
Nun scheinen diese restlos behoben worden zu sein und die Mantras sind nun auf dem Markt erhältlich. Diese werden übrigens die einzigen Belagneuheiten von Stiga in diesem Jahr bleiben.
Technische Eigenschaften des Stiga Mantra H
Beim Auspacken des Stiga Mantra H wurde sofort klar, dass es sich um einen in Japan hergestellten Belag handelt. Sowohl vom optischen, aber auch der typische Geruch japanischer Herstellung fällt auf.

Der Schwamm ist typisch porig ausgelegt, allerdings würde ich diese im Vergleich zu anderen modernen Belägen als feinporig bezeichnen. Die Härte entspricht einem medium-hart Schwamm.
Beim Ablösen von Schwamm und Obergummi vom Belagrest des Stiga Mantra H war auffällig, dass die Verklebung im Vergleich mit anderen Belägen doch relativ leicht lösbar ist. Ob dies der Grund für die früheren Qualitätsmängel war, kann nur spekuliert werden. Beim Test und auch beim Belastungstest mit dem Belagrest gab es keine Qualitätsprobleme.
Mein Exemplar (rot 2,1mm) brachte es mit Verpackung auf 103g. Ungeschnitten waren es 70g und geschnitten 49g.
Spieleigenschaften des Stiga Mantra H
Vom ersten Konterschlag an wurde das direkte Spielgefühl des Belags deutlich. Zudem hat der Mantra H ein großes Potential an Power und Dynamik, welches bei schnelleren Schlägen spürbar ist.
Topspins in Tischnähe und aus der Halbdistanz


Im Halbdistanzspiel entwickelt der Stiga Mantra H eine gute Dynamik, wobei die eher flachere Ballflugkurve in Tischnähe besser zur Geltung kommt. Zudem ist ein früher und genauer Balltreffpunkt entscheidend, ob der Belag richtig zündet. Beim Gegentopspin kann allerdings mit einem Endschlag aus jeder Position geantwortet werden. Das ist schon beeindruckend.
Aufschlag – Rückschlag

Kurze Rückschläge waren ebenso kein Problem. Beim Schupf konnte der Ball zudem sehr flach gehalten werden. Beim Flip machte mir das nach vorne gerichtete Spielgefühl Probleme. Lediglich der trockene, kompromisslose Flip gelang ohne Umstellungsprobleme.
Schuss und Block

Im Schussspiel macht der Mantra H wiederrum eine gute Figur. Die Power und Endgeschwindigkeit des Belags sind sehr gut. In der Ballonabwehr ist der Belag nicht der Gefühlvollste. Die Präzision ist aber in Ordnung, sodass auch die Ballonabwehr hin und wieder eine Option sein kann.
Fazit zum Stiga Mantra H
Mit dem Mantra H schließt Stiga endgültig die Lücke zwischen ESN und Japanbelägen (abgesehen von Buttefly natürlich 😉 ), was die Betrachtung der Rotation angeht. Das typische Tensorfeeling kommt aber nicht auf. Daher würde ich noch Nachholbedarf beim FKE sehen.
Der Belag ist zudem für Powerspins und kompromisslose Angriffsbälle ausgelegt. Variable Angreifer oder gefühlvolle Topspinfetischisten werden Probleme mit dem Belag haben.
Interessant könnte der Belag für Spieler sein, die ESN Beläge für zu Flummihaft halten, aber mit den Chinabelägen auch nicht zurecht kommen. Da verspricht der Stiga Mantra H zumindest vom Spielgefühl her eine gute Zwischenlösung.
Als Werbeslogan würde ich folgenden, abschließenden Satz anbringen.
Ihr agiert tischnah, kompromisslos und mit knallharten Topspins? Dann ist der Stiga Mantra H der richtige Belag für euch!










