Xiom Vega Intro

Bevor die Klassikerwochen weiter gehen, möchte ich den Xiom Vega Intro ausführlich testen und vorstellen. Denn kein Belag hat mich in den letzten Wochen so ratlos gemacht.

Xiom Vega Intro – Quelle: www.xiom.us

Zunächst kam die Testaktion von mytischtennis. Ich habe mir natürlich als materialbegeisterter Tischtennisspieler die Aussagen und Wertungen vollständig durchgelesen. Auch im Tischtennisforum haben so einige Tester ihr Wissen und ihre Testeindrücke weitergegeben.

Und es war alles dabei. Von „spielt sich wie Vega Pro“ bis langsamer Klassiker Belag schien sich der neue Belag zu spielen. Manche sprachen von einem weichem Belag. Für andere war dieser hart.

Letztendlich habe ich mich auf der Homepage von Xiom informiert, um weitere Informationen zu sammeln. Die Angaben, die Xiom dort veröffentlicht, sind manchmal irreführend. Doch auch hier spricht es von einem harten Belag.

Nun wusste ich gar nichts mehr 😉 Aber gut, ich sollte den Xiom Vega Intro ja noch selbst testen.

Anderen Quellen, denen ich mehr vertraue, ordneten die Belagneuheit aus dem Hause Xiom den Belägen mit reduziertem FKE zu. Und daher habe ich den Belag auch im Artikel „Die Entdeckung der Mittelmäßigkeit – Warum Beläge mit reduziertem FKE zum Trend werden könnten“ bereits verankert.

Ein weiteres Indiz ist natürlich der Preis. Wie andere Mittbewerber im Sektor der Leichtspieltensoren bietet Xiom seinen Vega Intro zum Killerpreis von 29,90€ an. Noch ein Grund mehr den Belag mal genauer anzuschauen.

Technische Eigenschaften des Xiom Vega Intro

Man ist ja mittlerweile sehr verwöhnt von schön bunt gehaltenen Schwämmen unter den Belagneuheiten. Nachdem ich aber die modern gestaltete Verpackung abgelegt hatte, sah ich mal wieder den biederen ESN Standardfarbton beim Schwamm. Das ist zwar kein Bewertungskriterium, aber manche Hypen ja die knallbunten Schwammfarben 😉

Beim Drucktest kam mir der Belag gar nicht so hart vor. Irgendwo zwischen Medium und Medium-hart würde ich den Vega Intro daher einordnen.

Der Schwamm besitzt die gewohnte, mittlere Porigkeit. Das Obergummi ist mit mittellangen und normal breiten Noppen ausgestattet. Die Oberfläche ist standardmäßig griffig und weißt die übliche Qualität eines Tischtennisproduktes Made in Germany auf.

Das Gewicht des Xiom Vega Intro liegt im unteren Bereich, was härtere Tensorbeläge angeht. In der Verpackung wog mein Exemplar (schwarz Max.-> 2,1~2,2mm) 92g. Der ungeschnitte Belag brachte 63g auf die Waage. Geschnitten auf Stiga Standard-Maß wog der Testbelag nur noch 42g.

Spieleigenschaften des Xiom Vega Intro

Beim Einspielen weist der Vega Intro ein kompaktes und präzises Spielgefühl auf. Der Katapult des Belags ist sehr gedrosselt und bewegt sich zwischen Klassikern und normalen Tensoren.

Topspinspiel, Vergleich zu Klassikern und Halbdistanz

Die ersten Topspins gelangen gut. Das Obergummi erzeugt typisch eines Xiom Vega Belags eine gute Rotation. Die Ballflugkurve ist für Tensorverhältnisse relativ flach.

Die Eröffnung auf Unterschnitt ist eine der Stärken des Xiom Vega Intro. Denn trotz des reduzierten FKE kann viel Druck ausgeübt werden. Die Ballkontrolle ist stets hervorragend.

Der Belag punktet aber nicht durch die Endgeschwindigkeit, sondern durch seine Präzision. Das erinnert mich schon sehr an leicht geklebte, harte Klassikerbeläge. Da ich gerade die kompletten Klassikerbeläge teste, konnte ich parallelen darin gut erkennen.

Beispielsweise klebe ich die Klassiker ja mit einem VOC Normalkleber, da bei Schwämmen ohne Poren Latexkleber nicht immer optimal halten. Ein frisch aufgeklebter Yasaka Mark V oder Sriver L können als Alternativen zum Xiom Vega Intro gelten.

Aus der Halbdistanz muss erwartungsgemäß viel gearbeitet werden. Wer vom starken Katapulteffekt der Tensorbeläge verwöhnt ist, wird dies deutlich merken. Mir gefällt jedoch, dass ich mit dem Belag trotzdem auch anspruchsvolle Topspintechniken und Gegentopspins spielen kann.

Daher sehe ich den Xiom Vega Intro als leistungsfähigsten Leichtspieltensor an. Die Pendants um andro GTT 45 oder Donic Blues T1 haben das Nachsehen, was Rotationsentwicklung, das Greifen des Balles oder die Präzision angeht.

Blockenspiel, Aufschlag und Rückschlag

Am Tisch und in der Kurzdistanz ist der Belag aber wesentlich einfacher zu spielen. Und das wird beim Blocken sehr deutlich. Dort kann sehr präzise auf die gegnerischen Topspins reagiert werden.

Der Ball springt weder durch einen stark einsetzenden Katapult weit weg, noch aufgrund von Spinanfälligkeit über die Platte. Bei aktiven Blocks wirkt der Vega Intro sehr stabil. Es können sehr harte Treibschläge oder abgestochene Blockbälle problemlos gespielt werden.

Im Aufschlagspiel kann ein guter Spin erzeugt werden. Insgesamt würde ich die Rotation im Mittelfeld des Belagspektrums ansehen. Demnach deutlich unter den Rotationswerten von modernen, harten Angriffsbelägen, aber deutlich über den Werten der Klassiker.

Präzise Aufschläge und das Steuern von Höhe und Länge können gut ausgeführt werden. Im Rückschlagspiel verhält sich der Xiom Vega Intro sehr nachvollziehbar und moderat. Die Aufschlagannahme geht relativ einfach, wobei einfaches Hinhalten nicht funktioniert.

Anspruchsvolle Rückschlagtechniken können gespielt werden, entfalten aber nicht die komplette Wirkung. So kann ein harter Flip oder ein weicher Bananenflip problemlos ausgeführt werden, aber es fehlt die letzte Geschwindigkeit oder die Spinspitzen.

Schuss und Ballonabwehr

Im Schussspiel erweist sich der Belag als sehr sicher, wenngleich ich die hohen Katapult und Geschwindigkeitswerte moderner TOP-Beläge vermisse. In der Ballonabwehr wirkt der Vega Intro sehr zahm und kontrolliert, aber keinesfalls sehr gefährlich. Gegenangriffe sind eher schwierig, da nur wenig Tempo auf den Ball kommt.

Xiom Vega Vergleich

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Xiom Vega Intro

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Fazit zum Xiom Vega Intro

Der Xiom Vega Intro dürfte vor allem für den Umstieg von harten Klassikern auf Tensorbeläge interessant sein. Ich denke da hauptsächlich an Jugendliche, die einen guten Zug auf den Ball schon mit Klassikern hinbekommen, aber die TOP-Beläge noch nicht kontrollieren können.

Auch ein Vergleich zu einem leicht geklebten Klassiker finde ich nicht verkehrt. Wer früher nur eine dünne Schicht Frischkleber auf die medium bis medium-harten Klassikerbeläge aufgetragen hat, der könnte mit dem Vega Intro ein ähnliches Spielgefühl auffinden.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass viele Spieler mit zu weichen Tensorbelägen spielen, weil die harten Beläge zu schnell sind. Und dann stört der starke Katapulteffekt manchmal und verhindert die Präzision im Spiel. Zwar ist auch der Flummieffekt dann unerwünscht, aber auf Klassiker wird trotzdem nicht mehr zurückgewechselt.

