Gleichzeitig mit dem sehr weichen Donic Bluefire Big Slam konnte ich auch den Donic Acuda Blue P1 Turbo testen. Ich habe mir im Vorfeld einen Belag versprochen, der sehr viel Power und Tempo auf die Platte bringt. Das sagt zumindest die Werbeprosa über den Belag. Insgesamt ist die Acuda Blue Reihe ja eher zum „Wohlfühlen“ gedacht. Zumindest die härteste Version sollte dem ein wenig entgegenwirken.
Technische Eigenschaften des Donic Acuda Blue P1 Turbo
Das Obergummi macht einen deutlich strafferen und härteren Eindruck als mit der normeln Version des P1. Auch der Schwamm ist spürbar härter und feinporiger. Der Belag wiegt mit Verpackung 101g, ohne 70g und geschnitten 47g.
Spieleigenschaften des Donic Acuda Blue P1 Turbo
Beim Einspielen ist das hohe Grundtempo und das direkte Spielgefühl im Vordergrund. Insgesamt ist das Anschlaggefühl relativ hart, wenngleich nicht so hart wie bei vergleichbaren Belägen. Die ersten Topspins mit dem Donic Acuda Blue P1 Turbo haben mir sehr zugesagt. Ohne Probleme konnte ich viel Tempo und Rotation erzeugen. Die Ballflugkurve ist relativ flach und weit nach vorne gerichtet.
Der Paradeschlag ist die gnadenlose Topspineröffnung in Tischnähe und direkte, schnelle Punkte sind die Folge. Die Gegner können sehr gut unter Druck gesetzt werden, wodurch die Fehlerquote bei selbigen ansteigt. Die weiche Topspineröffnung ist auch spielbar, allerdings ist die Flugkurve dabei sehr flach und nicht sonderlich gefährlich. Aus der Halbdistanz entfaltet der Donic Acuda Blue P1 Turbo eine enorme Dynamik, sodass gegnerische Topspins sehr einfach mit harten Gegentopspins beantwortet werden können. Es ist auch notwendig die Initiative in den Ballwechseln zu suchen, da der Belag kaum fehlerverzeihend wirkt. Weiche Topspineröffnungen des Gegners können ohne Probleme abgeschossen werden oder als Gegentopspin versenkt werden. Wichtig ist der sehr frühe Balltreffpunkt, da ansonsten die Bälle zu lang geraten und über die Platte fliegen.

Rückschlage müssen sehr aktiv gespielt werden. Besonders harte Flips und Schüsse über dem Tisch funktionieren hervorragend. Die kurze Ablage geht bei frühem Balltreffpunkt sehr sicher. Der Schlägerwinkel muss immer perfekt angepasst werden, da der Belag viel Schnitt annimmt und ansonsten sehr viele Fehler die Folge sind.

Beim Schussspiel hat mir der Donic Acuda Blue P1 Turbo wahnsinnig gut gefallen. Keiner meiner Gegner hatte dabei den Hauch einer Chance. Das Tempo ist schon enorm. In der Ballonabwehr fühlt sich der Belag weniger wohl, wobei ich jederzeit und in jeder Position zum Gegentopspin oder Power-Loop ansetzen konnte. Die Fehlerquote ist wiederum etwas anderes 😉
Fazit zum Donic Acuda Blue P1 Turbo
Ich muss sagen, dass mich die Power und das Tempo des Belags doch überrascht haben. Ich hatte ein leichtes Upgrade zum P1 erwartet. Der Acuda Blue P1 Turbo hat aber mit diesem kaum noch etwas gemeinsam. Ein früher Balltreffpunkt und ein schneller Armzug sind unbedingt notwendig, um den Belag zu zünden. Dann ist kaum ein Kraut dagegen gewachsen. Ich würde den Acuda Blue P1 Turbo nur für Spieler empfehlen, die ein hohes Trainingspensum haben und ein komplett kompromissloses Angriffsspiel aufziehen möchten.










