Nittaku Fastarc G-1 – Japan’s Nummer 1 Bestsellerbelag

Schon etwas länger ist der Nittaku Fastarc G-1 weltweit erhältlich. Nur in den Regalen der deutschen Tischtennishändler suchte man bisher vergebens nach diesem Belag. Bis jetzt. Denn zusammen mit den Neuerscheinungen in diesem Jahr wird die komplette Fastarc Belagserie auch hierzulande auf den Markt kommen.

Großer Erfolg auf dem japanischen Markt

An dieser Stelle frage ich mich, was an dem Nittaku Fastarc so besonders sein soll, wird dieser, wie fast alle modernen Tischtennisbeläge, in Deutschland hergestellt. Jedoch hat sich gerade jener Tensorbelag bei den japanischen Tischtennisspielern durchgesetzt und ist ähnlich beliebt, wie es ein Butterfly Tenergy 05 oder Xiom Vega Pro ist.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir ein Exemplar zu besorgen 😉

Technische Eigenschaften des Nittaku Fastarc G-1

Der Belag macht einen guten Eindruck nach dem Auspacken. Das Obergummi ist relativ griffig und matt. Die Noppenstrukur ist eher mittellang und breit.

Der Schwamm besitzt mittelgroße Poren und ist mit den vielen anderen Tensorschwämmen vergleichbar.

Als Belagstärke habe ich Super Thick gewählt. Muss 2,0mm oder 2,1mm sein. In der Verpackung wog mein schwarzes Exemplar 123g. Ungeschnitten waren es 65g und geschnitten (Stiga Standard-Maß) nur 44g.

Spieleigenschaften des Nittaku Fastarc G-1

Beim Einspielen ist die Härte des Belags merklich spürbar. Im linearen Spiel wirkt der Nittaku Fastarc G-1 sehr direkt und kompakt.

Sobald ich aber die Schlaghärte etwas erhöhe und schnellere Bälle spielen möchte, entfaltet sich die Power des Belags. Dies wurde auch bei den ersten Topspins deutlich.

Spinspiel

Die Eröffnungsspins können mit einer extremen Rotation gespielt werden. Der Nittaku Fastarc G-1 greift den Ball optimal und lässt den Ball in einem relativ hohen Absprungwinkel heraus. Die Ballflugkurve ist daher sehr hoch. Es besteht dadurch ein relativ großes Trefferfenster.

In Tischnähe können sehr schnelle und harte Eröffnungsspins gespielt werden. Was mir aber besonders gut gefällt, sind die extremen Winkel, die aufgrund der Ballflugkurve spielbar sind. Das macht den Nittaku Fastarc G-1 sehr variabel und schwerer berechenbar. Darin ist der Belag vergleichbar mit dem Tenergy 05 und auch dem Vega Pro.

Aus der Halbdistanz besitzt der Belag viel Power. Die Katapultunterstützung ist durch die rotationslastigen Eigenschaften nicht so ausgeprägt, sodass bei vollem Treffpunkt nicht ganz so viel Geschwindigkeit heraus kommt.

Die große Stärke des Nittaku Fastarc G-1 findet sich in Topspin-Topspin-Duellen wieder. Selbst bei extrem tangetial getroffenen Bällen kann der Gegentopspin stets optimal gespielt werden. Durch die extreme Rotation, die dabei auf den Ball übertragen wird, springt der Ball sehr gefährlich und schwer zu berechnen auf der gegnerischen Platte ab.

Besonders auf langsame Topspins des Gegners kann ein punktbringender Endschlag angebracht werden. Zudem hat man das Gefühl, immer noch eine Schippe drauf legen zu können. Ähnlich wie mit dem Xiom Vega Pro besitzt der G-1 im Spinspiel die Eigenschaft, dass die Topspins fast schneller sind, als die Schüsse.

Aufschlag und Rückschlag

Ein weiterer Pluspunkt sind die Aufschläge. Mit sehr viel Rotation und einer exakten Platzierung können die Gegner vor viele Probleme gestellt werden. Allgemein ist das Rotationsniveau am Maximum des für Tensorbeläge möglichen und bewegt sich nahe an dem des T05.

Im Rückschlagspiel mag ich die katapultarmen Eigenschaften des Belags. Klar ist der Nittaku Fastarc G-1 sehr spinanfällig, aber ich habe es gerne, wenn Beläge viel Rotation annehmen. Es muss halt immer der richtige Schlägerwinkel eingestellt werden.

Vor allem aktiv gespielte Flips, sowohl Bananenflips aufgrund der Spinfähigkeit, als auch harte, direkte Enschläge über dem Tisch, sind mit dem Belag sehr gut spielbar.

