TSP Ventus Soft

Mit dem Testbericht über den TSP Ventus Soft komplettiere ich die Ventus Belagreihe. Damit steht einem Vergleichstest zwischen Super Ventus, Ventus Speed, Ventus Spin, Ventus Basic und eben Ventus Soft nichts mehr im Wege.

Die Ventus Beläge bestanden ursprünglich nur aus drei Versionen (Speed, Spin und Soft), was die Anforderungen der meisten Spielertypen bereits abdeckt. Da aber die Spitzenversion, der Ventus Speed, lediglich einen 45° Medium-Schwamm besitzt, musste TSP nachlegen und den Super Ventus auf den Markt bringen.

Mit einer Medium-Soft-Version (Ventus Spin) und der weichen Softversion Ventus Soft findet sich eigentlich für jeden Spielertyp etwas. Der Ventus Basic dient ergänzend noch für den Übergang zwischen normalen Tensoren und Klassikern. Wobei ich den Basic aufgrund des geringen Tempos auch auf den Schlägern von geübten Anfängern sehen kann.

Nun möchte ich mich aber komplett dem TSP Ventus Soft widmen. Ein paar Vergleiche zu ähnlichen Softbelägen werde ich im Laufe des Testberichts mit einfließen lassen. Ich denke da im besonderen an den andro Hexer Powersponge oder Tibhar Aurus Sound.

Technische Eigenschaften des TSP Ventus Soft

Beim Ventus Soft scheint das gleiche Obergummi verklebt zu sein, wie bei den Versionen Ventus Speed und Ventus Spin. Es ist recht griffig und straff. Daher nicht so stark elastisch, wie bei vielen neueren Belägen.

Der Schwamm ist extrem weich ausgelegt und besitzt eine Härte von 35°.

Mein Testexemplar des Belags (rot Max.) wog mit der Verpackung 92g. Der ungeschnittene Belag besitzt 61g, während das gute Stück, geschnitten auf Stiga Standard-Maß, 41g auf die Waage bringt.

Spieleigenschaften des TSP Ventus Soft

Beim Einspielen kommt das volle Softfeeling direkt durch. Dennoch spielt sich der TSP Ventus Soft nicht so extrem weich, was aufgrund des straffen Obergummis nicht verwunderlich ist. Daher kann der Belag unter anderem gut mit dem Tibhar Aurus Sound verglichen werden, aber darauf komme ich gleich noch.

Topspineröffnung und Gegentopspins

Bei den Eröffnungstopspins wirkt der Softbelag stabil und gefühlvoll. Die Sicherheit und der helle Sound sind die Markenzeichen des Belags. Bei schnelleren Topspins kann ein mittleres Tempo erreicht werden. Das Rotationsniveau würde ich als durchschnittlich bis gut bezeichnen.

Bei Gegentopspins merkt man dem TSP Ventus Soft an, dass die Schwammhärte sehr weich gewählt wurde. Es kann sicher und problemlos bei Gegenspins agiert werden, jedoch ist die Gefährlichkeit und Durchschlagskraft bescheiden.

Das schöne an einem gut kontrollierbaren und fehlerverzeihenden Belag wie dem TSP Ventus Soft ist jedoch, dass, solange die Beinarbeit es zulässt, jeder Ball wieder auf die gegnerische Platte gebracht werden kann. So zieht man aus der Kurz- bis Mitteldistanz etliche Male munter auf die ankommende Topspins an, ohne jegliche Probleme.

Vergleiche zu anderen Softbelägen

Am besten lässt sich der Belag mit dem Tibhar Aurus Sound vergleichen. Dieser besitzt ein ähnliches Profil, also einen 35° weichen Schwamm und ein straffes Obergummi. Beim Aurus Sound ist das Obergummi noch straffer und direkter, was etwas mehr Geschwindigkeit und Power zulässt.

Dagegen ist der TSP Ventus Soft noch sicherer und einfacher zu spielen, verliert aber ein wenig Tempo und Rotation gegenüber dem Pendant von Tibhar. Als weiteren Vergleichsbelag würde ich noch den andro Hexer Powersponge heranziehen, wenngleich das Obergummi flexibler und der Schwamm minimal härter ist.

Schade ist, dass es den Tibhar Genius Sound nicht mehr gibt. Dieser wäre ebenfalls eine interessante Variante gewesen. Andere Beläge wie der Donic Acuda S3 oder Joola Samba Tech könnte man ebenso in den erweiterten Kreis der Alternativen aufnehmen.