Wenn das auch bei euch der Fall ist, und bei so vielen Anfragen, die ich diesbezüglich rein bekomme, müssen es einige sein, dann solltet ihr einen Umstieg in Erwägung ziehen.

Für mich ist der Xiom Vega Intro der gelungenste Leichtspieltensorbelag mit dem größten Leistungspotential. Das interessante ist zudem, dass es den Belag auch in 1,5mm gibt. Habe zwar auf der Xiom US-Seite sogar von 1,3mm gelesen, aber in Deutschland soweit bisher nicht gesehen.

Xiom Vega Intro

29,90€
8.8

Spieleigenschaften

8.6/10

Qualität/Haltbarkeit

8.7/10

Preis-Leistungsverhältnis

9.0/10

Pros

  • Präzision
  • Blockspiel
  • Ballkontrolle
  • Perfekter Umstieg von harten Klassikern

Cons

  • Power aus Halbdistanz
  • Gefährlichkeit

42 Gedanken zu “Xiom Vega Intro

  1. Da zeigt sich mal wieder das du mit Abstand der beste
    Belagtester bist. Habe den Xiom Intro auch bereits getestet.
    Habe zu 100% genau das gleiche festgestellt. Mit Abstand
    der beste LST. Der Belag ist wirklich sehr gelungen.

  2. Würdest du den Belag dann aufgrund der aufgezeigten Erkenntnisse eher für die Rückhand empfehlen? Und wie schneidet er im Vergleich zum Rozena ab, der ja auch als fehlerverzeihender Tensor angeboten wird?

    • Hallo Robert,

      definitiv. Vor allem für Spieler, die auf der Rückhand die schwächere Seite haben und mit dem starken Katapult der weichen Tensoren Probleme haben.

      Einen Vergleich zum Rozena halte ich hingegen für falsch. Der Rozena ist nur gemessen an den TOP-Belägen wie Tenergy fehlerverzeihend. Ansonsten ein technisch anspruchsvoller, moderner Angriffsbelag, der im Angriffsspiel auch mal eine schlechte Stellung verzeiht und auf der Vorstufe zu den komplett ausgereizten Angriffsbelägen steht.

      Gruß,

      Marcel

  3. Great info once again, thank you very much!

    I also wonder if this is a great backhand rubber for someone struggling with consistency and with developing topspin technique and if this could be even better choice than Hexer Duro recommended before? Thanks

    • Hi Barfly,

      yes and no. With Hexer Duro you have already a great choice. Xiom Vega Intro ist harder and slower, combined with less catapult. So you have to work a little more by yourself, but on the other hand there is no disturbing catapult or uncontrolled bounciness. Furthermore, Vega Intro is closer to classic rubbers without Speedglue-Effect like Mark V and Sriver L.

      Best regards,

      Marcel

  4. Hey Marcel,
    wieder ein hervorragender Bericht! kannst du den Intro mit dem Europe vergleichen bzgl. Tempo und Spin? Im Katapult wird der Europe ja deutlich die Nase vorne haben^^

    Liebe Grüße,
    Daniel

    • Hallo Daniel,

      genau 😀

      Ich denke, der Vega Intro ist langsamer und besitzt etwas weniger Rotation. Wobei ein Vergleich schwierig ist, da mit härteren Belägen anders gespielt werden kann. Ab einer gewissen Schlaghärte würde ich persönlich eher auf den Vega Intro zurückgreifen wollen. Wird aber nur weich mit dem Handgelenk gearbeitet, stimmt die Einschätzung definitiv.