Block und Schuss

Im Blockspiel zeigt der Nittaku Fastarc G-1 zwei Gesichter. Bei passiven, späten Blocks macht auch mir die Sensibiltät für den ankommenden Spin Probleme. Sobald aber aktiver Druck erzeugt wird oder ein gekonnter Spinblock ausgepackt wird, wendet sich das Blatt wieder. So kann leicht die Initiative aus passiven Situationen ergriffen werden.

Im Schussspiel funktioniert der Belag tadellos. Etwas mehr Dynamik oder Katapultunterstützung wären hilfreich im linearen Spiel. In der Ballonabwehr sollte immer eine aktive Spinbewegung gemacht werden, dann funktioniert der G-1 auch hier einwandfrei und mit einer guten Länge in den Schlägen versehen. Gegenangriffe haben genügend Power und sind, aufgrund der Rotationseigenschaften, gefährlich.

Nittaku Fastarc Vergleich

#NAMERATINGPreisEinzelbewertungLINK

Fazit zum Nittaku Fastarc G-1

Ich mache es kurz. Der Nittaku Fastarc G-1 ist einer der besten Angriffsbeläge auf dem Markt. Für mich spielt sich dieser wie ein Update des Vega Pro, da das Obergummi noch einen Tick besser ist.

Auch haben nur wenige Beläge auf dem Markt eine so konstante Ballflugkurve. Darunter sind zu nennen der T05, MX-S, Omega V Asia, Vega Pro oder EL-S, wobei letzter den Spielern, die über einen entsprechend schnellen Armzug verfügen, zu weich sein dürfte.

Einordnen wollte ich den Nittaku Fastarc G-1 eigentlich zur ersten Tensor-Generation nach Tenergy, wie zb. Donic Baracuda, andro Hexer, Tibhar Genius oder vielleicht Tibhar Aurus. Aber diese hatten noch ihre Ungenauigkeiten, man denke da nur an das Durchrutschproblem bei schwülem Wetter. Zudem ist der Belag einfach moderner.

Zu den schnelleren Powerbelägen, die vor allem in der Performance verbessert wurden, hierbei zu nennen die Rasants, Bluefires oder den MX-P, kann ich den Fastarc G-1 auch nicht zuordnen, da diese nicht so konstante Ballflugkurven besitzen.

Um das zu verstehen sollte man die aktuelle Diskussion in den englischen und japanischen Foren verfolgen. Es geht um die Linearitätseigenschaften von Tischtennisbelägen. Kurz gesagt die konstante Schlagausführung. Dafür wurden Beläge wie der Nexy Karis entwickelt. Selbst Tibhar hat den Bedarf erkannt und extra für den koreanischen (asiatischen?) Markt den Tibhar Evolution MX-K herausgebracht.

Einordnen würde ich den Nittaku Fastarc zwischen T05 und Vega Pro. Eher unkatapultig und spinanfällig im passiven Spiel. Dann aber direkt und hart im linearen Spiel. Ein typischer Topspinbelag mit einer extremen Beschleunigung im tangetialen Spiel. Und auch eine Butterfly Tenergy 05 Alternative, wegen der Ballflugkurve und den extremen Winkeln, die bei Topspins in Tischnähe möglich sind.

Als Voraussetzung ist eine gute Technik empfehlenswert, sowie ein guter Armzug und ein hohes Trainingspensum, um den Belag voll ausnutzen zu können.

Noch erwähnenswert ist, dass der Nittaku Fastarc G-1 der Bestseller Belag in Japan ist. Hierzulande ist dieser noch ein Geheimtipp. Wenn ihr euch den Belag sichern wollt, und noch ein paar Euro sparen möchtet, dann bestellt diesen bei meinem Partnershop tt-shop.de. Bei der Eingabe des Rabattcodes „ttspin“ spart ihr 20%, die ihr ab 2 Belägen auch automatisch erhaltet.

Normalerweise mache ich keine Werbung in die Beiträge selbst, aber in diesem Fall handelt es sich um ein Top-Produkt, welches woanders sehr teuer für euch sein kann 😉

Hier geht es zum Belag

Nittaku Fastarc G-1
92 / 100 TT-SPIN
42.90€Preis
Medium-HardHärte
TensorTechnologie
OFF/OFF+Eignung
Pros

✓ Extreme Rotation

✓ Winkelspiel beim Topspin

✓ Gegentopspins

✓ Konstante Ballflugkurve
Cons

✗ Spinanfällig

✗ Passives Blockspiel
Zusammenfassung
Der Nittaku Fastarc G-1 ist einer der besten Angriffsbeläge auf dem Markt. Rotationsstark, schnell und durchschlagskräftig. Für ein dominates Angriffsspiel.
Spieleigenschaften93
Qualität/Haltbarkeit88
Preis-Leistungsverhältnis95
%d Bloggern gefällt das: