Yasaka Mark V GPS – Medium-Soft-Klassiker mit Angriffspotential

Der Yasaka Mark V GPS stellt die weichere Variante des beliebten Angriffsklassikers Mark V dar. Im Grunde genommen ergibt sich also eine kontrolliertere Belagversion des härteren Pendants.

Dieses Konzept findet sich bei fast allen Belagfamilien wieder. Um eine möglichst große und heterogene Gruppe von Tischtennisspielern anzusprechen, werden ganze Belagreihen entwickelt.

Dabei wird meistens das gleiche Obergummi einfach mit einem anderen Schwamm verklebt. Nur in seltenen Fällen besitzt jeder Belag eine eigene Gummimischung oder individuelle Noppenstruktur.

Im Fall der Butterfly Tenergy Beläge wurde dieses Vorgehen umgedreht. Ein Schwamm wurde mit den verschiedensten Obermaterialien kombiniert. Allerdings besitzen auch hier die weicheren FX-Versionen des jeweiligen Belagmodells das absolut identische Obergummi.

Auf den Yasaka Mark V GPS war ich besonders gespannt, wie der weichere Schwamm mit dem straffen, griffigen Obergummi des Belagklassikers harmonieren wird, denn die große Stärke des Mark V, die harten und direkten Schläge, musste sicherlich entschärft sein.

Technische Eigenschaften des Yasaka Mark V GPS

Der GPS besitzt das gleiche Obergummi, wie es schon beim legendären Mark V zum Einsatz kommt.

Die Schwammhärte liegt im Medium-Soft Bereich, wobei der Belag insgesamt, bedingt durch das straffe Obermaterial, etwas härter wirkt und gut und gerne im Medium-Sektor anzusehen ist.

Mein Testexemplar (rot Max.) hatte mit Verpackung ein Gewicht von 79g. Ungeschnitten machte das 58g. Und geschnitten auf mein Butterfly Holz wog der Belag nur 40g.

Spieleigenschaften des Yasaka Mark V GPS

Direkt beim Einspielen gibt der Belag einen guten Mix aus Direktheit und Ballgefühl wieder. Bei frontal getroffenen Bällen sind die Unterschiede zur normalen Version am deutlichsten zu spüren.

Topspin und Halbdistanz

Der gefühlvollere Anschlag wirkt sich auch auf das allgemeine Spielgefühl aus. Dies und das griffige Obergummi sorgen im Topspinspiel für viel Rotation und Kontrolle. Die Topspineröffnung geht sehr einfach von der Hand.

Auch bei schnellen Topspinschlägen funktioniert der Yasaka Mark V GPS erfreulich gut. Im Gegensatz zu den anderen Softbelägen, sei es der Butterfly Sriver FX, Donic Coppa Tenero oder Joola Samba, lässt der Belag auch härtere Endschläge zu, wobei natürlich die Power der TOP-Klassiker nicht ganz erreicht wird.

Das Rotationsniveau bewegt sich im oberen Drittel der Klassikerbeläge. Dadurch wirkt der Mark V GPS mit seinen mittelschnellen Spinbällen auch gefährlich.

Aus der Halbdistanz lässt der Belag, bis zu einem gewissen Grad, ein offensives Spiel zu. Durch das griffige Obergummi, welches den Ball gut greift, können auch extreme Gegentopspins gespielt werden. Leider ist aber in Sachen Power nur wenig Durchschlagskraft vorhanden.

In Sachen Tempo und Dynamik ordnet sich der Yasaka Mark V GPS direkt hinter dem Donic Coppa ein.

Block, Aufschlag und Rückschlag

Im Blockspiel am Tisch besitzt der Belag eine gute Kontrolle. Zwar nimmt das Obergummi recht viel Rotation an, wird aber durch den Schwamm in seiner fehlerverzeihenden Wirkung gut unterstützt.

Frühe Blockbälle können sehr präzise gespielt werden. Der ideale Blockball mit diesem Belag ist ein früher, mittelschneller Block, bestehend, welcher aus einem Mix aus aktivem und passivem Blockspiel hervor tritt. Weder sehr weiche, noch extrem harte Blocks, liegem dem Belag.

Im Rückschlagspiel erweist sich der Mark V GPS als sehr variantenreich. Zum einen kann sehr sicher gespielt werden. Flache, gefährliche Unterschnittbälle sind durch die Griffigkeit des Belags sehr gut möglich.

Zum anderen lassen sich auch alle Arten von Flips und Eröffnungen über dem Tisch spielen. Der Belag ist dabei grundsolide, aber nicht sonderlich gefährlich.

Im Aufschlagspiel kann, für einen Klassiker, sehr viel Spin erzeugt werden. Darin steht der GPS seinem härteren Pendant kaum nach. Der Mix aus guter, kontrollierbarer Platzierung und Rotationserzeugung machen den Belag zu einer interessanten Option für Spieler, die gerne die Vorteile der harten und weichen Belagklassiker vereinen möchten.

Schuss und Ballonabwehr

Beim Schießen hat der Mark V GPS weder sonderlich gut, noch sonderlich schlecht abgeschnitten. Mir fehlte dann doch die Durchschlagskraft, wenngleich die Platzierung in Ordung war.

Aus der Ballonabwehr hat der GPS besonders Spaß gemacht. Ich brauche dabei einfach einen Belag, der den Ball gut greift. Dadurch kann ich den Ball im richtigen Winkel mitnehmen. Der Schwamm lässt auch viel Ballgefühl und Kontrolle zu.

Gegenangriffe waren eher schwierig. Beim Versuch in das Angriffsspiel zu kommen, ist der Belag einfach zu langsam. Das trifft aber auf fast alle Klassiker zu.

Fazit zum Yasaka Mark V GPS

Die weichere Version des TOP-Klassikers aus dem Hause Yasaka ist gar nicht so weich, wie vermutet.

Ein grundsolider, spinniger Mediumbelag, der als Vorstufe zu den TOP-Klassikern anzusehen ist. Dadurch eignet sich der Yasaka Mark V GPS für Spieler, denen die harten Klassiker zu wenig Ballgefühl bieten, aber gleichzeitig die Softbeläge zu wenig Möglichkeiten im Spiel geben.

Im Vergleich zum Butterfly Sriver FX ist der GPS deutlich härter und schneller. Beide Beläge bieten eine gute Rotation, wenngleich mit dem Sriver FX weicher gespielt werden muss. Der Coppa Tenero liefert dagegen eine Option für Spieler, die einen fehlerverzeihenderen Softklassiker suchen.

Yasaka Mark V GPS
83.3 / 100 TT-SPIN
34.90€Preis
Medium-SoftHärte
KlassischTechnologie
ALL/ALL+Eignung
Pros

✓ Spinnige Topspineröffnung

✓ Kombiniert Stärken von harten und weichen Klassikern

✓ Gute Aufschläge

✓ Giftiger Unterschnitt

✓ Leicht
Cons

✗ Nicht die Direktheit und Power der TOP-Klassiker

✗ Vergleichsweise Spinanfällig
Zusammenfassung
Ein grundsolider, spinniger Mediumbelag, der als Vorstufe zu den TOP-Klassikern anzusehen ist.
Spieleigenschaften71
Qualität/Haltbarkeit97
Preis-Leistungsverhältnis82

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