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andro Hexer – Der flexible Rotationsbelag

Der andro Hexer komplettiert meine Testreihe um die drei ersten Tenergy-Alternativen. Anders als den Tibhar Genius, welchen ich aktuell spiele, oder dem Donic Baracuda, der mal eine zeitlang mein Belag war, bin ich mit dem andro Hexer nie so richtig warm geworden.

Doch woran könnte das liegen? Es sind doch alle drei genannten Tensorbeläge recht ähnlich in ihrer Konzeption.

Um eine Antwort auf meine Frage zu finden, habe ich mir einen andro Hexer zum Testen geholt. Natürlich habe ich den Belag schon öfters angespielt und kenne Spieler, die auf den rotationstarken Belag aus dem Hause andro setzen.

In meinem erneuten Test bin ich auf einige Antworten gestoßen. Unter anderem gibt es schon feine, aber aussschlaggebende, Unterschiede unter den Belägen, welche ich bereits in den Tests zum Genius und Baracuda herausgestellt habe. Nun ist der Hexer an der Reihe.

Technische Eigenschaften des andro Hexer

Der andro Hexer besitzt einen orangfarbenen, fein- bis mittelporigen Schwamm. Dabei ist kaum ein Unterschied zu den Alternativen, wie dem Genius oder Baracuda, feststellbar.

Die Schwammhärte beträgt 47,5° (medium-hard).

Das Obergummi unterscheidet sich etwas von seinen Konkurrenzbelägen. Dieses wirkt merklich flexibler und etwas ungriffiger. Das ist weniger auf die Noppenstruktur, als vielmehr auf die Gummimischung des Belags zurückzuführen.

Zudem ist der Belag stark nach innen gewölbt. Es gibt nur wenige Tensorbeläge, bei denen dieses Phänomen derart stark auftritt.

Einen durchschnittlichen Eindruck hinterlässt mein Testbelag (rot 2,1mm) in Sachen Gewicht. In der Originalverpackung kommt das gute Stück auf 102g. Der Belag selbst wiegt im ungeschnittenen Zustand 70g. Geschnitten auf mein Stiga Holz verbleiben noch 47g.

Spieleigenschaften des andro Hexer

Das Einkontern verläuft routinemäßig. Kommend von meinem Tibhar Genius bin ich sowohl mit der Belaghärte, als auch mit den katapultarmen Spieleigenschaften sehr vertraut.

Im offenen Spiel ist aber schon erkennbar, dass etwas mehr Katapult in den Schlägen steckt. Bei vollem Treffpunkt wirkt der Hexer recht dynamisch und entwickelt eine gute Portion Power.

Topspin und Ballflugkurve

Im Topspinspiel liegt, wie zu erwarten, die große Stärke des andro Hexer. Sowohl beim Eröffnungsspin, als auch beim Nachziehen, kann sehr viel Rotation entwickelt werden.

Die Krümmung der Ballflugkurve ist etwas weniger stark ausgeprägt, als mit dem Baracuda oder Genius. Durch einen minimal flexibleren Balltreffpunkt kann nicht ein so direkter Ballabsprung erzielt werden.

Und diese beiden Gesichtspunkte haben mich mit meinem Spiel immer von einem Wechsel zum andro Hexer abgehalten. Meine Rückhand ziehe ich recht kompromisslos und sehr flach, mit einem starken Unterarmeinsatz, nach vorne weg.

Durch die geringere Direktheit des weichen Obergummis kommen mir die Schläge ungenauer und unkonstanter vor, wenn ich es mit meinem Genius vergleiche.

Auf der Vorhandseite brauche ich eine sehr hohe Ballflugkurve. Diese besitzt der Hexer zwar, wenngleich ein Tenergy 05, Donic Baracuda, Nittaku Fastarc G-1, Xiom Vega Pro oder Tibhar Genius einfach mehr Kurve und Spin auf die Platte bekommen.

Halbdistanz und Ballkontakt

Aus der Halbdistanz lässt sich der andro Hexer recht ordentlich spielen. Das gute Ballgefühl und die Ballflugeigenschaften kompensieren ein wenig die tischnahe und katapultarme Grundkonzeption des Belags. Dadurch ist der Hexer ebenso für klassische Halbdistanzspieler interessant.

Die Problematik des Ballkontakts im Grenzbereich habe ich schon zum Ausdruck gebracht, als ich mir die Beläge Baracuda und Genius genauer angeschaut habe. Beim andro Hexer kann man am ehesten von einem „Durchrutschen“ sprechen. Dies liegt an drei Dingen.

Zu aller erst verzögert der Belag im Treffpunkt etwas. Das ist nicht schlimm und gehört zu Belägen mit weicheren Obergummis dazu.

Zum zweiten ist bei einem neuen Exemplar ein sehr lautes Quietschen feststellbar, wenn die Bälle zu seicht getroffen werden. Dieses gibt sich aber erfahrungsgemäß nach 3-5 Spielstunden.

