
Technische Eigenschaften des Joola Samba 19
Beim Obergummi kann ich keine Unterschiede zum härteren Joola Samba 27 feststellen. Der Schwamm ist lediglich blau und weicher. Zudem wiegt der Samba 19 weniger. Mit 81g in der Verpackung und 63g ungeschnitten ist dieser deutlich leichter als sein härteres Pendant, wobei beide Beläge relativ leicht sind. Das Obergummi ist ebenso griffig.
Spieleigenschaften des Joola Samba 19

Das Gegentopspinspiel gestaltet sich als extrem harmlos. Auch fehlt bei extremen Schlägen die Dynamik und Präzision. Der Belag besitzt bei anspruchsvollen Techniken einen gewissen Flummi-Effekt, wodurch korrekt ausgeführte Schläge relativ unkonstant kommen.
Die große Stärke des Joola Samba 19 liegt eindeutig im geradlinigen Spiel. So sind vor allem die passiven Blocks ein Traum. Ohne viel Aufwand kann ich den Schläger einfach hinhalten, den Rest macht der katapultige Samba 19. Die Spinanfälligkeit ist so niedrig, dass ich mit offenem Schlägerblatt und Pressblock agieren kann. Normalerweise blocke ich nicht so gern, aber damit habe ich meine Gegner fast zur Verzweiflung gebracht.
Auch der Schuss auf passive Bälle des Gegners ist in Tischnähe sehr einfach und effektiv. Ein Spielzug, der fast schon Standard wurde beim Testen: Spinnige, gefühlvolle Topspineröffnung am Tisch mit der Rückhand und aktives Pressblocken oder Nachkontern am Tisch. Ich hatte zur gleichen Zeit den Joola Samba 27 auf der Vorhand, mit dem ich offene Bälle kontrolliert abgeschossen habe. Für jegliche Block-, Konter- oder Schussstrategie in Tischnähe ist der Joola Samba 19 der Hammer.
Die Aufschläge besitzen gute Rotation. Allerdings muss ich auch beim Aufschlag aufpassen, damit der Katapult nicht einsetzt. Die Unterschnittrückschläge gingen sehr sicher. Probleme hatte ich wiederum beim Flip, da ich auch hierbei kaum das richtige Maß gefunden habe. Nur der sehr gefühlvolle Bananenflip ging ohne Probleme.
Das Schussspiel auf hohe Bälle ist mit dem Joola Samba 19 eigentlich ganz gut. Trotzdem fehlt mir persönlich etwas die Präzision, wobei die Fehlerquote sehr gering war. Die aus der Halbdistanz gehobenen Bälle können sich ebenso auf den stark einsetzenden Katapult verlassen. Zwar kann ich keine Gegenangriffe mit dem Samba 19 starten, doch in der Ballonabwehr eingraben geht ganz gut.
Fazit zum Joola Samba 19
Wie ihr lesen könnt, ist das Fazit zum Joola Samba 19 sehr gespalten. Zum einen lassen sich anspruchsvolle Techniken, wie harte Topspins, Gegentopspin oder Flips über dem Tisch, kaum spielen. Dazu ist der Belag einfach zu ungenau. Das Spin-Niveau ist bei einfachen, leichten Schlägen ganz ok, bei harten, anspruchvollen Schlägen ist kaum Rotation im Spiel. Auf der anderen Seite ist der Belag für Spieler interessant, die sich auf ein sicheres Block-, Konter und Schussspiel verlassen und in Tischferne sich mit sicheren Schlägen eingraben wollen. Daher würde ich den Joola Samba 19 als Rückhandbelag empfehlen. Die sichere, spinnige Eröffnung kombiniert mit den linearen Eigenschaften des Belags im offenen Spiel sprechen den Vorhand-Dominanten Spieler an, der mit seiner Rückhand nur sicher eröffnen möchte und im offenen Spiel lediglich passiv blockt oder einen Schuss als Endschlag nutzt.
Die Probleme hatte ich Anfangs aus zwei Gründen. Einerseits musste der Belag erst „eingekloppt“ werden und wurde deutlich kontrollierter. Zum anderen konnte ich mein beidseitiges Angriffsspiel nicht wie gewohnt umsetzen. Der Joola Samba 19 ist ein sehr spezieller Belag und ist in den möglichen Schlagtechniken sehr limitiert. Setzt man diesen aber richtig ein, so kann dieser trotzdem zur Waffe werden.
Joola Samba 19
Pros
- passive Blocks
- Konter und Schuss in Tischnähe
- Schnittunempfindlich
- weiche Eröffnung Tischnähe
Cons
- Fehlende Präsision beim Topspin
- Flummi-Effekt
- Anspruchvolle Schlagarten
- Stark limitiert
- Maximale Rotation










