehr viel Übung. Und solange deine Tochter da voll mit zieht, kann sie so einen Belag auch spielen.

            Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören, welche Entwicklung deine Tochter noch nehmen wird 🙂

            Viele Grüße,

            Marcel

        Schreibe einen Kommentar

        %d Bloggern gefällt das: