TTBL Saisonbericht 2016/2017

TTBL Saisonbericht 2016/2017

Gliederung:

  1. Tischtennis Bundesliga – Einleitung & Vorstellung – Wer schreibt hier?
  2. Der Aufbau der Saison – So funktioniert die TTBL
  3. Das Spielsystem der TTBL – Wie wird gespielt?
  4. Zusammenfassung der Saison 2016/2017
  5. Tischtennis Bundesliga komplex – Einzelberichte zu allen Spieltagen
  6. Fazit für die Vereine – Wer kann zufrieden sein, wer nicht?
  7. Das Konzept TTBL – Pro & Contra
  8. Ausblick auf die Saison 2017/2018 – Wer spielt wo?
  9. Vorschau auf kommende Berichte – Wie geht’s weiter?

Tischtennis Bundesliga – Einleitung & Vorstellung – Wer schreibt hier?

Ich möchte euch heute den allerersten TTBL Bericht auf TT-Spin präsentieren.

Aber zuerst mal möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Mika, bin 21 Jahre alt, Student und spiele seit 2004 Tischtennis. Außerdem begeistere ich mich für alles, was mit Tischtennis im weitesten Sinne zu tun hat, weshalb ich hier in Zukunft Berichte zur höchsten Spielklasse in Deutschland, der TTBL, Berichte veröffentlichen werde. Diese sollen in regelmäßigen Abständen erscheinen, damit ihr euch immer auf den aktuellen Stand bringen könnt, was in der TTBL gerade passiert.

Beginnen werde ich heute mit einer Einführung in die TTBL, sowie einer Zusammenfassung der Saison 2016/2017, die erst vor einigen Tagen mit dem Play-Off Finale zu Ende gegangen ist.

Der Aufbau der Saison – So funktioniert die TTBL

Zunächst möchte ich allen Lesern, die sich bis dato nicht großartig mit der TTBL beschäftigt haben, den Ablauf der Saison erläutern.

Wie zum Beispiel auch in der Fußball Bundesliga gibt es eine Vorrunde und eine Rückrunde.
In beiden Halbrunden spielt Jeder gegen Jeden, wobei am Ende der Rückrunde der Tabellenerste nicht automatisch Meister ist, wie es beim Fußball üblich ist.

In der TTBL qualifizieren sich die besten vier Mannschaften nach der regulären Saison für die Play-Off Halbfinal-Spiele.

Dort trifft dann der Tabellenerste auf den Vierten, sowie der Zweitplatzierte auf den Dritten.
Die Halbfinals werden im Best-Of-Three Modus gespielt, was bedeutet, dass die beiden Mannschaften, die zwei Begegnungen für sich entscheiden können, das Finale der PlayOffs erreichen.

Das Finale hingegen wird in einer alles entscheidenden Begegnung ausgetragen.

Somit kann theoretisch ein Team Meister werden, dass nach der normalen Saison auf Platz Vier gelandet ist.

Das Spielsystem der TTBL – Wie wird gespielt?

Nachdem ihr nun wisst, wie die Saison an sich abläuft, werde ich noch kurz auf das aktuelle Spielsystem der TTBL eingehen.

Die Mannschaften spielen immer mit drei Spielern und es wird kein Doppel gespielt.

Außerdem geht eine Begegnung immer solange, bis eine Mannschaft drei Einzel gewinnt, weshalb die Zuschauer maximal fünf Partien sehen.

Der Ablauf ist immer gleich, wobei zunächst der an Eins aufgestellte Spieler der Heimmannschaft gegen die Zwei der Gäste spielt. Danach spielt die Zwei der Heimmannschaft gegen die Nummer Eins der Gäste. Und im letzten Spiel des „ersten Durchgangs“ spielen die beiden Dreier gegeneinander.
Sollte noch keine Entscheidung gefallen sein, folgen nun Spiel vier und eventuell Spiel fünf.

Doch davor können die Trainer, wenn sie möchten, einen Spieler auswechseln. Dies kann entweder aus taktischen Gründen oder aufgrund einer Verletzung geschehen.

Danach spielen zunächst beide Einser gegeneinander, bevor sich im letzten Einzel noch die beiden Zweier miteinander messen müssen.

Zusammenfassung der Saison 2016/2017

Als nächstes möchte ich euch schnell einen Überblick geben, wie die Saison 16/17 verlaufen ist, damit jeder auf dem neusten Stand kommt.

Nach der Vorrunde belegte die Borussia aus Düsseldorf mit 7:1 Siegen den ersten Platz.

Eine Niederlage mehr hatten Ochsenhausen und Fulda-Maberzell auf den Plätzen zwei und drei.
Den letzten Play-Off Platz hatte Saarbrücken mit 5:3 Siegen inne, dicht gefolgt von Bergneustadt (4:4 Siege).

Nur noch minimale Chancen auf die Play-Offs rechnete man sich mit 3:5 Siegen in Mühlhausen aus. Im hinteren Drittel der Tabelle fanden sich Bremen (7. mit 2:6 Siegen), Grünwettersbach (8. mit 2:6 Siegen), sowie Grenzau mit nur einem einzigen Sieg wieder.

Am Ende der regulären Saison standen die ersten vier Teams in der gleichen Reihenfolge wie zur Winterpause auf den Play-Off Plätzen. Allerdings konnte sich Düsseldorf klar als Erstplatzierter qualifizieren mit 14:2 Siegen.

Dahinter hatten Ochsenhausen, Fulda-Maberzell und Saarbrücken exakt die gleiche Bilanz mit 11:5 Siegen, weshalb die Spieldifferenz hier die Entscheidung über die Plätze zwei bis vier bringen musste. Somit stand Ochsenhausen vor Fulda-Maberzell. Saarbrücken sicherte sich den letzten Platz für das Halbfinale.

Dahinter kam Bergneustadt mit 8:8 Siegen ins Ziel, wobei man bis zuletzt noch um einen möglichen Play-Off Platz gekämpft hatte.

Grünwettersbach (6:10 Siege) konnte sich im Vergleich zur Vorrunde verbessern und ließ Mühlhausen (5:11 Siege) hinter sich.

Vorletzter wurde am Ende Bremen mit 4:12 Siegen, womit man Grenzau auf Abstand hielt, denen mit nur einem Sieg pro Halbrunde (2:14 Siege) nur noch der letzte Platz blieb.

