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Donic BlueGrip S2

Donic BlueGrip S2

Der Donic BlueGrip S2 ist medium-weicher Tensor-Hybridbelag, der über ein leicht klebriges Obergummi verfügt. Die Stärken des Belags liegen im passiven Spiel, beim Blocken und in der sicheren Topspineröffnung. Auch gefährliche Unterschnittbälle zeichnen den BGS2 aus.

Verwendet wird der Schwamm des Donic Acuda S2. Kombiniert mit einem klebrigen Obergummi entsteht ein Tensor-Hybrid-Belag, den es so noch nicht gegeben hat. Vor allem Allrounder und moderate Angriffsspieler werden die Stärken gut nutzen können. Zudem kommen die Spieleigenschaften besser auf der Rückhandseite zur Geltung.

Weitere Infos & Bestellmöglichkeit auf
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Details zum Donic BlueGrip S2
TT-SPIN Bewertung
Tempo 84%
Spin 90%
Kontrolle 92%
Haltbarkeit 88%
Gewicht 89%
Gesamteindruck 87%
BEWERTUNG VON TT-SPIN87/100
Sprachen
s-l300
English TT-Spin Blog
TT-Shop Tischtennisschläger3
Affiliate-Werbelink*
Donic BlueGrip S2 Test

Donic BlueGrip S2 Test

Als Donic den BlueGrip S2 angekündigt hat, habe ich nicht schlecht gestaunt. Erstmals ist es wohl gelungen, einen weichen ESN Hybriden herzustellen. Wer sich jetzt fragt, was daran so besonders sein soll, muss verstehen, dass dieses Unterfangen gar nicht so einfach gewesen sein muss. Aber alles der Reihe nach…

Unter den Neuerscheinungen der vergangenen Jahre befinden sich viele Hybrid-Tensoren. Diese zeichnen sich durch einen harten Schwamm jenseits der 50° aus und besitzen ein china-ähnliches, klebriges Obergummi. Anders als bei Chinabelägen werden die Beläge mit der Tensor-Technologie ausgestattet, was zu mehr Elastizität, Spin und Katapult führen sollte. 

Nur verpufft der kombinierte Einsatz der beiden Ansätze, da die meisten Tischtennisspieler das Potential so harter Beläge nur teilweise ausnutzen können. Die Unterschiede zwischen China-Hybriden und Tensor-Hybriden sind zwar spürbar, aber machen spielerisch nicht viel aus.

Donic BlueGrip S2 Belag Schutzfolie

Doch warum nicht einfach weichere Schwämme verwenden? Das Problem liegt an der Verklebung zwischen Obergummi und Schwamm. Die klebrigen Gummimischungen erfordern eine hohe Zugkraft des Schwamms. Wenn dieser zu leicht nachgibt, kommt es zu Problemen. 

Auch spielerisch müssen Obergummi und Schwamm eine Symbiose bilden. Manchmal wird sich das zu einfach vorgestellt, einen X-beliebigen Schwamm mit einem anderen Obergummi zu verkleben. Heraus kommt nicht immer das gewünschte Ergebnis. 

Im Bewusstsein dieser Problematik stellt der Donic BlueGrip S2, ohne dessen Spieleigenschaften zu beleuchten, ein revolutionäres Produkt dar. Ich würde sogar soweit gehen, dass diese Neuerscheinung den größten Entwicklungsschritt seit langem bedeutet, obwohl eine ältere Schwammtechnologie zum Einsatz kommt.

Umso verwunderlicher ist es für mich, dass der Belag kaum Testberichte in den deutschen und internationalen Tischtennis Foren erhält. Denn der BGS2 erfüllt die Wünsche vieler Tischtennisspieler, einen spielbaren, klebrigen Hybriden zur Auswahl zu haben.

Donic BlueGrip S2 Belagcover Schutzfolie

Ich kann mir die Ruhe um diesen Belag zum einen durch die Umstände seiner Veröffentlichung erklären. Relativ spät im Sommer ist der BlueGrip S2 erschienen. Und durch den Abbruch der letzten Saison und den noch unsicheren Vorzeichen für diese Spielzeit greifen die meisten eher auf bekanntes Material zurück.

Zum anderen könnte es auch daran liegen, dass niemand bei den vielen klebrigen Belägen durchblickt. Donic hat mit dem BlueGrip R1, V1, C1 und C2 bereits einige weitere Beläge in dieser Sparte zur Auswahl stehen. Aber auch die Konkurrenz bietet ein breites Angebot an.