Halbdistanz

Aus der Halbdistanz fehlt dem TSP Ventus Soft die Power und Durchschlagskraft. Es kann gefühlvoll und sicher agiert werden. Die Ballflugkurve des Ventus Soft ist nicht sonderlich hoch, weshalb schnelle Angriffe ein gutes Timing oder ein entsprechend hartes Carbonholz benötigen.

Am besten fand ich den Ventus Soft sowieso auf der Rückhandseite und in Tischnähe, wo die Kontrolle und Spielfreude am deutlichsten herausstachen.

Blockspiel, Aufschlag und Rückschlag

Im Blockspiel ist der Belag eine fehlerverzeihende Wand. Passiv kann eigentlich jeder Angriffsschlag des Gegners geblockt werden. Selbst bei spätens Blocks und schlechter Stellung verzeiht der Belag durch sein geringes Tempo und dem gut einsetzenden Katapult eigentlich alles.

Aktive Blockbälle gehen auch überraschend sicher. Lediglich das Tempo und die Länge im Schlag lassen zu wünschen übrig. Denn zu langsame, kurze Blocks eröffnen dem Gegner wiederrum die Möglichkeit, weiter anzugreifen.

Im Aufschlagspiel wirkt der TSP Ventus Soft grundsolide und sehr einfach zu spielen. Die Spinentwicklung ist akzeptabel, aber nicht so berrauschend. Positiv ist, dass man einfach und präzise kurz aufschlagen kann.

Beim Rückschlag ist der Ventus Soft in Sachen Quote eine Macht. Dabei empfand ich den Katapult nicht als störend, sondern als sehr hilfreich. Die Schläge geraten auch nicht so extrem hoch, wenn mal das Timing nicht stimmt. Allgemein nimmt der Belag extrem wenig Schnitt vom Gegner an.

Flip, sichere Eröffnung, Schuss und Ballonabwehr

Aktive Flips sind leider sehr harmlos, aber sicher spielbar. Besonders Spieler, die eigentlich auf der Rückhandseite passiv agieren und einen fehlerverzeihenden Belag für das Rückschlag- und Blockspiel suchen, können mit dem Ventus Soft trotzdem problemlos Eröffnungsschläge wie Bananenflips und sicher angezogene Topspins erlernen.

Im Schussspiel wirkt der Belag sicher, aber ungefährlich. Das Abschießen der Gegner gelang eher wenig. In der Ballonabwehr kann man sich gut mit dem Belag eingraben. Der Sound und das Ballgefühl ermöglichen sichere, aber nicht von der Länge her perfekte, Abwehrschläge. Gegenangriffe sind nur möglich, wenn wieder näher an die Platte heran gerückt wird.

Fazit zum TSP Ventus Soft

Beim TSP Ventus Soft handelt es sich um einen sehr einfach zu spielenden, weichen Tensorbelag. Der Sound ist gut und der Katapulteffekt ist stark, wenngleich nicht störend.

Besonders im passiven Spiel, bei Topspineröffnungen und auf der Rückhandseite wirken sich die fehlerverzeihenden Spielgenschaften besonders für Spieler mit einer nicht so stabiler Technik sehr positiv aus.

Dagegen sind dem Belag im Angriffsspiel Limits gesetzt. Es kann eigentlich nur sicher und langsam, aber nie schnell und gefährlich agiert werden. Das betrifft auch reine Rotationsbälle, die eher durchschnittlich sind. Punkte werden über Sicherheit und Quote gemacht, aber nicht durch schnelle Endschläge.

Der beste Vergleich findet zum Tibhar Aurus Sound statt, welcher noch einen Tick gefährlicher, aber dafür auch fehleranfälliger, ist.

Ich empfehle den TSP Ventus Soft für Spieler, die noch unsicher in den Schlägen sind und sich daher einen fehlerverzeihenden Belag wünschen, aber dennoch genügend Möglichkeiten zum Anwenden der Erlernten Techniken im Angriffsspiel benötigen.

TSP Ventus Soft
86.3 / 100 TT-SPIN
36,90€Preis
SoftHärte
TensorTechnologie
ALL+/OFF-Eignung
Pros

✓ Passives Blockspiel

✓ Fehlerverzeihend

✓ Perfekt zum festigen der Schlagtechniken
Cons

✗ Kaum Power

✗ Nur durchschnittliche Rotationswerte

✗ Power- und Durchschlagskraft
Zusammenfassung
Der TSP Ventus Soft ist einfach zu spielen, fehlerverzeihend, eine Bank im passiven Spiel und für das festigen der Schlagtechniken ein optimaler Partner.
Spieleigenschaften85
Qualität/Haltbarkeit87
Preis-Leistungsverhältnis87

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