Damit trafen in den Play-Off Halbfinal spielen Düsseldorf und Saarbrücken, sowie Fulda-Maberzell und Ochsenhausen aufeinander.

Fulda machte in zwei Spielen kurzen Prozess mit den jungen Wilden aus Ochsenhausen und zog mit 3:0 und 3:1 in das TTBL Finale ein.

Spannender ging es da im anderen Halbfinale zu, in dem Düsseldorf zwar Partie Nummer eins mit 3:1 gewinnen konnte, allerdings das zweite Spiel in Saarbrücken mit dem gleichen Ergebnis verlor.
Somit musste das dritte und entscheidende Spiel in Düsseldorf den zweiten Finalisten hervorbringen.

Mit den heimischen Fans im Rücken konnte sich Düsseldorf mit 3:0 durchsetzen, wobei zwei der drei Einzel erst im 5. Satz entschieden wurden.

Nun war alles für das Finale der TTBL am 10.6.2017 in Frankfurt gerichtet.

Rekordmeister Borussia Düsseldorf traf hier auf die Herausforderer von RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Und die Düsseldorfer ließen nichts anbrennen, gewannen deutlich mit 3:0 und sicherten sich damit den Titel in der TTBL 2016/2017. Dies ist nun die vierte Meisterschaft in Folge für die Borussen. Zusätzlich konnte man auch noch den Titel im Pokalwettbewerb Anfang des Jahres gewinnen.

Mit Düsseldorf setzte sich also auch der Titelfavorit  in der abgelaufenen Spielzeit durch.

Tischtennis Bundesliga komplex – Einzelberichte zu allen Spieltagen

Das erste Wochenende im März war aufgrund der nationalen Deutschen Meisterschaften natürlich spielfrei, weshalb es erst am zweiten Wochenende im März mit dem Spielbetrieb der TTBL weiter ging.

Spieltag der Tischtennis Bundesliga am 12.3:

1. FC Saarbrücken TT vs. SV Werder Bremen 3:1

In diesem Heimspiel konnte Saarbrücken wieder auf den Einsatz von Patrick Franziska bauen, der den formschwachen Patrick Baum ersetzen sollte.
Außerdem liefen Tiago Apolonia und Bojan Tokic für die Saarländer auf.
Die Bremer stellten neben Bastian Steger und Hunor Szocs noch Kirill Skachkov auf.
Im ersten Spiel ließ Apolonia seinem Gegner Szocs nicht den Hauch einer Chance und gewährte dem Bremer in drei Sätzen ganze elf Punkte.
Nur fünf Punkte mehr gelangen Skachkov bei seiner Niederlage gegen Tokic in drei Sätzen. Damit war der Sieg dem Gastgeber fast nicht mehr zu nehmen.
Aber Steger hatte etwas dagegen und bezwang im Duell der Nationalspieler Franziska in vier Sätzen. Und beinahe gelang Skachkov auch noch der Sieg gegen Apolonia zum 2:2 Ausgleich, doch der Portugiese hatte im fünften Satz die besseren Nerven und brachte den 3:1 Sieg für Saarbrücken unter Dach und Fach. Dies bedeutete nochmals wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell vs. TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Sowohl die Gäste aus dem Westerwald, wie auch Fulda konnten in diesem Spiel nicht auf ihr komplettes Stammpersonal zurückgreifen. Bei Grenzau fehlten sowohl der Spitzenspieler Lei Kou, als auch Kohei Sambe. Dafür spielten neben Liang Qiu die Ersatzspieler Jörg Schlichter und Luka Fucec. Fulda musste nur ihre Nummer drei, Jonathan Groth, mit dem Routinier Thomas Keinath ersetzen.
Damit gingen die Hessen mit Ruwen Filus und Wang Xi als haushoher Favorit in diese Begegnung. Doch direkt im ersten Spiel zwischen Wang und Qiu wurde es äußerst eng.
Qiu, der in dieser Saison schon bewiesen hat, dass er gegen Abwehr sehr gut spielen kann, konnte seine 2:1 Satzführung nicht zum Sieg retten. Am Ende gewann Wang den fünften Satz ganz knapp. Fulda führte nun mit 1:0.
Danach hatte Filus gegen Ersatzmann Schlichter keine größeren Schwierigkeiten und erhöhte nach drei schnellen Sätzen auf 2:0 für Fulda.
Aber auch in diesem Match erkämpften sich die Gäste den Ehrenpunkt.
So konnte Fucec den Ersatzmann der Hessen Keinath ebenfalls in drei Sätzen bezwingen.

Beim Stand von 2:1 musste allerdings Schlichter erneut an die Platte und das auch noch gegen den deutschen Vizemeister Filus. Immerhin einen Satz konnte er dem Abwehrkünstler klauen, was aber am Ende nichts an der Niederlage ändern konnte. Mit dem Sieg gegen den ersatzgeschwächten Tabellenletzten hält Fulda weiterhin den Abstand zu Saarbrücken.

TTC Schwalbe Bergneustadt vs Borussia Düsseldorf 1:3

Das Duell, der wie fast immer topbesetzten Gastgeber mit Steffen Mengel, Ricardo Walther und Benedikt Duda, gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger aus Düsseldorf, war da vom Verlauf her schon ein wenig spannender.
Die Borussia schonte erneut Timo Boll und schickte daher Kristian Karlsson, Stefan Fegerl und Anton Källberg in das NRW-interne Duell.
Direkt im ersten Spiel zwischen Walther und Fegerl ging es über die Distanz.
Fegerl ließ sich dabei von einem 1:2 Rückstand nicht irritieren und bog das Spiel noch zu seinen Gunsten um. Führung Düsseldorf also.
Danach überzeugte Duda gegen den jungen Schweden Källberg mit einem souveränen 3:0 Sieg und sorgte damit für den zwischenzeitlichen Ausgleich.
Im dritten Spiel konnte Karlsson gegen Mengel wie schon zuvor sein Teamkollege das Spiel nah einem 1:2 Rückstand noch drehen und brachte damit das zweite enge Spiel auf Düsseldorfer Seite.
Darauf gelang Walther gegen Källberg fast das gleiche Kunststück zu Gunsten für die Schwalben. Doch am Ende hatte hier Källberg in der Verlängerung des fünften Satzes knapp die Nase vorn.
Damit gewannen beide Teams je neun Sätze, doch der 3:1 Sieg und die beiden Punkte wurden von den Gästen aus Düsseldorf mitgenommen.