      Gruß,

      Marcel

  5. Spieleigenschaften

    0.00

    Qualität/Haltbarkeit

    0.00

    Preis-Leistungsverhältnis

    0.00

    Hi Marcel,

    danke für den sehr interessanten Testbericht. Klingt fast so als würde der Xiom Vega Intro ein sehr guter Belag für mich sein. Falls ich also vom andro gtt 45 auf den Vega intro wechseln sollte, werde ich berichten.

    Viele Grüße
    Helko

  6. Hallo Marcel!

    Nach Deinem wieder sehr gelungenen Testbericht frage ich mich, ob dieser Xiom-Belag auf der RH eine Alternative zu Klassikern wie TSP 730, Stiga neos tacky oder S & T Secret flow – immer in 1,5 mm – sein kann.
    Spielweise damit : schwerpunktmäßig Unterschnitt und Flip über dem Tisch.
    Oder wäre gar der Victas VS>401 sinvoll?
    Mein Ziel ist es, aus der Halbdistanz etwas mehr Druck aufbauen zu können.

    Über eine Antwort freue ich mich und danke Dir im Voraus

    Gruß

    Bernd

    • Hallo Bernd,

      den Victas VS>401 halte ich in deinem Fall nicht für sinnvoll, da dieser eher im tischnahen Spiel seine Stärken hat, was das Angriffsspiel betrifft.
      Außerdem ist der Vega Intro näher an den bisher gespielten Belägen dran.

      Ich denke, dass du den gewünschten Effekt mit dem Vega Intro erzielen kannst. Wie gesagt, hält sich der der FKE in Grenzen, aber im Gegensatz zu den Klassikern kommt etwas mehr auch aus der Halbdistanz heraus. Wenn du wieder 1,5mm nimmst, dann sollte die Kontrolle sehr gut sein.

      Aus meiner Sicht sollte sich ein Test lohnen.

      Gruß,

      Marcel

    • Hallo Bob,

      einen direkten Vergleich halte ich für schwierig. Mit dem Secret Flow hast du einen sehr langsamen, griffigen Belag, der für unterschiedliche Abwehrstrategien am besten eingesetzt wird.
      Der Vega Intro hingegen spielt sich wie ein leicht geklebter Angriffsklassiker und ist daher viel besser für das Angriffsspiel ausgelegt.
      Daher halte ich auch einen Wechsel nur dann für sinnvoll, wenn du, wie der Bernd im Kommentar darüber, dein Spiel moderner gestalten willst.

      Gruß,

      Marcel

  7. Spieleigenschaften

    0.00

    Qualität/Haltbarkeit

    9.60

    Preis-Leistungsverhältnis

    9.00

    Hi Marcel,
    habe den Belag jetzt in vier TE zu je 3 Stunden getestet auf einem Eigenbau-Holz von Thomas Stützle, Nr. 548. Dies wurde dem Nittaku Acoustic vom Aufbau nachempfunden, lediglich mit etwas geringerem Tempo versehen.
    Mein Belag wurde in 2,0 auf der RH eingesetzt, der vorherige Belag war ein Ten 25 in 1,7.
    Mein Spielsystem ist VH-lastig (ca. 70 %), die RH setzte ich für Blocks, Flips, Konter und (bei hochstehenden Bällen) für Schüsse ein. Im Allgemeinen lege ich mehr Wert auf Präzision als auf Schlaghärte (Kreisklasse!).
    Einkontern: Direktes, sehr präzises Spielgefühl mit wenig Katapult, dadurch sehr gute Kontrolle bei Schupfbällen und im Kurz-Kurz bzw. bei Ablegern.
    AS/RS: Guter Spin möglich, wenig spinanfällig, durch den geringen Kat.-Effekt ist eine gute Länge (oder besser KÜRZE) spielbar.
    Flips, Block- und Konterbälle kommen sehr schön auf die andere Tischhälfte, durch die Präzision des Belages können auch flach ankommende Spinbälle in die weite RH des Gegners „weggedrückt“ werden.
    Bei nicht optimaler Stellung zum Ball kommt dieser irgendwie doch auf des Gegners Seite 🙂
    Für mich bisher der beste Belag i.S. Tempo, Kontrolle und Katapult.
    Das Fazit von Marcel „…der Intro ist der gelungenste LST mit dem größten Potenzial…“kann ich unterstreichen. Der Belag ist phantastisch für meine RH und bleibt…..wäre da nicht der Nittaku Flyatt Spin, der auf einem baugleichen Holz in meinem Schrank lauert. 😉
    Grüße Dieter