Zu guter letzt, und das stellt die wahre Problematik dar, ist das Obergummi des Hexer extrem empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit. Das ist schon extrem auffällig. Ich habe mal einen Hexer bei schwülen Temperaturen im Sommer ausprobiert. Danach war ich so frustriert, da wirklich alle Bälle durchgerutscht sind.

Als Lösung kann ich nur empfehlen, nicht so wie ich die Beläge oft anzuhauchen und mit der Hand trocken zu wischen, sondern ein gutes Belag-Reingungsmittel zwischen den Spielen zu verwenden. Aber bitte nicht während eines laufenden Spiels, denn das wäre gegen die Regeln 😀

Aufschlag-Rückschlag

Im Aufschlagspiel kann ein sehr guter Spin erzeugt werden. Alle meine spinreichen, gefährlichen Aufschlagvarianten hatten im andro Hexer einen großen Unterstützer.

Im Rückschlagspiel wirkt der Belag recht spinanfällig, aber zugleich flexibel zu spielen. Es setzt ein leichter Katapult ein, der zu einem guten Touch und Ballgefühl führt. Das Kurzlegen funktioniert einwandfrei und recht intuitiv.

Bei aktiven Flipbällen kann sowohl direkt und hart, als auch spinreich und mit großer Variation agiert werden. Lediglich meine langsamen Bananenflips hatten nicht so viel Saft wie mit dem Genius.

Blockspiel, Schuss und Ballonabwehr

Im Blockspiel funktionierten vor allem die improvisierten Reaktionsblocks in passiven Spielsituation recht gut. Bei Übungen hatte ich eher Probleme den richtigen Druckpunkt zwischen passiven und aktiven Block zu finden.

Bei passiven Blockbällen setzt ebenfalls ein leichter Katapult ein, den ich irgendwie nicht so gerne habe. Hier fehlt mir die Genauigkeit. Aktive Blockbälle sind mir dann etwas zu indirekt, wobei eine recht gute Quote vorhanden war.

Daher würde ich schlussfolgern, dass der andro Hexer fehlerverzeihender ist als der Donic Baracuda oder Tibhar Genius. Allerdings geht damit auch ein indirekteres Spielgefühl einher, was zu Ungenauigkeiten führen kann, wenn sehr präzise und konsequent gespielt werden soll.

Im Schussspiel besitzt der andro Hexer eine gute Power und Dynamik, um die Gegner von der Platte weg zu halten. In der Ballonabwehr hatte ich ebenso ein gutes Spielgefühl. Die Variation von Länge und Spin gelangen ganz ordentlich. Gegenangriffe sind jederzeit möglich und besitzen eine gute Gefährlichkeit.

Fazit zum andro Hexer

So viel ich den andro Hexer auch ausprobiere, es ist einfach nicht mein Belag 😉

Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es einige Spieler gibt, die den Hexer lieber spielen, als die Konkurrenzbeläge.

Neben den bekannten Spieleigenschaften aus Rotationsstärke und Ballflugkurve besitzt der Belag einen gefühlvolleren, weicheren Touch. Damit einher geht ein leichter Katapult, was zu einem lebendigeren Spielgefühl führt.

Der Preis des Ganzen ist minimal weniger Rotation und Direktheit. Daher sehe ich die Beläge um Baracuda oder Genius in Sachen Gefährlichkeit, Power und Präzision auch vorne. Dem entgegnet der Hexer mit etwas weniger Spinanfälligkeit und einer größeren Fehlertoleranz.

Die Unterschiede mögen gering sein. Aber sie sind da und machen die Beläge andro Hexer, Tibhar Genius und Donic Baracuda zu Belägen mit den gleichen Vorsätzen, aber unterschiedlichen Umsetzungen.

Damit schließe ich die Testreihe um die drei ersten Tenergy-Alternativen aus dem Jahr 2009 ab. Ich hoffe ihr hattet beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Testen 😉

andro Hexer
88.7 / 100 TT-SPIN
43,95€Preis
Medium-HardHärte
TensorTechnologie
OFFEignung
Pros

✓ Rotationsstark

✓ Topspinspiel

✓ Variabel am Tisch und aus der Distanz einsatzbar

✓ Ballgefühl im passiven Spiel
Cons

✗ Präzision im direkten Spiel

✗ Starke Reaktion des Obergummis auf Feuchtigkeit

✗ Giftigkeit gegenüber Konkurrenzbelägen
Zusammenfassung
Variabel einsetzbarer, spinniger Topspinbelag mit dem mehr an Ballgefühl und Touch in passiven Situationen.
Spieleigenschaften90
Qualität/Haltbarkeit87
Preis-Leistungsverhältnis89

10 Gedanken zu “andro Hexer – Der flexible Rotationsbelag

  1. Hi Marcel,
    endlich wieder zurück 😉

    Danke für den Bericht, wie immer gut und informativ! Was kannst Du für ein Belag-Reingungsmittel empfehlen? Aktuell nutze ich Nittaku mit Schwammaplikator, welches jedoch manchmal einen leichten Film hinterlässt.

