Tibhar Genius vs. Donic Baracuda vs. Andro Hexer

Sie waren die Antwort auf Butterfly´s Tenergy 05. Mehr Spin, mehr Bogen, weniger Abrieb. Beim Durchlesen der Beschreibungen fallen enorm viele Parallelen auf. Noch heute schwören viele Topspinspieler auf die erste ESN-Generation nach Tenergy. Doch selbst nach so vielen Jahren gehen die Meinungen noch deutlich auseinander. Können die Beläge einen Tenergy 05 ersetzen. Welcher Belag kommt am nähesten ran? Gibt es überhaupt Unterschiede?

Vorab: Nein. Keiner der Beläge ist ein 1:1 Ersatz für den Tenergy 05. Dafür ist das Material und das Spielgefühl zu unterschiedlich. Der Tenergy 05 greift den Ball etwas besser. Die Flugkurve ist höher. Das Spinpotential ist am Besten. Dennoch bieten die drei Beläge grundsätzlich ähnliche Spieleigenschaften: Geringer Katapult bei langsam gespielten Bällen, relativ hoher Ballabsprung und enorm viel Spin und Tempo bei Endschlägen.

Der Vergleich von Genius, Baracuda und Hexer

Die Schwämme der drei Beläge bieten kaum Unterschied. Alle sind großporig ausgelegt, aber trotz der Härte dennoch flexibel. Schwammhärten unterscheiden sich auch nicht (je nach Gewicht und Exemplar 45-46 Härtegrad).

Der Unterschied liegt jeweils im Obermaterial. Dort besitzt der Donic Baracuda das härteste Obergummi, gefolgt vom Tibhar Genius. Beim Andro Hexer ist dieses nochmal eine Nuance flexibler.

Bei den vielen verschiedenen Tests wurde deutlich, dass der Donic Baracuda den höchsten Ballabsprung hat. Fast so hoch wie beim Tenergy 05. Dieser macht auch vom Spielgefühl den kompaktesten Eindruck.

Der Tibhar Genius bildet die goldene Mitte, was die Höhe des Ballabsprungs angeht. Außerdem fiel auf, dass der Tibhar Genius der Beste für das dynamische Topspinspiel ist. Der „Frischklebeeffekt“ ist am ausgeprägtesten von allen dreien.

Beim Andro Hexer lagen die Vorteile im Vergleich zu den anderen beiden Belägen in der Halbdistanz. Durch das flexibelste Obermaterial und den größten Katapult waren Gegentopspinralleys die Paradedisziplin. Der Ballabsprung war auch der niedrigste, wobei hier deutlich gesagt werden muss, dass diese Aussage nur im Vergleich zu den anderen Belägen getroffen werden kann. Grundsätzlich hat der Andro Hexer einen hohen Ballabsprung.

Was über alle drei Beläge noch erwähnenswert bleibt, ist die enorm gute Haltbarkeit. Alle Beläge lassen sich lange spielen, ohne dass die Abnutzung schnell voranschreitet. Selbst abgespielte Beläge sind noch für alle Schlagarten zu gebrauchen.

Während der Donic Baracuda mit 39,90€ der günstigste ist, folgt der Tibhar Genius mit 41,90€. Mit 43,95€ ist der Andro Hexer am teuersten.

Fazit

Alle drei Beläge bleiben auch 5 Jahre nach erscheinen großartige Alternativen für den modernen Topspinspieler. Die Unterschiede sind gering, zumal Beläge je nach Gewicht auch mal härter oder weicher ausfallen und dann sich gewisse Unterschiede relativieren oder vergrößern. Die Tests beruhen auf langjähriger Erfahrung und vielen Gesprächen mit Spielern, die eben auf diese Beläge setzen. Die Vorteile gegenüber einem Tenergy 05 liegen darin, dass alle drei Beläge fehlerverzeihender und einfacher zu spielen sind. Die Schnittanfälligkeit ist geringer. Dennoch hat der T05 den meisten Spin bzw. das größte Spinpotential. Viel fehlt dem Genius, Baracuda und Hexer aber nicht.

4 Gedanken zu “Tibhar Genius vs. Donic Baracuda vs. Andro Hexer

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