    • Hallo Lukas,

      ein Vergleich zwischen diesen beiden Belägen halte ich für sehr schwierig. Zum einen hast du einen mittelharten, katapultreduzierten und kontrollierten Leichtspieltensorbelag, den Vega Intro. Zum anderen einen katapultmaximierten, schwammlastigen, weichen Tensorbelag am Rande des technisch möglichen. Zudem auch noch das Konzept dünnes Obergummi, extradicker Schwamm.

      Wonach suchst du denn genau?

      Gruß,
      Marcel

    • Hi Darko,

      der Xiom Vega Intro ist schneller und besitzt mehr Rotationspotential. Durch den moderaten Tensoreffekt hat der Belag auch mehr Dynamik.
      Der Yasaka Mark V ist härter und mit einer flacheren Ballflugkurve ausgestattet. Ohne Frischkleben kommt dieser nicht ganz an das Leistungspotential des Vega Intro heran.
      Im Grunde genommen stellt der Vega Intro eine Übergangsstufe zwischen modernen FKE-Belägen und den Klassikern dar.

      Viele Grüße,
      Marcel

  8. Spieleigenschaften

    9.00

    Qualität/Haltbarkeit

    8.00

    Preis-Leistungsverhältnis

    9.00

    Hi Marcel,

    bin tatsächlich zum Vega Intro gewechselt (RH und VH in 2,0). Als Holz spiele ich weiterhin das Stiga AR classic carbon. Die Intro Beläge spiele ich jetzt ca. 2-3 Monate.

    Ich bin mit dem Wechsel sehr zufrieden und habe das Gefühl noch etwas sicherer zu spielen. Vielleicht ging das Blocken mit den andro gtt’s etwas leichter (automatischer), aber bei ansonsten sehe ich nur Vorteile beim intro. Vor allem das direktere Spielgefühl gibt mir Sicherheit.

    Aktuell werde ich versuchen eine längere Zeit bei dieser Kombi zu bleiben um erstmal die Grundtechniken zu verbessern.

    Beste Grüße
    Helko

    • Hallo Helko,

      ich danke dir für deine Eindrücke 🙂

      Ja, der Vega Intro ist leistungsfähiger und mit mehr Möglichkeiten ausgestattet. Sollte dich aber wirklich weiter bringen. Bin schon gespannt, wie sich bei dir das gnaze weiter entwickelt 😉

      Gruß,
      Marcel

  9. Hallo Marcel,
    vielen Dank für Deinen super Bericht!
    Ich überlege mir, den Belag für die RH anzuschaffen, weil ich mit meinem derzeitigen (Sriver bzw. Shifter) nicht ganz zufrieden bin. Das Obergummi ist mir zu hart, daher ist die Aufschlagannahme nicht gut genug. Der Neue sollte aber was das Tempo angeht, auf dem gleichen Niveau liegen. Meine Frage an Dich: Wenn ich z.Zt. Sriver/Shifter in 1,7mm spiele, was wäre dann besser: 1,5 oder 1,8mm??
    Danke schon mal.

    • Hallo Frank,

      vom reinen Tempo-Aspekt wäre der 1,8mm Vega Intro schon etwas schneller. Aber in 1,5mm hast du ein sehr direktes Spielgefühl, was auch nicht jedem so gut liegt. Daher würde ich die Frage davon abhängig machen, ob du mit dem Belag eher passiv spieltst, also wie viel du schupfst und blockst. In einem solchen Fall sind 1,5mm sogar ein Vorteil. Aber die Angriffsoption sind hingegen limiterter.

      Gruß,
      Marcel

      • Danke für die schnelle Antwort.
        Mein Spiel auf der RH ist eher passiv. Topspin spiele ich selten, eher Schupfen und bei Topspin des Gegners gehe ich in die Halbdistanz und kontere. Daher darf der Belag nicht zu langsam bzw. unelastisch sein (Rapid in 1,6 oder Coppa in 1,5 war da schon zu langsam). Angreifen, Bleocken oder Schlagen ist nicht so mein Ding. Ich erhoffe mir neben einer Verbesserung der Aufschlagannahme auch, dass ich sicherer mal selbst auf Schupfbälle anziehen kann mit der RH. Sriver und Shifter sind da ein wenig unkontrolliert (für mich jedenfalls).

  10. Hallo Marcel,

    habe mir kürzlich den Andro Plaxon 450 in 2.0 auf die Rückhand geklebt. Zuvor spielte ich den Gewo Neo in 1,8 auf der Rückhand und verbesserte damit vor allem die spinnorientierung.

    Mit dem Plaxon kann ich die Bälle besser wegdrücken und auch die härten Schläge gehen einfacher. Die Eröffnung über dem Tisch ist aber für mich mit dem Plaxon 450 deutlich schwieriger bis unmöglich. Das finde ich unabhängig von den Verbesserungen bei den anderen Schlägen extrem schade.

    Wäre der Xiom hier eine Alternative, ohne die Vorteile des Plaxon im Wesentlichen einzubüßen.

  11. Hallo Marcel,
    Danke erstmal für den Testbericht.
    Könntest du für mich bitte den Vega Intro und dem Flyatt Spin vergleichen.
    Beide Testberichte hören sich für mich durchaus ähnlich an.

    Liege ich da richtig?

    • Hallo Michael,

      ja und nein. Der Flyatt Spin ist ein moderner Japan Belag, der für das tischnahe, direkte Angriffsspiel konzipiert wurde. Sehr linear und punktet im geradlinigen Spiel, wobei der Spin auch nicht so schlecht ist. Im Vergleich ist es ein recht beherrschbarer Angriffsbelag.
      Dagegen ist der Vega Intro zwar auch medium-hart, aber deutlich langsamer. Zudem wurde der FKE merklich reduziert. Spielt sich zwischen einem Klassiker und normalem Tensor. Als Übergangsbelag zu FKE Belägen auch sehr empfehlenswert.
      Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass beide gut beherrschbar sind. Der Fokus beim Flyatt liegt aber deutlich mehr im Angriffsspiel.
      Hoffe das hilft dir weiter.
      Viele Grüße,
      Marcel

  12. Hallo Marcel!

    Toller Bericht, der mich ins Grübeln bringt.
    Kannst Du mir den Belag empfehlen?
    Ich spiele ein Butterfly Innerforce Layer ZLF und darauf weiche Tensor- Beläge, nämlich den Butterfly Roundell Soft in 1.9mm auf beiden Seiten.
    Und genau der von Dir erwähnte Katapulteffekt des weichen Belages macht mir beim Blocken und eigenen Topsspin zu schaffen.
    Daher meine Frage, glaubst Du, der Xiom Vega Intro könnte in 1.8mm für mich passen?
    Ich würde ihn dann am Freitag beim Händler einmal testen.
    Oder meinst Du, ich könnte auch einfach den Schritt zurück auf einen Klassiker wagen?
    Ich habe früher immer Sriver FX und TSP Triple Spin gespielt.

    Für eine Rückmeldung wäre ich Dir sehr dankbar.
    Gerne auch via E- Mail.