ASV Grünwettersbach vs TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

Die Überraschung des Spieltages spielte sich allerdings in Grünwettersbach ab. Hier forderten Masataka Morizono, Alvaro Robles und Dang Qiu den PlayOff-Kandidaten aus Ochsenhausen, der mit Simon Gauzy, Jakub Dyjas und Yuto Muramatsu angereist war.
Zu Beginn konnte Morizono seine in der Rückrunde bisher weiße Weste gegen Dyjas mit einem Sieg in vier Sätzen weiterhin sauber halten.
Die Führung der Gastgeber währte jedoch nicht lange, da Gauyz in einem engen Spiel gegen Qiu den fünften Satz deutlich gewinnen konnte.
So ging bei ausgeglichenem Spielstand Robles gegen den Abwehrspezialisten Muramatsu an den Tisch und zog dem Japaner mit einer starken Leistung innerhalb von drei Sätzen den Zahn.
Damit war der Außenseiter wieder in Front und Gauzy musste gegen Morizono gewinnen um das entscheidende letzte Einzel zu erzwingen.
Doch der Grünwettersbacher dachte gar nicht daran seine „Zu-Null-Bilanz“ in der Rückrunde herzugeben, und bezwang den Franzosen überraschend und das auch noch in einem kurzen Dreisatzspiel.
Das bedeutete zugleich den 3:1 Sieg für Grünwettersbach, mit dem die wenigsten gerechnet haben dürften.
Für Ochsenhausen ist der Punktverlust nicht entscheidend für die PlayOffs, aber dennoch überraschend.

Tischtennis Bundesliga Spieltag am 17. und 19.3:

TTF Liebherr Ochsenhausen vs Post SV Mühlhausen 3:1

Zum Start dieses Spieltages trafen Ochsenhausen und Mühlhausen schon freitags aufeinander.
Der Gastgeber konnte mit Simon Gauzy, Jakub Dyjas und Yuto Muramatsu aus dem Vollen schöpfen, wohingegen bei Mühlhausen erneut Lars Hielscher fehlte, der durch Erik Schreyer ersetzt wurde. Außerdem gingen Ovidiu Ionescu und Spitzenspieler Daniel Habesohn für den SV an die Platte.
Im Eröffnungseinzel zwischen Gauzy und Ionescu behielt der junge Franzose die Oberhand und brachte Ochsenhausen mit seinem Sieg nach vier Sätzen zunächst in Führung.
Aber auch die Nummer Eins der Gäste Habesohn konnte sein Spiel gegen Dyjas 3:1 gewinnen und sorgte damit vorerst für den Ausgleich.
Nun musste allerdings Ersatzmann Schreyer gegen Muramatsu antreten, und der Japaner ließ ihm in drei kurzen Sätzen nicht den Hauch einer Chance und brachte den TTF wieder 2:1 in Front.
Das Duell der beiden Spitzenspieler Gauzy und Habesohn sollte das spannendste Spiel des Tages werden. Habesohn gewann den ersten Satz in der Verlängerung, bevor Gauzy selbiges im zweiten Satz gelang. Den Schwung konnte er auch in Satz drei mitnehmen und ging mit 2:1 Führung. Im vierten Satz machte es der Ochsenhausener aber nochmal spannend, und konnte erst beim Stand von 17:16 den Sack endgültig zu machen.
Insgesamt also ein verdienter und auch eingeplanter 3:1 Sieg von Ochsenhausen über Mühlhausen.

TTC Zugbrücke Grenzau vs 1.FC Saarbrücken TT 1:3

Sonntags ging es dann in der TTBL-Konferenz mit drei Spielen weiter.
Hier traf der Tabellenletzte aus Grenzau, erneut ohne Lei Kou, dafür mit Kohei Sambe, Liang Qiu und Aushilfe Luka Fucec auf die Saarbrückener Tiago Apolonia, Bojan Tokic und Patrick Franziska.
Zu Beginn gab es direkt eine Überraschung, als Sambe den erfahrenen Tokic in vier umkämpften Sätzen bezwingen konnte. Doch davon ließen sich die Gäste nicht groß beeindrucken, und Apolonia konnte Ersatzspieler Fucec in drei Sätzen die Grenzen aufweisen.
Ein weiteres enges Spiel in erneut vier Sätzen wurde den Fans danach zwischen Qiu und Franziska geboten. Hier war nun der Saarbrückener oben auf und konnte sein erstes Einzel nach seiner Verletzungspause gewinnen.
Damit stand es also 2:1 für die Gäste, und Apolonia konnte den Sieg gegen den jungen Japaner Sambe schon perfekt machen.
Auch hier ging es über eine Distanz von vier Sätzen, und der Portugiese musste zwischenzeitlich sogar eine Behandlungspause nehmen, aber letztendlich konnte er sich ins Ziel retten und gewann 3:1.
Das gleiche Ergebnis stand am Ende auch für Saarbrücken zu Buche, die damit wichtige Punkte mitnehmen konnten im Kampf um den vierten Platz.

SV Werder Bremen vs TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3

Die direkten Konkurrenten von Saarbrücken um den letzten Play-Off Platz aus Bergneustadt, namens Steffen Mengel, Ricardo Walther und Benedikt Duda waren damit gezwungen in Bremen zu gewinnen, um noch Chancen auf Platz Vier zu haben.
Der SV aus Bremen wollte das natürlich verhindern, und schickte Bastian Steger, Kirill Skachkov und Hunor Szosc in das Duell.
Die Schwalben mussten direkt einen Dämpfer hinnehmen, als Steger gegen Mengel im Duell der Nationalspieler einen starken 3:0 Sieg erspielte.
Somit war es an Duda gegen Szosc zunächst mal für den Ausgleich aus Bergneustädter Sicht zu sorgen. Das gelang ihm, zwar nicht so deutlich wie Steger zuvor, aber nach vier teils sehr engen Sätzen lautete der Sieger Benedikt Duda.
Beim Spielstand von 1:1 kam es zum Duell zwischen Skachkov und Walther.
In einem deutlichen Spiel konnte Walther hier nach nur drei Sätzen für die 2:1 Führung der Schwalben sorgen. Damit sah es wieder gut aus für die Mannschaft aus NRW.
Im vierten Spiel ging es zwischen Steger und Duda über die volle Distanz, wobei am Ende Steger seinen Aufwärtstrend bestätigen konnte und nun für das 2:2 sorgte.
Also musste das letzte Spiel die Entscheidung bringen: Hunor Szosc gegen Steffen Mengel.
Und hier wurde es nochmal richtig spannend.
Beide Spieler wollten den Sieg für ihre Mannschaft holen, weshalb es auch hier in den fünften Satz ging.
Hier konnte Mengel beim Spielstand von 8:10 zwei Matchbälle abwehren bevor es in der Verlängerung Szosc war, der mehrfach den Sieg verhindern konnte.
Doch irgendwann gelang es Mengel bei Aufschlag des Bremers den Matchball zum 16:14 zu nutzen. Damit konnten die Bergneustädter nach fast vier Stunden Spielzeit nochmal den Kopf aus der Schlinge ziehen, und haben so noch Chancen Saarbrücken von Platz Vier zu verdrängen.
Der nächste Schritt soll hierbei das direkte Duell am nächsten Spieltag sein.

