TSP Ventus Spin

Vor einiger Zeit wurde ich auf den TSP Ventus Spin aufmerksam gemacht. Dieser Belag ist mir immer förmlich davon gelaufen. Direkt nach dem Erscheinen des Belags hatte ich diesen sogar mal auf meinem Ersatzschläger kleben, doch für mehr als 5 Minuten bei einem Minitest war nie Zeit.

Nun habe ich mir einen weiteren Ventus Spin zugelegt. Auf den Test war ich doch sehr gespannt.

Spieleigenschaften des TSP Ventus Spin

Das Einspielen mit dem TSP Ventus Spin ging ohne Probleme. Der Belag vermittelt ein sehr gutes Ballgefühl und einen sehr angenehmen Touch. Das Tempo liegt im Mittelfeld der ESN Beläge. Der Medium-Soft Belag besitzt auch einen gut einsetzenden Katapult. Von der Gesamthärte und dem Spielgefühl ist dieser dem andro Hexer Duro sehr ähnlich, wenngleich es natürlich auch diverse Unterschiede gibt.

Topspin und Gegentopspin

Im Topspinspiel erzeugt der Belag eine mittlere Ballflugkurve, was Länge und Höhe betrifft. Das Rotationsniveau ist eher durchschnittlich. Besonders die gefühlvollen Topspinschläge gelingen problemlos. Mit einer sauberen Technik gespielt können auch schnelle Topspins gezogen werden. Der TSP Ventus Spin ist aber allein aufgrund seines Medium-Soft Schwammes kein Killerbelag.

Anspruchsvolle Gegentopspins aus der Halbdistanz sind, bis zu einem mittleren Tempo, ebenso möglich. Der Ballkontakt ist gut. Dennoch besteht eine gewisse Durchrutschproblematik bei harten Gegenspins, die alle älteren ESN Modelle aufweisen. Der Fokus des TSP Ventus Spin liegt auch mehr bezogen auf die sicheren und gefühlvollen Schläge.

Tischnah und in der Halbdistanz funktioniert der Belag gleichermaßen gut, was an den ausgeglichenen Spieleigenschaften liegt. Im Vergleich zum andro Hexer Duro besitzt der Ventus Spin ein ähnliches Tempo. Die Ballflugkurven sind ebenso vergleichbar. Darüber hinaus bekomme ich aber etwas mehr Rotation auf die Platte als mit dem Hexer Duro. Dafür ist die Katapultwirkung und das fehlerverzeihende Spielgefühl beim andro Pendant etwas besser.

Aufschlag, Rückschlag, Block und Schuss

Das Aufschlagspiel kann mit dem Ventus Spin sicher und platziert gestaltet werden. Das Rotationsniveau ist gut und im Mittelfeld des Belagspektrums. Im Touchplay über dem Tisch vermittelt der Belag eine besondere Sicherheit. Die Spinanfälligkeit hält sich in Grenzen, wodurch der Belag auch für Spieler geeignet ist, die Probleme mit dem ankommenden Spin des Gegners haben.

Der Rückschlag kann wohl dosiert und mit einer guten, variablen Länge gespielt werden. Beim Flip über dem Tisch kann sowohl weich als auch mittelschnell eröffnet werden. Die Platzierungsmöglichkeiten sind dabei die herausragenden Eigenschaften. Kommt der Aufschlag des Gegners mal zu Lang, dann kann zudem enorm sicher eröffnet werden. Als typischer Rückhandbelag, der variable Allrounderfähigkeiten besitzen muss, ist der TSP Ventus Spin bestens geeignet.

Eine große Stärke des TSP Ventus Spin liegt im Blockspiel. Da der Belag relativ wenig Rotation annimmt und über eine gute Katapultwirkung verfügt, sind passive Blockbälle sehr einfach und mit einer guten Übersicht spielbar. Aktive Blockbälle besitzen ebenso eine gute Qualität. Am besten hat mir der Spinblock gefallen, der sehr flach auf der gegnerischen Plattenseite wegtaucht.

Im Schussspiel ist der Belag grundsolide. Auch hierbei kann sehr platziert gespielt werden. Knallharte Endschläge sind jedoch schwieriger, da einfach die nötige Durchschlagskraft fehlt. In der Ballonabwehr zeigt sich der Ventus Spin als sehr fehlerverzeihend und mit einer guten Länge ausgestattet. Taktische Gegenangriffe und Gegenspins sind ebenfalls in einem gewissen Rahmen möglich.

Fazit zum TSP Ventus Spin

Ein Vergleich mit dem andro Hexer Duro ist nicht weit hergeholt. Beide Beläge spielen sich sehr ausgeglichen, haben einen ähnlichen Härtegrad und eine vergleichbare Ballflugkurve. Der Ventus Spin ist aber spinniger und gefährlicher, während der Duro im passiven Spiel noch überzeugender ist.

