Der Nittaku Flyatt Spin ist ein weiterer, interessanter Belag Made in Japan. So taucht dieser weit oben in den japanischen Verkaufsrankings auf.
Nachdem ich mit großer Begeisterung bereits die Fastarc Beläge G-1, C-1, P-1 und S-1 testen durfte, bin ich wiederrum gespannt, was der Belag aus dem Hause Nittaku so alles drauf hat.
Technische Eigenschaften des Nittaku Flyatt Spin

Der harte Schwamm (47,5°) besitzt zudem eine feine, gleichmäßige Porigkeit. Durch die Spannung im Obergummi wölbt sich der Belag leicht nach innen.
Mit Verpackung wog mein Testexemplar (schwarz 2,0mm) 99g. Im ungeschnittenen Zustand waren es 70g und geschnitten (Stiga Standard Maß) 45g.
Spieleigenschaften des Nittaku Flyatt Spin

Die Katapultentwicklung des Nittaku Flyatt Spin ist demnach sehr konstant und linear. Dadurch kann der Belag sehr gut gesteuert und die Schläge nachvollziehbar dosiert werden.
Topspin und Angriffspiel
Im Spinspiel besitzt der Flyatt Spin aber auch seine Eigenheiten. So kann mit dem Belag sehr einfach eröffnet werden. Die Ballflugkurve ist höher als mit den Pendants von Joola und TSP, wenngleich etwas weniger Tempo vorhanden ist.

Das Rotationsniveau ist gut, wenngleich dieses im Vergleich zu anderen harten High-End-Belägen durchschnittlich ausfällt.
Beim Gegentopspin entwickelt der Nittaku Flyatt Spin eine gute Dynamik. Die Ballankopplung ist gut und für die meisten tangentialen Schläge ausreichend.
Gegenangriffe in Tischnähe sind jedoch die große Stärke des Belags. Mit einer extremen Sicherheit und Präzision werden die eigenen Angriffsbemühungen sehr einfach spielbar. Punkte werden so über die Quote erzielt.
Leider besitzt der Belag weder eine extreme Durchschlagskraft, noch eine maximale Rotation. So könnte dem technisch versierten Angreifer der Flyatt Spin zu ungefährlich sein.
Blocks und Rückschlag

Zwar nimmt die Oberfläche auch eine gute Portion Rotation an, aber durch das moderate Tempo und dem konstant einsetzenden Katapult können Blockbälle sehr leicht gespielt werden. Daher sind ebenso passive, späte Blocks und Notschläge problemlos einsetzbar.
Die zweite große Stärke würde ich im Rückschlagspiel ausmachen. Besonders über dem Tisch erweist sich der Belag als sehr kontrolliert und stabil. Kurze Schupfbälle lassen sich als besonders einfach spielen, da der Ball nie unkontrolliert weg springt.
Flips und sichere Eröffnungsschläge können ebenso sicher gespielt werden. Die Gefährlichkeit und Giftigkeit hält sich aber in Grenzen.
Aufschlag, Schuss und Ballonabwehr
Im Aufschlagspiel erweist sich der Nittaku Flyatt Spin als ein solider Tischtennisbelag, der mit gutem Spin und sehr hoher Präzision ausgestattet ist.
Im Schussspiel ist der Belag grundsolide und mit einem guten Tempo versehen. Auch hier überwiegt das präzise Spielverhalten gegenüber der Durchschlagskraft. Aus der Ballonabwehr heraus kann variabel agiert werden.
Fazit zum Nittaku Flyatt Spin

Besonders in Tischnähe weist der Flyatt Spin große Stärken auf. So kann sowohl passiv, als auch aktiv sehr einfach und mit einer hohen Quote agiert werden.
Damit richtet sich der Belag an Spieler, die eher über ein geringeres Spielniveau verfügen und auch nicht übermäßig viel trainieren können. Durch die Einfachheit, Direktheit und Präzision werden eigene Schwächen gut ausgeglichen.
Dagegen sollten technisch versierte Spieler nach anspruchsvolleren Belägen ausschau halten, da der Nittaku Flyatt Spin nicht zu den schnellsten und gefährlichsten Belägen auf dem Markt zählt. Dafür hat Nittaku ja die Fastarc Belagserie im Angebot 😉