Borussia Düsseldorf vs ASV Grünwettersbach 1:3

In der letzten Begegnung der Konferenz trafen Düsseldorf und Grünwettersbach aufeinander. Die Karlsruher spielten in Stammbesetzung mit Masataka Morizono, Alvaro Robles und Dang Qiu.
Bei Düsseldorf spielte lediglich Timo Boll erneut nicht, was aber keine große Überraschung mehr ist mittlerweile. Also startete die Borussia mit Kristian Karlsson, Kamal Achanta und Stefan Fegerl.
Los ging es vor 800 Zuschauern mit einem schwedisch-spanischen Duell. Karlsson vs Robles: Und es ging direkt turbulent los. Robles konnte eine 2:1 Führung und Matchbälle im 4. Satz nicht nutzen, was der Schwede im 5. Satz bestrafte und für die Düsseldorfer Führung sorgte.
Diese sollte jedoch nicht lange halten, da der Grünwettersbacher Spitzenspieler aus Japan, Morizono mit Fegerl in drei Sätzen kurzen Prozess machte.
Nun gingen Achanta und Qiu an den Tisch und es stellte sich die Frage wer brachte hier seine Mannschaft in Führung.
Und dem junge Qiu gelang hier tatsächlich der überraschende 3:1 Sieg gegen den Inder. Somit also Vorteil für Grünwettersbach, und das zeigte Wirkung bei Düsseldorf.
Anton Källberg wurde für Karlsson eingewechselt und sollte es gegen Morizono besser machen als Fegerl zuvor.
Besser machte er es schon, allerdings reichte es am Ende dennoch nicht gegen den aggressiv spielenden Japaner. Zwar vergab dieser noch einige Matchbälle in Satz Nummer fünf, aber konnte dann doch noch einen Punkt zum 11:8 erzielen.
Damit sorgte er zusammen mit seinem Team für die Überraschung des Spieltages, und bezwang das Topteam aus Düsseldorf.
Außerdem bleibt Morizono damit in der Rückrunde weiter ungeschlagen und damit auch bester Spieler der Halbrunde.
Der Punktverlust wird Düsseldorf am Ende vermutlich nicht weiter schmerzen, da sie trotzdem auf Platz eins bleiben sollten.

Spieltag der TTBL am 26.3:

Am vorletzten Spieltag wurde den Zuschauern nochmal einiges geboten, da drei von vier Partien über die volle Distanz gingen.
Und zudem kam es noch zu direkten Duellen um die PlayOff-Plätze. Spannung war also vorprogrammiert.

ASV Grünwettersbach vs SV Werder Bremen 2:3

Das Spiel zwischen Grünwettersbach und Werder Bremen hatte zwar nichts mit den PlayOffs zu tun, sollte aber dennoch äußerst eng werden.
Die Gastgeber aus Karlsruhe um Masataka Morizono, Dang Qiu, Alvaro Robles und Samuel Walker wollten natürlich unbedingt ihr letztes Heimspiel gegen die Bremer gewinnen. Die Gäste aus dem Norden, Bastian Steger, Hunor Szocs und Kirill Skachkov wollten hingegen mit Punkten von der letzten Auswärtsfahrt zurückkommen.
Es ging gleich eng zur Sache, als Morizono sich ordentlich strecken musste um einen 1:2 Rückstand gegen Skachkov noch zu seinen Gunsten zu drehen.
Die Führung der Gastgeber konnte Nationalspieler Steger in vier Sätzen gegen Robles wieder egalisieren.
Der Sieger aus dem Duell der beiden Dreier konnte nun seinem Team wieder in die bessere Ausgangslage bringen.
Dadurch ergab sich ein äußerst enges Spiel zwischen Qiu und Szocs, das erneut erst im Entscheidungssatz entschieden werden konnte. Diesmal jedoch knapp zugunsten der Bremer.
Somit musste Morizono gegen Steger nun gewinnen, um den Grünwettersbachern noch die Chance auf den Sieg zu erhalten.
Und auch diesmal gelang es dem Japaner, durch einen 3:0 Sieg, in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen zu bleiben.
Nun musste das letzte Einzel zwischen dem eingewechselten Walker und Skachkov die endgültige Entscheidung bringen.
Zunächst konnte Walker in Führung gehen, musste dann jedoch einsehen, dass er aktuell nicht seine beste Leistung abrufen kann, und verlor die drauf folgenden drei Sätze.
Bremen konnte also knapp in Grünwettersbach gewinnen, was im Endeffekt auf beide Teams keine Auswirkungen hat.

Post SV Mühlhausen vs Borussia Düsseldorf 2:3

Mühlhausen empfing mit Kamal Achanta, Kristian Karlsson und Coach Danny Heister, den Tabellenführer aus Düsseldorf, der sowohl auf Boll und Fegerl, als auch auf Källberg verzichtete.
Die Thüringer konnten mit Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu und Lars Hielscher in Bestbesetzung antreten.
Damit sollte es kein einfaches Match werden für die Borussia, was direkt im Eröffnungsmatch zwischen Habesohn und Achanta deutlich wurde.
Der Inder sah nach den ersten beiden Sätzen schon wie der sichere Sieger aus, aber der Mühlhausener gab sich nicht auf, und gewann die folgenden drei Sätze jeweils knapp und sorgte für die Führung.
Doch danach konnte Karlsson gegen Ionescu in vier Sätzen den Ausgleich wiederherstellen.
Danach musste Hielscher in seinem letzten Heimspiel gegen den Düsseldorfer Coach an die Platte. Erwartungsgemäß hatte der Routinier keine größeren Schwierigkeiten, und konnte mit einem 3:0 Sieg auf 2:1 aus Mühlhausener Sicht erhöhen.
Im Duell der beiden Spitzenspieler Habesohn und Karlsson konnte sich allerdings nun wieder der Düsseldorfer behaupten, und somit musste wie auch schon in Grünwettersbach das fünfte Einzel die Entscheidung bringen.
Die Zuschauer bekamen zum Abschluss ein sehr enges und umkämpftes Match zwischen Ionescu und Achanta zu sehen, welches erst im letzten Satz ganz knapp zugunsten des Düsseldorfers entschieden wurde.
Damit kann die stark ersatzgeschwächte Borussia trotz allem den Sieg aus Thüringen mitnehmen, und Mühlhausen wird sich sicherlich über den knapp verpassten Sieg ärgern.