Wer sich einen TSP Ventus Spin zulegt, der sucht einen variablen Medium-Soft Belag, der eine gute Rotation erzeugt und auch den einen oder anderen Fehler verzeiht. Besonders für viele Rückhandstrategien ist der Belag, allen voran für Spieler in den unteren Spielklassen, bestens geeignet.

Lobenswert ist auch das gute Preis-Leistungsverhältnis, kostet ein TSP Ventus Spin nur UVP 36,90€!

TSP Ventus Spin

TSP Ventus Spin
87

Spieleigenschaften

8/10

    Qualität/Haltbarkeit

    9/10

      Preis-Leistungsverhältnis

      9/10

        Pros

        • Ausgeglichene Spieleigenschaften
        • Fehlerverzeihend
        • Blockspiel
        • Preis

        Cons

        • Durchschlagskraft
        • Maximaler Spin und Tempo

        3 Gedanken zu “TSP Ventus Spin

        1. Hallo Marcel

          Ich spiele den Ventus Spin in 1.8 auf der Rückhand nun seit 5 Monaten in der Meisterschaft. Vorher habe ich den Donic coppa x2 paltin soft gespielt (ebenfalls in 1.8). Gewechselt habe ich, da ich mir mehr Spin sowie weniger Katapult gewünscht habe. Beides wurde erfüllt.

          Nun ist mir aber aufgefallen, dass beim Schussspiel sehr viele Bälle im Netz landen!
          Das war bisher einer meiner Stärken!
          Grundsätzlich möchte ich variabel mit der Rückhand spielen können (d.h. alle Schlagarten). 7x Topspins mit der Rückhand ziehen ist nicht meine Stärke. Wichtig ist jedoch, dass ich wie gesagt variabel mit der Rückhand agieren kann, aber auch sehr gut eröffnen kann!

          Aufgefallen ist mir auch, dass ich mit dem Ventus Spin gegen Unterschnittbälle relativ mit Schmackes den Schlag ausführen muss, ansonsten landen die Unterschnittbälle/Topspins ebenfalls im Netz. (Liegt wahrscheinlich am geringen Katapult).

          Hast du ein Tipp für mich?
          Anstatt 1.8mm in 2.0mm?
          Anderer Belag? (Ewigs Beläge testen möchte ich aber auch nicht)

          Zur Info: ich spiele ein 7-schichtiges Off-Holz mit 2 softcarbonschichten und Hinoki Aussenfurnieren (Sanwei HC.5). Relativ weicher Anschlag und mit gewissem Katapult!

          • Hallo Tino,

            du musst dir einfach die Frage stellen, was dir wichtiger ist. Mehr Spin/Rotation und weniger Katapult oder mehr Katapult und lineare Beschleunigung.
            Grundsätzlich hilft auch eine höhere Schwammstärke, um im Schussspiel mehr Druck hinter den Ball zu bekommen. Dafür ist es dann wiederrum schwieriger mit der Kontrolle. Von ein 1,8 auf 2,0 ist jetzt kein riesiger Sprung, aber dennoch zu beachten.
            Also wenn du prinzipiell mit dem Belag zufrieden bist, dann würde ich den Schritt auf 2,0 machen. Es ist immer noch besser, als jetzt in der Winterpause mit dem Testen anzufangen. Eine Idee hätte ich schon, aber der Zeitpunkt ist jetzt nicht so passend für Experimente.

            Gruß,
            Marcel

        2. Hallo Marcel,

          Ich danke dir für dein Feedback! Wie du treffend formuliert hast, ist der Zeitpunkt für eine grössere Umstellung nicht der Richtige. Alles ändern will ich ja auch nicht! Grundsätzlich habe ich einfach das Gefühl, dass der Ventus Spin einen Ticken zu wenig Katapult hat für mein Spiel. Nach 5 Monaten sollte ich mich ja an die Belageigenschaften gewöhnt haben! Mir ist einfach aufgefallen, dass ich bei den besagten Schlägen zu viele Netzbälle habe.

          Evtl. gehe ich auf 2.0mm hoch! Ich merke ja rasch, ob es den gewünschten Effekt bringt oder nicht!

          Um meine Neugier zu besänftigen … du hast geschrieben, dass du eine Idee hättest? An was hast du gedacht?
          (Keine Angst ich werde einen Belagwechsel frühestens Ende Saison in Betracht ziehen)

          Ich danke dir auf jeden Fall für deinen Input!

          Off-topic: Übrigens bin ich noch ein Feedback schuldig wegen meinem Umstieg/Belagwechsel auf der Vorhand vom Aurus Soft zum Evolution EL-S. Werde das gerne während den Festtagen nachholen!

          Merci & Gruss
          Tino

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