    Gruß, Daniel

    • Hallo Daniel,

      den Vega Intro solltest du dann am besten ausprobieren. Viele Spieler haben ja nur weiche Tensoren aufgeklebt, da die üblichen, harten High-End Beläge zu schnell sind. Der Nebeneffekt, der Katapult der weichen Tensoren, liegt aber nicht jedem.
      Wenn du also lieber etwas härtere Beläge spielen möchtest, die dennoch nicht zu extrem schnell und katapultig sind, wäre der Vega Intro ideal für dich.
      Ja, 1,8mm wird auf jeden Fall gut zu kontrollieren sein. Wenn du eine starke Seite, oftmals die Vorhand, hast, kannst du dort bedenkenlos 2,0mm aufziehen. Selbst in 2,0mm hat der Belag einen spürbar gemäßigten FKE. In dem Fall halt 2,0mm VH und 1,8mm RH.

      Ein Rückschritt zu Klassikern ist immer möglich, wenngleich ich erstmal die Intros testen würde. FKE Beläge haben mehr Potential, dass manchmal für das eigene Spiel notwendig ist.

      Gruß,
      Marcel

  13. Hallo Marcel und vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
    Meine Vorhand ist in der Offensive tatsächlich meine stärkere Seite.
    Klingt gut, was Du schreibst, daher werde ich den Belag dann am Freitag mal testen und gegebenenfalls kaufen.

    Es ist schon komisch,
    früher habe ich knochenharte Carbon- Hölzer von Butterfly gespielt (Viscaria, Boll Spirit und Primorac Carbon) mit Sriver FX und dem Triple Spin auf dem Primo in 2.1mm und heute sind mir sogar die Roundell Soft Beläge zu unkontrolliert.

    Gruß, Daniel

    • Hi Daniel,

      aber gerne 😉

      Geht mir ähnlich. Zu Frischklebezeiten spielte ich immer die Softbeläge. Allerdings haben die weichen FKE Beläge nicht deren Zugkraft und Power, weshalb ich mittlerweile Medium bis Medium-Hart bevorzuge. Einfach präziser, direkter und „ehrlicher“. Kein so großes Eigenleben wie die weichen Katapultmonster. Und zusätzlich noch mehr Potential was Spin, Dynamik und Tempo angeht.

      Viel Erfolg mit deinem Test!

      Gruß,
      Marcel

  14. Spieleigenschaften

    9.20

    Qualität/Haltbarkeit

    9.70

    Preis-Leistungsverhältnis

    10.00

    Hallo Marcel,
    kann Deinen Test absolut nachvollziehen.
    Hatte einen Donic Bluefire JP02 auf der Vorhand. Dieser ist zumindest nicht so katapultig wie andere moderne Beläge. Allerdings bin ich offensichtlich doch noch etwas zu grobmotorisch für diesen Belag. Der Intro ist da schon etwas kontrollierter und es kommen mehr Bälle auf der anderen Seite der Platte auf. ;-D
    Die Eröffnung auf Unterschnitt gelingt immer besser, insgesamt kommt er mir etwas schnittunempfindlicher vor. Dafür muss man etwas mehr arbeiten, aber das kommt mir entgegen.
    Vielen Dank für Deinen Testaufwand, es kommen immer wieder tolle Berichte heraus.

    • Ich danke dir für dein Lob 😉
      Du beschreibst die Unterschiede recht gut. Gerade das mehr an angekommenen Bällen zeigt doch, dass der Intro gut für dich ist.