TTC Schwalbe Bergneustadt vs 1. FC Saarbrücken TT 0:3

Ein nicht minder spannendes Spiel wurde zwischen Bergneustadt und Saarbrücken erwartet, da die Schwalben mit einem Sieg noch die Chance auf den letzten PlayOff-Platz gewahrt hätten.
Steffen Mengel, Ricardo Walther und Benedikt Duda wollten den Gästen aus Saarbrücken Patrick Franziska, Tiago Apolonia und Bojan Tokic also unbedingt die beiden Punkte abnehmen.
Vor nicht mal 150 Zuschauern, sollte es zunächst nach Plan laufen, da Duda gegen Franziska schnell mit 2:0 in Führung ging.
Jedoch verlor der Bergneustädter dann den Faden, und seine Teamkollegen mussten mit ansehen, wie er zunächst die Führung, und im fünften Satz dann auch das ganze Match verlor.
Der 0:1 Rückstand war mental keine große Hilfe für Walther in seinem Match gegen den Portugiesen Apolonia. Der Saarbrücker konnte seine gute Form der Rückrunde auch diesmal wieder abrufen, und gab Walther in drei Sätzen nicht die Möglichkeiten zu seinem eigenen Spiel zu finden.
Damit stand es nun schon 2:0 für die Gäste, und die Schwalben glaubten nun selbst nicht mehr wirklich an den so wichtigen Sieg.
Mengel versuchte gegen Tokic nochmal Alles, musste aber die ersten beiden Sätze knapp abgeben, bevor er dann den dritten Satz deutlich verlor. Der am Ende verdiente, aber in der Deutlichkeit nicht zu erwartende Sieg für Saarbrücken
bedeutet zugleich, dass der vierte und letzte PlayOff-Platz nun auch sicher an Saarbrücken vergeben ist.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell vs TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2

Das absolute Topspiel des Spieltages fand allerdings in Fulda statt, wo die beiden PlayOff Mannschaften aus Fulda-Maberzell und Ochsenhausen aufeinander trafen.
Hier ging es allerdings nur noch darum, wer im möglichen Entscheidungsspiel des PlayOff-Halbfinals Heimrecht haben würde. Denn schon vor der Partie stand fest, das dieses Spiel gleichzeitig Generalprobe für die PlayOffs sein wird.
Demnach wollten sowohl Ruwen Filus, Xi Wang und Jonathan Groth seitens der Hessen, als auch Simon Gauzy, Yuto Muramatsu und Joao Geraldo auf Ochsenhausener Seite, ihren Gegnern zeigen, worauf sie sich in den PlayOffs gefasst machen müssen.
Im ersten Einzel zwischen den beiden Abwehrspielern Wang und Muramatsu, hatte der Japaner die besseren Mittel, und siegte relativ souverän in drei Sätzen.
Gauzy hatte also die Chance mit einem Sieg gegen Filus auf 2:0 für Ochsenhausen zu erhöhen.
Der deutsche Abwehrspieler hatte aber etwas einzuwenden, und bezwang den französischen Spitzenspieler mit 3:1 und stellte damit auf 1:1.
Danach trafen die beiden Dreier, Groth und Geraldo aufeinander, wobei hier der Däne im Dienste der Hessen seiner Favoritenrolle gerecht wurde, und wie zuvor schon Filus, ebenfalls in vier Sätzen gewinnen konnte.
Nun musste Gauzy beim Spielstand von 1:2 gegen Wang Xi,den zweiten Abwehrspieler aus Fulda, gewinnen um sein Team im Spiel zu halten.
Diesem Druck konnte er Stand halten, und erzwang mit einem Sieg nach vier Sätzen das entscheidende fünfte Einzel zwischen Filus und Muramatsu.
Wie schon in Grünwettersbach und Mühlhausen ging es also auch hier über die volle Distanz. Erneut kam es zum Duell zweier Abwehrspieler, wobei dieses um einiges enger ablief, als das erste Einzel des Tages.
Filus ging zwar 2:0 in Führung, ließ sich allerdings von Muramatsu noch abfangen, weshalb der fünfte Satz die Entscheidung über Sieg oder Niederlage bringen musste.
Die 650 Zuschauer erlebten mit, wie Filus in diesem die Oberhand behielt, und mit 11:6 den Sack zumachte. Damit gewinnt Fulda-Maberzell das Spitzenspiel wie schon in der Vorrunde erneut mit 3:2.
Das Heimrecht im möglichen Entscheidungsspiel des Playoff-Halbfinals hingegen wird wohl Ochsenhausen haben, außer Fulda schlägt am letzten Spieltag Düsseldorf mit 3:0.
Heimrecht oder nicht, Fulda geht mit zwei 3:2 Siegen gegen Ochsenhausen im Rücken in die PlayOffs.

Tischtennis Bundesliga -Spieltag im März / Letzter Spieltag am 2.4:

TTC Zugbrücke Grenzau vs TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3

In Grenzau traten beide Mannschaften nicht komplett an, da die Gastgeber Spitzenspieler Lei Kou erneut mit Jörg Schlichter ersetzen musste. Außerdem spielten Liang Qiu und Kohei Sambe für die Westerwälder.
Bei Bergneustadt spielte neben Steffen Mengel und Ricardo Walther auch Florian Schreiner der für Benedikt Duda spielte. Für Schreiner und Walther war dies ihr letzter Einsatz im Trikot der Schwalben.