    Nach dem Genius Test habe ich gestern auf mein Tibhar Rapid Carbon Light den Genius rot 2,0mm geklebt, test Freitag Abend. Auf der Rückhand ein Butterfly Rozena 2,1mm, welcher mir auf Anhieb auf der Rückhand gefiel wie kein Belag vorher und das waren… einige 😉

    Ciao

    Svennie

    • Hi Sven,

      ich nutze den Donic BioClean Reiniger. Im Sommer aber eine gekonnte Mischung aus Wasser mit ein bisschen Spühlmittel und Spiritus (jaja, ist nicht erlaubt 😉 ).

      Gruß,
      Marcel

  2. Hi Svennie,

    ich benutze immer den Reiniger von Butterfly mit Schwamm. Ist meiner Meinung nach der beste.
    Vor allem im Sommer oder in feuchten Hallen ist der Belag danach wieder super gut zu spielen.

  3. Hallo,

    etwas zu deiner Anmerkung, daß die Benutzung von Reinigungsmitteln „gegen die Regeln“ sei. Das ist eine Legende, die sich leider hartnäckig hält.

    Fakt ist, daß die ITTF Beläge prüft und ihnen dann die Zulassung erteilt.
    Die Zulassung gilt aber logischerweise nur für den geprüften Zustand.

    Daher führen alle Veränderungen, die den Belag von diesem Prüfzustand quasi zu einem Entzug der Zulassung.

    Sprich: lege ich den Belag in die Mikrowelle, behandele ich ihn mit Säure/Lauge/Alkohol, schmiere ich ihn mit Dreck ein oder lege ich ihn für 3 Wochen im Sommer in die Sonne, so hat er sich dermaßen vom genehmigten Zustand entfernt, daß er logischerweise nicht mehr genehmigt ist.

    So, nun kommen wir zum Thema „Reiniger“.
    Fakt ist, daß ein Belag, auf dem sich Staub/Kreide angesammelt hat, deutlich von dem Zustand unterscheidet, der vom ITTF genehmigt wurde.

    Indem ich z.B. mit Schwamm und Wasser den Schmutz entferne, versetze ich im Gegenteil den Belag wieder näher an den Ursprungszustand.

    Es ist also logischerweise so, daß jemand, der seinen Belag oft vom Schmutz befreit eher regelkonform ist als derjenige, der den Schmutz auf seinem Belag lässt.

    • Hallo Erwin,

      damit meinte ich während eines laufenden Spiels. Man darf seinen Schläger nicht in der Satzpause reinigen. Der Schläger soll sowieso an der Platte bleiben und hat außerhalb der Box nichts zu tun.
      Vor dem Beginn eines Einzels ist es natürlich erlaubt, solange keine VOC´s beinhaltet sind.

      Gruß,
      Marcel

  4. Danke für Euer Feedback.
    Butterfly ist hier nicht vor Ort und dafür extra bestellen möchte ich nicht.

    Noch wer meinen Tipp?

    Gruß

    Svennie

  5. Moin Marcel,

    interessiert habe ich diesen Bericht gelesen, da ich den Hexer nun schon einige Zeit spiele.
    Das Durchrutschen ist tatsächlich ein Thema, dass ich bislang bei keinem anderen Belag in der Form – sprich Intensität – erlebt habe. Gerade auch bei Blockbällen auf sehr! spinnige Topspin passiert das doch immer wieder – unabhängig von der Luftfeuchtigkeit. Daher habe ich mit hohem Interesse Deinen Bericht über den Genius gelesen. Für mich ist noch die Frage entstanden, ob der Genius in der Aufschlagannahme leichter zu spielen ist als der Hexer?
    Viele Grüße
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      leichter zu spielen ist immer relativ, besonders bei so ähnlichen Belägen. Ich persönlich finde den Genius ehrlicher und präziser zu spielen, was es im Umkehrschluss einfacher macht. Bei der Aufschlagannahme kommt es darauf an, dass der Belag macht, was ich von diesem erwarte. Und halte ich den Genius für geeigneter.

      Gruß,
      Marcel

  6. Hallo Marcel,

    ich spiele schon sehr lange den Hexer auf meiner Rückhand. Fast alles sehr gut, allerdings habe ich im Rückschlag zu viel Katapult. Aus deiner Analyse entnehme ich, dass sich der Genius weniger katapultig in diesem Bereich spielt, vermutlich wegen dem etwas direkterem OG. Auf meiner VH spiele ich den Nittaku G1, der ist mir leider eine Spur zu hart für die RH. Meine Frage: Wäre der Genius da ein passender Kandidat?

    • Hi Tommy,

      definitiv. Es ist nur die Frage, ob dir, nach so langer Zeit mit dem Hexer, das grundsätzliche Gefühl auch gefällt. Aber nach der Prämisse, etwas weniger Katapult und mehr Härte zu erhalten, ist der Genius ein perfekter Ersatz.

      Viele Grüße,
      Marcel

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