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TSP Ventus Basic

Der TSP Ventus Basic reiht sich nun in das immer größer werdende Sortiment an Leichtspielbelägen ein. Einer Belagart, die zwar mit der gewohnten Tensortechnologie ausgestattet ist, aber einen deutlich reduzierten FKE (Frischklebeeffekt) besitzt.

Und das diese Beläge in Zukunft häufiger auf den Schlägern der Tischtennisspieler kleben könnten, habe ich im Artikel „Die Entdeckung der Mittelmäßigkeit – Warum Beläge mit reduziertem FKE zum Trend werden könnten“ ausführlich diskutiert.

Der Unterschied zu klassischen Belägen ist demnach nicht mehr so groß. War eine Umstellung auf einen Tensorbelag bisher mit so einigen Problemen verbunden, so kann nun mit mehr Ballkontrolle bei den Leichtspieltensoren gerechnet werden. Im Tensor vs. Klassiker Vergleich wurden die weiteren Unterschiede deutlich gemacht.

Besonders die weichen Leichtspieltensoren, wie der Donic Desto F4 oder eben auch der TSP Ventus Basic, machen den Klassikern nun Konkurrenz. Auch bei den Tischtennisanfängern. Preislich gesehen sind die Tensoren sogar attraktiver. Der TSP Ventus Basic wird für 26,90€ angeboten.

Technische Eigenschaften des TSP Ventus Basic

Beim Auspacken war ich zunächst etwas verwundert. Der Schwamm des Ventus Basic besitzt keine Poren. Das erinnert mich stark an den Xiom Vega Elite, welcher ebenso einen sehr weichen, porenlosen Schwamm besitzt.

Das Obergummi ist vergleichsweise flexibel. Die Noppengeometrie ist kurz und dünn ausgelegt. Die Oberfläche ist relativ griffig.

Das nächste Staunen bekam ich beim Auswiegen des Belags. In der Verpackung wog mein Exemplar des TSP Ventus Basic (rot 2,0mm) 86g. Ungeschnitten waren es 54g (manche geschnittenen Beläge wiegen so viel…) und auf mein Testholz geschnitten (Stiga Standard-Maß) nur 36g!!! Da bekommt das Wort Leichtspieltensor eine ganz andere Bedeutung 😀

Spieleigenschaften des TSP Ventus Basic

Beim Einkontern fielen gleich die Besonderheiten des Belags auf. Dieser ist extrem langsam. Manche Klassiker sind ähnlich schnell oder schneller. Dennoch hilft die leichte Katapultunterstützung den Ball einfach über das Netz spielen zu können. Das Ballgefühl ist sehr schön und gibt eine gute Rückmeldung.

Spinspiel und Halbdistanzspiel

Im Topspinspiel kann eine moderate Rotation entwickelt werden. Ich musste jedoch sehr weich und gefühlvoll spielen. Die Ballflugkurve des TSP Ventus Basic ist sehr flach. Dadurch sollte das Schlägerblatt stark geöffnet sein.

Die Topspineröffnung auf Unterschnitt gelingt sehr sicher und mit einem moderaten Tempo versehen. Probleme hatte ich bei sehr starken Unterschnittbällen. Aber auch diese konnte ich nach einer Anpassung der Schlagtechnik sicher übers Netz befördern. Gefährlich sind die Schläge allerdings nicht.

Die harten Topspins, wenn ich mich auf den Ball drauf legen wollte und durch meinen Armzug versuchte Tempo zu kreieren, blieben meist im Netz hängen. Da fehlt dem TSP Ventus Basic einfach die Härte und Spinkurve.

Aus der Halbdistanz kann sehr sicher retourniert werden. Anspruchsvolle Schlagtechniken, allen voran der Gegentopspin, sind kaum spielbar. Sicher rein spielen, heben und sich in der Ballonabwehr eingraben geht dagegen ganz gut. Die Kontrolle, die der Ventus Basic besitzt, ist schon erstaunlich.

Die Gummiwand

Die absolute Stärke des TSP Ventus Basic liegt im passiven Blockspiel. Ich kenne keinen anderen Belag, der derartig schnittunempfindlich ist. Sowohl schnelle, harte Topspins, als auch langsame weiche Spinbälle, werden einfach durch Hinhalten des Belags sicher auf die gegnerische Hälfte geblockt. Dabei fliegt der Ball relativ flach und langsam bis mittelschnell aus dem Schläger heraus.

Ein Vergleich zu einer Gummiwand liegt nicht ferne. Gute Angreifer können aber auch die harmlosen Blockbälle problemlos nachziehen. Lange Ballwechsel resultieren daraus, da die Fehlerquote auf beiden Seiten niedrig gehalten werden kann. Bei aktiven Blocks ist mir der Belag zu weich, um vernünftig Druck aufzubauen.

Aufschlag und Rückschlag

Im Aufschlagspiel war der TSP Ventus Basic ganz ok. Sonderlich viel Rotation oder eine überragende Platzierung konnte ich nicht feststellen.

Passive Rückschläge gehen einfach von der Hand, wobei ich es lieber mag, wenn Beläge Schnitt annehmen und ich selbst die Länge des Rückschlags steuern kann. Die fehlerverzeihende Wirkung dürfte vor allem Spieler interessieren, die chronische Rückschlagprobleme haben.

Aktive Rückschläge über dem Tisch können nur rein gespielt werden. Spinnige Bananenflips und harte Flips sind kaum gefährlich und eher von Nachteil, da diese zu einfach retourniert werden können.

Schuss und Ballonabwehr

Im Schussspiel ist der Ventus Basic sehr schwammig und unpräzise. Lediglich das sichere Wegkontern geht ganz gut. In der Ballonabwehr besitzt der Belag eine überragende Ballkontrolle. Es muss nur immer etwas gegen gegangen werden, damit der Ball nicht zu kurz wird. Gegenangriffe sind problematisch, da ohne Druck und Spinkurve agiert werden muss.

Fazit zum TSP Ventus Basic

Ein Leichtspielbelag, der seinem Namen gerecht wird. Extrem wenig Eigengewicht, kaum Schnittempfindlichkeit und im passiven Spiel unschlagbar kontrolliert zu spielen.

Allerdings geht die Leichtigkeit auch mit Defiziten im aktiven, technisch versierten Spiel einher. Darin wirken harte Klassiker wie Yasaka Mark V oder Butterfly Sriver besser und mit mehr Möglichkeiten ausgestattet.

Zum Erlernen von Schlagtechniken halte ich den TSP Ventus Basic für gut. Manche Klassiker oder auch der Donic Desto F4 gefallen mir darin aber noch besser. Für den Umstieg auf Tensorbeläge halte ich die anderen Beläge mit reduziertem FKE, unter anderem andro GTT 40 bzw. 45 oder den Donic Blues T1, besser im Bezug auf das Spinspiel. Im linearen Spiel, beim Blocken, Kontern oder auf der Suche nach fehlerverzeihenden Eigenschaften, können Anfänger und Tensoreinsteiger beim TSP Ventus Basic fündig werden.

Empfehlen würde ich den Belag für Allrounder, denen das sichere Blockspiel am wichtigsten ist. Oder auch für diejenigen, die eine Schlagseite besitzen, auf der die Fehlerquote extrem hoch ist. Beispielsweise bei der Aufschlagannahme mit der Rückhand.

Zudem sehe ich den Belag als Lightversion zum Xiom Vega Elite an, der ähnliche Eigenschaften besitzt, aber schneller und spinniger ist.

TSP Ventus Basic

26,90€
TSP Ventus Basic
8.6

Spieleigenschaften

8/10

Qualität/Haltbarkeit

9/10

Preis-Leistungsverhältnis

9/10

Pros

  • Passives Blockspiel
  • Schnittunempfindlich
  • Gefühlvoll und Fehlerverzeihend
  • Extrem Leicht
  • Sehr günstig

Cons

  • Anspruchsvolle Schlagtechniken
  • Ungefährlich
  • Durchschlagskraft
  • flache Spinkurve

4 Gedanken zu “TSP Ventus Basic

  1. Hallo Marcel,

    wieder ein schöner Bericht. Ich habe von den gem. Tensoren
    bis jetzt nur den Desto F4 getestet. Sie liegen meiner Meinung
    nach zu nah beim Klassiker. Sind deswegen keine Option
    für mich. Wäre klasse wenn du den Intro testen könntest.
    Hier erhoffe ich mir mehr.

    LG Peter

    • Hallo Peter,

      der Bericht vom Intro kommt Mitte/Ende Mai. Der Donic Blues T1 besitzt mehr Möglichkeiten und könnte auch eine Alternative sein. Die weichen Tensoren mit reduziertem FKE bieten eher Einsteigern und erstmaligen Tensorumsteigern das richtige Potential

      Gruß,

      Marcel

  2. Hallo Marcel,
    Könntest du eventuell alle Beläge der Xiom Omega Belagreihe einer Punktzahl zuordnen, so wie du es bei der Rasanter-Reihe gemacht hast. Würde mich freuen.
    Grüße

    • Hallo Brian,

      meinst du auch Omega IV oder nur Omega V?

      Habe den Bericht schon vor längerem geschrieben. Und zu meinen Anfangszeiten habe ich alles etwas anders gemacht als jetzt. Denke aber darüber nach mal ein Update zu machen 😉
      Der Omega V Europe hat ja auch einen eigenen Bericht.

      Gruß,

      Marcel

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