Mengel wurde zunächst von Qiu gefordert, der jedoch nur im ersten Satz wirklich mithalten konnte. Danach gewann der Bergneustädter drei Sätze am Stück zur 1:0 Führung für die Schwalben.
Das selbe Ergebnis erzielte Walther gegen Ersatzspieler Schlichter.
Somit gingen die Gäste relativ schnell und unspektakulär mit 2:0 in Führung.
In seinem ersten und auch letzten Einsatz für Bergneustadt in der TTBL konnte Schreiner seinem japanischen Gegner Sambe nicht viel entgegensetzen und verlor das Spiel in drei Sätzen.
Somit durfte Qiu beim Stand von 1:2 aus Grenzauer Sicht nochmals an den Tisch gegen Walther.
Aber der Bergneustädter ließ in seinem letzten Einzel nichts anbrennen und beherrschte seinen Gegner nach Belieben in ebenfalls drei sehr kurzen Sätzen.
Damit gewinnt Bergneustadt nochmals und sorgt damit für ein ausgeglichenes Verhältnis von Siegen zu Niederlagen in der Abschlusstabelle. Grenzau hingegen wird mit nur zwei Siegen abgeschlagener Letzter der TTBL.

1. FC Saarbrücken TT vs ASV Grünwettersbach 3:1

In Saarbrücken durften die Zuschauer wenigstens eine Mannschaft in Bestbesetzung anfeuern. Saarbrücken spielte erneut mit Patrick Franziska, Tiago Apolonia und Bojan Tokic. Die Gäste aus Grünwettersbach verzichteten erneut auf den japanischen Topspieler Masataka Morizono und traten mit Alvaro Robles, Dang Qiu und Samuel Walker an.
Die Begegnung wurde von Franziska und Walker eröffnet.
Der deutsche Nationalspieler kam nach 0:1 Rückstand gut in das Spiel, und konnte die folgenden drei Sätzen für sich entscheiden.
Mit der Führung im Rücken nahm es nun Apolonia mit dem jungen deutschen Qiu auf.
Der Saarbrückener konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und ging schnell mit 2:0 in Front. Doch dann kämpfte sich Qiu besser ins Spiel und machte Apolonia mehr und mehr Probleme. Dem Portugiesen gelang es nicht das Match zu beenden, und so holte sich Qiu Satz Nummer drei und vier. Und auch im Entscheidungssatz behielt der Grünwettersbacher die Oberhand und siegte noch nach einer furiosen Aufholjagd.
Dieser Überraschungssieg verlieh seinem Teamkollegen Robles im darauffolgenden Match gegen Tokic allerdings keinen Aufwind. Der Serbe in Saarbrückener Diensten ließ Robles in drei nicht wirklich spannenden Sätzen nicht den Hauch einer Chance.
Damit hatte Franziska in seinem zweiten Match gegen Qiu nun die Chance es besser zu machen als Apolonia zuvor, und den Sieg seiner Mannschaft perfekt zu machen.
Diese Chance ließ er sich nicht entgehen, und sorgte mit einem 3:1 Sieg im Duell der deutschen Nationalspieler für die Entscheidung zugunsten des Play-Off Teilnehmers aus dem Saarland.

SV Werder Bremen vs Post SV Mühlhausen 3:2

Sowohl die Gäste aus Mühlhausen, als auch die Bremer Gastgeber boten im letzten Spiel nochmal ihre beste Mannschaft auf.
Bei Bremen waren das Bastian Steger, Kirill Skachkov und Hunor Szosc.
Auf Mühlhausener Seite hieß die Besetzung Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu und Lars Hielscher, der sein allerletztes Spiel bestreiten sollte.
Das Spiel begann mit einer Überraschung, da Steger gegen Ionescu nicht gut ins Spiel kam und so in drei Sätzen verlor.
Der Spitzenspieler der Mühlhausener Habesohn konnte gegen den jungen Szosc durch einen 3:1 Sieg zur 2:0 Führung für die Gäste erhöhen.
Also brauchten die Bremer jetzt schon einen ordentlichen Lauf, um die Gäste noch zu bezwingen.
Den Anfang machte Skachkov gegen Hielscher, den er in einem umkämpften Spiel am Ende mit 3:1 besiegen konnte.
Danach war es an Steger im Duell der Spitzenspieler gegen Habesohn einen Sieg zu holen, um die Aufholjagd vielleicht doch noch im letzten Einzel mit dem Heimsieg zu belohnen.
Das gelang ihm wie zuvor schon Skachkov ebenfalls in vier Sätzen, und so sollte also das Match zwischen Szosc und Ionescu die Entscheidung bringen.
Der Bremer ging hier zwar als Außenseiter in das Spiel, wehrte sich jedoch mit allen Kräften. Zunächst ging Ionescu in Führung bevor Szosc Satz zwei und drei mit 15:13 jeweils gewinnen konnte. Aber auch Ionescu ließ nicht locker und erzwang mit einem 11:9 den fünften und damit auch letzten Satz.
Auch in diesem ging es eng zur Sache, aber Szosc behielt, angefeuert vom heimischen Publikum, das bessere Ende für sich und siegte 11:8.
Damit gelingt den Bremer zum Saisonabschluss nochmal ein toller Sieg durch eine ambitionierte Aufholjagd.

Borussia Düsseldorf vs TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0

Auch in Düsseldorf nahmen beide Teams die Generalprobe für ein mögliches Play-Off Finale ernst, und boten alle Stammspieler auf.
So standen also Timo Boll, Stefan Fegerl und Kristian Karlsson auf Düsseldorfer Seite sowie Ruwen Filus, Xi Wang und Jonathan Groth auf hessischer Seite bereit für ein TTBL Spiel vor erneut fast 1000 Zuschauern in Düsseldorf.
Los ging es mit der Wiederauflage des Finals der Deutschen Meisterschaft, in welchem sich Boll Anfang März gegen Filus klar durchsetzen konnte.
Auch diesmal zog der amtierende deutsche Meister sein unnachahmliches Spiel gegen Abwehr auf, und ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance.
Nach drei Sätzen und lediglich neun Punkten für Filus, war das Spiel schon wieder vorbei.
Als nächstes nahm es der Schwede Karlsson mit nächsten Abwehrspieler der Hessen, Xi Wang auf.
Dieses Spiel war wesentlich spannender, da beide Spieler immer abwechselnd einen Satz gewinnen konnte. Im fünften Satz konnte es aber nur einen Sieger geben, welcher am Ende Karlsson sein sollte, der damit auf 2:0 für Borussia Düsseldorf erhöhte.
Im nächsten Spiel zwischen den an Position drei aufgestellten Fegerl und Groth konnte also schon die Entscheidung fallen.
Fuldas Däne wollte das natürlich verhinder und konnte den ersten Satz direkt gewinnen.
Im Anschluss verlor er jedoch ein wenig den Faden, Fegerl kam besser in das Spiel, und so gingen die folgenden drei Sätze allesamt an den Düsseldorfer.
Damit war das Spiel nach gerade mal zwei Stunden Spielzeit schon wieder beendet, und die zahlreichen Zuschauer in Düsseldorf hatten keinen wirklich spannenden Abschluss der regulären Saison erlebt.