      Viele Grüße,
      Marcel

  15. Spieleigenschaften

    8.00

    Qualität/Haltbarkeit

    8.00

    Preis-Leistungsverhältnis

    8.00

    Ich habe den Vega Intro in 1.8mm jetzt zum ersten Mal in einem zweistündigen Training auf meinem Innerforce Layer ZLF testen können. Er spielt sich wesentlich gutmütiger im Bezug auf den Katapulteffekt der FKE’s, als es bei dem Roundell Soft der Fall war.
    Am Montag geht es ins erste Punktspiel, hoffentlich bestätigt sich der erste Eindruck da.
    Ich habe mir den selben Belag jetzt noch auf einem Andro Ligna ALL+ bestellt, welches sich als eine noch kontrolliertere Kombination erweisen dürfte.
    Vielleicht gibt diese mir nochmal eine Portion mehr Sicherheit.
    Der Belag spielt sich auf jeden Fall sehr kontrolliert, ist für mein Empfinden sehr griffig und wirkt absolut hochwertig. Der Schwamm fühlt sich garnicht so hart an, wie es die Produktbeschreibung vermuten lässt.

  16. Hallo Marcel,

    super Tests die du so schreibst!
    Ich bin ein Wiedereinsteiger mit 20 Jahren Pause! Seit 2,5 Jahren spiele ich mit meinem altem Schläger Donic Persson Powerplay, Mark V 2.0 auf der Vorhand und Agathon V 2.0 auf der Rückhand nun wieder Tischtennis.
    Nachdem ich dem Mark V ausgetauscht habe gegen einen neuen, ist jetzt mein Agathon V fällig( den gibt es nicht mehr 🙁 ).
    Wär es denkbar, den Xiom Vega Intro mit einem klassischem Vorhandbelag zu kombinieren? Ich spiele mehr Rückhand als Vorhand, meistens Kontern, schupfen kurz und lang, blocken und schmettern, gelegentlich Topspin…

    Gruß Florian

    • Hallo Florian,

      ist definitiv eine gute Option. Würde dir 1,8mm anraten, um genügend Kontrolle zu haben. Du wirst merken, dass der Vega Intro über etwas Frischklebeeffekt verfügt, weshalb die Bälle schneller gespielt werden können.
      Sollte aber im Rahmen bleiben und genügend Kontrolle vorhanden bleiben.

      Gruß,
      Marcel

  17. Spieleigenschaften

    7.80

    Qualität/Haltbarkeit

    0.00

    Preis-Leistungsverhältnis

    9.00

    Hallo Marcel,

    ich habe gestern im Punktspiel den Vega Intro 1,8 beidseitig auf einem Waldner Senso Carbon gespielt (getestet). Ich komme vom Victas V01 (ist mir seit der Rückrunde zu katapultig) und bin mit dem Vega Intro was Katapult und Schnelligkeit angeht ganz gut zurechtgekommen. Der TS auf Unterschnitt ging gut, aber natürlich sind die Bälle weniger gefährlich und dementsprechent häufig zurück gekommen. Ich bin nicht der schnellste auf den Beinen und wurde oft ausplaziert. Was ich aber noch schlimmer fand, dass ich sehr wenig US in die Bälle bekommen habe (verglichen mit dem V01).
    Hast du einen Vorschlag, was ich noch für einen Belag testen könnte, einer mit mehr Biss 😉
    Wäre ein Klassiker möglicherweise eine gute Idee wie Mark V oder gibt es einen giftigerem Belag mit ähnlichem Katapult wie den Vega Intro?
    Grüsse aus Thüringen und mach weiter so mit deiner Webseite
    david

  18. Hallo David,

    um mehr Rotation zu erhalten könntest du mit der Schwammstärke rauf gehen. Das würde sich auch beim Schupf positiv auf den Spin auswirken. Allerdings sinkt auch die Kontrolle.

    Intensiv solltest du dich mit den Japan FKE Belägen beschäftigen. Dort hast du mehr Rotation gegeben. Der Katapulteffekt fällt geringer aus als bei den ESN Tensoren.

    Allen voran der Stiga Mantra M wird für dich interessant sein. Daneben gibt es noch die Regalis Reihe von TSP und die Samba 19 und 27 Beläge. Zu allen Belägen findest du Testberichte im Blog.

    Gruß,
    Marcel

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