Der Donic Vario Soft steht, genauso wie sein härteres Pendant Donic Vario, bei vielen Tischtennisspielern hoch im Kurs. Als Softbelag reiht sich der Vario Soft in die lange Liste der weicheren Belagversionen, bestehend u.a. aus Butterfly Sriver FX, Yasaka Mark V GPS, Donic Coppa Tenero oder Tibhar Rapid Soft, ein.
Interessant wird aber aus meiner Sicht ein Vergleich zum JOOLA Samba werden, da bereits der normale Vario recht gefühlvoll gespielt werden kann. Aber mehr wird der Testbericht selbst zeigen.
Technische Eigenschaften des Donic Vario Soft

Mein Testexemplar des Belags (schwarz 2,0mm) bringt ungeschnitten 57g auf die Waage. Geschnitten auf Stiga-Standard-Maß verbleiben 40g.
Spieleigenschaften des Donic Vario Soft
Beim Einkontern wirkt der Belag sehr harmonisch. Zudem steht das Ballgefühl im Vordergrund. Der weiche Schwamm und das elastische Obergummi sorgen für viel Kontrolle. Das Grundtempo des Donic Vario Soft ist schon sehr gedrosselt.
Eröffnungstopspin und Rotation

Besonders gut ging das Umwickeln mit dem Handgelenk. Die daraus resultierenden weichen Topspins kamen sicher und mit einer gewissen Gefährlichkeit auf der gegnerischen Platte an.
Halbdistanzspiel und Vergleich

Aber in der Halbdistanz die Bälle aktiv und sicher retournieren ging derart gut in Verbindung mit dem Plastikball, dass meine Gegner schon sehr platziert spielen mussten und einen langen Atem brauchten, um gegen mich zu punkten.
Im Vergleich zu anderen Softbelägen ist der Donic Vario Soft sehr spinfreudig und mit einer höheren Flugkurve bei weichen Topspins ausgestattet. Besonders deutlich merkt man dies gegenüber dem JOOLA Samba. Der Donic Coppa Tenero ist direkter und etwas schneller.
Blockspiel

Leider konnte ich mit dem Belag kaum Tempoverschärfungen für die Vorbereitung eigener Angriffe vollziehen, um so Gegenangriffe vorzunehmen.
Aufschlag-Rückschlag

Rückschläge können problemlos kurz gelegt werden. Gefährliche Aufschläge des Gegners lassen sich einfach entschärfen. Die Fehlertoleranz ist sehr hoch. Ganz gut gefällt mir der Belag bei aktiven Bananenflips. Bei harten Flips hatte ich Probleme, da keinerlei Härte oder kaum Beschleunigung auf den Ball wirkt.
Schuss und Ballonabwehr
Im Schussspiel ist der Vario Soft recht harmlos. Viel besser hat mir der Rollentausch in der Ballonabwehr zugesagt. Zwar fehlt dem Belag etwas Geschwindigkeit, um stets die hohen Abwehrschläge weit Richtung Grundlinie zu spielen. Dafür kam jeder Ball auf der gegerischen Platte an, den ich erreichen konnte.
Seitdem wir nur noch mit dem Plastikball spielen, habe ich meinen Spaß am Spielen aus der Ballonabwehr heraus gefunden. Und mit dem Donic Vario Soft konnte ich besonders sicher agieren. Gegenangriffe gestalten sich aber leider als schwierig bzw. harmlos.
Fazit zum Donic Vario Soft
Unter den Belagklassikern finden sich sehr viele Softbeläge wieder. Meistens handelt es sich um die Softversion eines Belags, dessen Obergummi mit weicheren Schwamm verklebt wurde.

Für Softbelagspieler ist der Donic Vario Soft sehr interessant, wenn ein sehr gefühlvolles Spielgefühl und spinnige Topspins vereint sein sollen. Zudem weist der Vario Soft sehr hohe Qualitäten bei passiven Schlägen auf. Leider fehlt dem Belag die Power und Durchschlagskraft, um mal direkt zu punkten.
Darüber hinaus wirkte bei meinen Tests der Belag am besten, wenn schnellere oder härtere Hölzer eingesetzt wurden. Kombiniert mit weichen, langsamen Allroundhölzern war der Belag deutlich harmloser, was nur Anfängern einen Vorteil bringen kann, die auf maximale Kontrolle setzen müssen.
✓ Weiche Eröffnung
✓ Ballgefühl
✓ Kontrolle im passiven Spiel
✓ Perfekt für Einsteiger und gefühlvolle Allrounder
✗ Harte Endschläge
✗ Power nur in Verbindung mit schnellen Hölzern