Fazit für die Vereine – Wer kann zufrieden sein, wer nicht?

Borussia Düsseldorf:

Die Borussia wurde den Erwartungen gerecht, obwohl man oft auf Timo Boll verzichten musste, und konnte man sowohl die TTBL, als auch den Pokal gewinnen.

Alle Spieler überzeugten mit guten Leistungen, wobei vor allem der junge Källberg mit einer sehr guten Bilanz (12:3) seine Ambitionen weiter unterstreicht.

Auch Boll (12:2) und Karlsson (16:4) spielten hoch positive Bilanzen und sorgten damit für den Erfolg.
Lediglich Fegerl (9:6) und Achanta (5:4) verloren mehr als drei Spiele.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell:

Die Hessen konnten wurden wie schon 2016 Vizemeister, und können somit auf eine gute Saison zurückblicken.

Die beiden sehenswerten Abwehrspieler Filus (16:8) und Wang (17:12) spielten beide gute Bilanzen. Und auch der „Dreier“ Groth (9:8) hatte mit einer leicht positiven Bilanz Anteile am 2. Platz in der TTBL.
Im Finale war man dem letztendlichen Meister leider klar unterlegen.

Allerdings muss man dem TTC hoch anrechnen, dass bis auf zwei Spiele immer die selben drei Spieler angetreten sind. Dies ist natürlich mit einer höherer Belastung verbunden.

TTF Liebherr Ochsenhausen:

Ochsenhausen war mit fünf jungen Spielern in die Saison gegangen.

Mit Gauzy (12:8) , Muramatsu (10:7) und Dyjas (11:5) spielten drei Spieler gute Bilanzen, aber auch Calderano (8:6) und Geraldo (2:4) konnten gut mithalten. Damit war das Ziel die Play-Offs zu erreichen, zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Im Halbfinale musste man sich allerdings den erfahrenen Spielern aus Fulda geschlagen geben. Aber die Truppe wird sich weiterentwickeln, und nächste Saison stärker denn je wieder angreifen. Meiner Meinung nach ist Ochsenhausen das Team mit dem größten Entwicklungspotential.

1. FC Saarbrücken TT:

In Saarbrücken war man regelrecht vom Verletzungspech geplagt, und musste oft auf Ersatzspieler zurückgreifen.

Baum (4:6) und Apolonia (11:11) spielten zwar eine für ihre Verhältnisse eher unterdurchschnittliche Saison, aber Franziska (12:4) und Tokic (14:10) konnten mit guten Bilanz das Ticket für die Play-Offs buchen.
Und im Halbfinale schaffte man fast die Überraschung gegen den Favoriten aus Düsseldorf, und verlor erst im dritten und entscheidenden Spiel.

Also auch für die Saarländer eine gute Saison, die mit weniger Verletzungssorgen möglicherweise noch besser verlaufen wäre.

TTC Schwalbe Bergneustadt:

Die Schwalben kämpfte bis kurz vor Schluss der regulären Saison noch um einen Play-Off Platz, und zeigten mehrmals ihren Siegeswillen.

Mengel (13:10), Walther (10:10) und Duda (12:13) konnten stabile Bilanzen erspielen, und präsentierten sich so als sehr geschlossene Mannschaft. (Gesamt 35:35 Einzel)

Auch Bergneustadt spielte bis auf zwei Ausnahmen immer mit der Stammbesetzung welche wohlgemerkt die einzige in der TBBL ist, die ausschließlich aus Deutschen besteht.

Mit ein wenig mehr Glück wäre das Play-Off Halbfinale möglich gewesen.

ASV Grünwettersbach:

Auch hier ging man mit vier noch recht jungen und unerfahrenen Spielern in die Saison.

Das in der TTBL das Niveau ziemlich hoch ist, bekamen Robles (4:10) und Walker (3:11) zu spüren, die beide hoch negativ spielten.

Der junge deutsche Nationalspieler Dang Qiu erspielte immerhin eine 5:6 Bilanz.

Aushängeschild war allerdings der japanische Spitzenspieler Morizono, der besonders in der Rückrunde ausgezeichnet spielte, und damit am Ende die beste Bilanz der regulären Saison aufweist. (16:5 Siege) Ihm ist es auch zu verdanken, dass man in der Rückrunde noch an Mühlhausen vorbeiziehen konnte in der Tabelle.

Post SV Mühlhausen:

In Mühlhausen hatte man sich keine wirklich großen Hoffnungen auf die Play-Offs gemacht, was sich im Laufe der Saison auch bewahrheiten sollte.

Nur Spitzenspieler Habesohn konnte mit 16:14 Siegen eine positive Bilanz spielen.

Seine Teamkollegen Ionescu (8:15), Hielscher (3:6) und die Ersatzspiele Vozicky (1:3) und Schreyer (0:3) konnten nicht mal ein Drittel ihrer Einzel gewinnen.

Mühlhausen kann zwar daheim vor ihrer tollen Kulisse mit vielen Fans ab und zu mal eine stärkere Mannschaft ärgern, aber insgesamt ist das Team nicht konstant genug, um weiter vorn mitzuspielen.

SV Werder Bremen:

Auch in Bremen musste man aufgrund von Verletzungen mehrfach auf Spitzenspieler Steger verzichten, der dadurch nur einen Teil der Saison topfit bestritt, und so nur sechs seiner fünfzehn Spiele gewann.
Für mehr Probleme sorgten eher Szosc (5:11), Cioti (4:7) und Skachkov (5:14), die allesamt nicht wirklich gute Leistungen anbieten konnten.

Ohne personelle Veränderungen wird Bremen an dieser Situation nicht viel ändern können.

TTC Zugbrücke Grenzau:

Noch schlechter lief es nur im Westerwald, wo lediglich Kou (10:10) mit dem Niveau der TTBL mithalten konnte, und ausgeglichen spielte.

Fehlte er mal, ging für Grenzauer gar nichts, denn sowohl Sambe (6:11), als auch Liang Qiu (1:17) konnte kaum Spiele für sich entscheiden.

Allerdings war schon vor der Saison klar, dass mit dieser Aufstellung nicht all zu viel möglich sein wird. Aber das man abgeschlagen letzter werden würde, hatte man sicherlich nicht erwartet.

Das Konzept TTBL – Pro & Contra

Nun möchte ich euch noch meine Meinung zur TTBL, wie sie aktuell statt findet, etwas näher bringen.
Zunächst einmal kann man den Aufbau der Saison, sowohl positiv, als auch negativ sehen.

Ist es fair, dass eine Mannschaft die am Ende der regulären Saison nur Vierter wurde, durch die Play-Offs dennoch die Chance auf die Meisterschaft hat? Ich denke, dass dieses System, dass sich schon in anderen Sportarten lange etabliert hat, durchaus Sinn macht, da so Spannung aufgebaut wird und damit der Wettbewerb für die Zuschauer interessanter gemacht wird.

Meiner Meinung nach sollte die TTBL an diesem Ablauf weiterhin festhalten, und dafür dringlichst an dem Spielsystem etwas ändern.

Aktuell wird nur mit drei Spielern gespielt und mit ein wenig Pech, ist eine Partie in der TTBL nach drei Einzel und nicht mal zwei Stunden schon beendet.

Da überlegt man sich als potentieller Zuschauern natürlich dreimal, ob es sich das lohnt, wenn teils die Anreise länger dauert als das Spiel an sich.

Immerhin wurde vor einiger Zeit entschieden, dass ab der Saison 2018/2019 das entscheidende 5. Spiel ein Doppel sein wird. Das es wieder zum Doppel kommen kann, macht die TTBL und das Spielsystem auf jeden Fall ein wenig attraktiver.

Meiner Meinung nach wäre aber ein Spielsystem wie es in der 2. und 3. Bundesliga angewandt wird, um einiges sinnvoller.

Zum einen wäre so ein einheitliches Spielsystem in den Bundesligen gegeben, und zum anderen würde das auch wieder mehr Zuschauer anlocken.

Allein die zwei Doppel zu Beginn, wären sicherlich ein Highlight für viele Zuschauer.

Außerdem würde das Spiel nicht nur bis drei, sondern bis sechs gehen, und auch ein 5:5 Unentschieden wäre dann möglich. Dies würde eine längere Spieldauer, sowie mehr Spannung erzeugen.

Bevor das Spielsystem nicht geändert wird, werden meiner Meinung nach weiterhin immer weniger Zuschauer zu den Spielen der TTBL kommen.

Wobei hier möglicherweise das Doppel, das zur Spielzeit 2018/2019 wieder eingeführt wird, dem zumindest ein klein wenig gegen wirken könnte.

Ausblick auf die Saison 2017/2018 – Wer spielt wo?

In der kommenden Saison werden zehn Mannschaften in der TTBL an den Start gehen.

Zusätzlich zu den neun Teams der letzten Saison wird sich der Meister der 2. Liga, der TSV Bad Königshofen an das Projekt TTBL wagen.

Zudem ist Personalplanung der Bundesligisten mittlerweile schon abgeschlossen und ich möchte euch alle relevanten Wechsel hier zusammenfassen:

Zunächst kurz zu den Teams, bei denen es keine Veränderungen gab.

Mit Ochsenhausen, Fulda und Saarbrücken werden drei der Play-Off Teilnehmer, mit den gleichen Spielern in die neue Saison gehen.

Düsseldorf gibt lediglich Kamal Achanta an Bergneustadt ab.

Weiter verstärkt sich Bergneustadt mit Alvaro Robles von Grünwettersbach, die im Gegenzug den Bergneustädter Ricardo Walther verpflichten konnten.

Bei Mühlhausen wird Lars Hielscher, der seine Profikarriere beendet, durch Lubomir Jancarik ersetzt, welcher aus der 2. französischen Liga kommt.

Am meisten tut sich in Bremen, wo man mit Omar Assar und Florent Lambiet gleich zwei Spieler aus dem Ausland holte.

Abgegeben wurde Constantin Cioti Richtung TTC Zugbrücke Grenzau, sowie Kirill Skachkov (nach Frankreich).

Als zweiten Neuzugang wurde in Grenzau Kirill Gerassimenko vorgestellt, der vom österreichischen Bundesligisten Kapfenberg kommt.

Verlassen werden den Tabellenletzten hingegen Liang Qiu (nach Frickenhausen) und Kohei Sambe (Ziel unbekannt).

Der Aufsteiger aus Bad Königshofen hat seine Truppe mit dem Slowenen Darko Jorgic, einem weiteren sehr jungen Spieler, verstärkt.

Damit werden die Play-Off Teilnehmer dieser Saison, Düsseldorf, Saarbrücken, Fulda und Ochsenhausen auch in der kommenden Saison wieder eine starke Mannschaft haben, wobei davon auszugehen ist, dass sich die jungen Spieler wie Gauzy oder Calderano weiter verbessern werden.

Außerdem gehe ich davon aus, dass neben diesen vier Mannschaften auch wieder Bergneustadt oben mitspielen könnte. Und mit Bremen hat sich ein Team sehr gut verstärkt, das damit ebenfalls einen Platz unter den Top 4 anpeilen wird.

Aber auch Grünwettersbach sollte man nicht vernachlässigen, wenn Morizono nicht zu oft fehlen sollte.
Auf den hinteren Plätzen werden sich meiner Meinung nach Mühlhausen, Grenzau und Aufsteiger Bad Königshofen wieder finden, da die Kader dieser Teams schwächer sind als die der restlichen TTBL.
Allerdings sollte man die Mannschaften mit jungen Spielern nicht unterschätzen, da diese sich in kurzer Zeit stark verbessern können, und so auch mal dem ein oder anderen gestandenen TTBL-Spieler größere Probleme bereiten könnten.

Vorschau auf kommende Berichte – Wie geht’s weiter?

Ich hoffe der Bericht zur TTBL gefällt dem ein oder anderen von euch, und ihr klickt euch dann zur TTBL Saison 2017/2018 wieder rein, um zusammen mit mir die TTBL zu verfolgen und zu analysieren.

In welchen Abständen dann Berichte online gestellt werden ist noch nicht ganz klar, aber sobald genaueres feststeht, werde ich euch natürlich informieren.

1 Gedanke zu “TTBL Saisonbericht 2016/2017

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