So sind zum Beispiel der Tibhar Hybrid K1 Euro, Yasaka Rakza Z oder Nittaku Sieger PK 50 auf dem Markt erhältlich, neben Belägen wie dem JOOLA Golden Tango PS bzw. Xiom Omega VII China Guang.

Interessanterweise gibt es keine so richtige Alternative zum Donic BlueGrip S2. Zumindest nicht im Hybrid-Sektor. Der Belag verwendet den Schwamm des Donic Acuda S2, weshalb dieser im Vergleich beleuchtet werden muss.

Dadurch kommen Beläge aus der gleichen Generation wie der Tibhar Aurus Soft, Donic Baracuda Big Slam oder andro Hexer Duro für einen Vergleich in Frage. Aber so richtig sicher bin ich mir im Vorfeld des Tests dabei nicht.

Mich interessiert vor allem, ob der Belag Vorteile im spielerischen Bereich bieten kann. Welche Beläge sind die wirklichen Alternativen? Oder gibt es keine? Für welchen Spielertyp eignet sich so ein Medium-Soft-Hybrid?

Technische Eigenschaften des Donic BlueGrip S2

Nach dem Auspacken habe ich einen intensiven Blick auf den Donic BlueGrip S2 werfen können. Zunächst fällt auf, dass das Obergummi des Belags gar nicht so extrem klebrig ist. Es ist eher eine sehr leichte Klebrigkeit vorhanden, die knapp über der Schwelle zur extremen Griffigkeit liegt. 

Dennoch bremst das Obergummi den Ball beim Dotztest stark aus. Der Ball haftet besser auf dem Obergummi als mein Finger dies tut. Die Noppenstruktur ist eher dünn und kurz gehalten. Insgesamt wirkt das Obergummi flexibel.

Der Schwamm des S2 ist mittelweich ausgelegt und besitzt eine feine bis mittlere Porigkeit. Beim Drucktest kann der Belag gut zusammengedrückt werden. 

Das Gewicht liegt im zu erwarteten Bereich. Der ungeschnittene Testbelag (Rot, Max) bringt mit samt Verpackung 92,33g auf die Waage. Ausgepackt verbleiben 64,39g auf der Anzeige. Der geschnittene Belag macht dann 43,87g aus, die auf dem Xiom Diva Testschläger verbleiben.

Donic BlueGrip S2 Schwamm

Spieleigenschaften des Donic BlueGrip S2

Die ersten Konterschläge gelingen mit dem Donic BlueGrip S2 ganz gut. Der Belag besitzt ein niedriges bis mittleres Grundtempo und keinen extremen Katapult. Vielmehr kommt ein leichter, angenehmer Katapulteffekt durch, der vom Obergummi gut dosiert werden kann.

Dadurch wirkt der Belag einfach zu spielen, aber auch recht präzise. Die Ballflugkurve ist bei Konterschlägen ausreichend hoch und man hat stets das Gefühl, die volle Kontrolle über die Schläge inne zu haben.

Donic BlueGrip S2 Obergummi

Eröffnung & offenes Spiel

Bei der Topspineröffnung besitzt der Donic BlueGrip S2 ein gutes Ballgefühl. Der Katapult wirkt nun etwas stärker ein, aber im Vergleich zu anderen Belägen hält sich das in Maßen. Auffällig ist, wie einfach die Spineröffnung spielbar ist. 

Der Belag greift den Ball gut und es kommt einem vor, als ob die Kontaktzeit extrem lang ist. Das Rotationsniveau ist hoch, wodurch eine gute Mischung aus Sicherheit und Gefährlichkeit entsteht. Besonders auf starke Unterschnittbälle fällt mir die Topspineröffnung sehr leicht.

Im offenen Spiel können die Bälle gut verteilt werden. Beim Nachziehen kommt ein guter Mix aus Dynamik und Kontrolle ins Spielgeschehen. Die Ballflugkurve ist eher mittelflach, aber ausreichend hoch. 

Bei Tempoverschärfungen wirkt der BlueGrip S2 überraschend direkt. Dennoch sind dem Belag Grenzen aufgrund des weichen Schwamms gesetzt. Die Endgeschwindigkeit befindet sich im durchschnittlichen Bereich. Während ich bei der Eröffnung noch sehr spinnige Angriffsschläge spielen konnte, kommen mir die harten Schläge nur dann gefährlich vor, wenn ich sehr flach über den Ball streife. 

Donic BlueGrip S2 Vergleich Belag

Gegentopspin & Halbdistanz

Der BlueGrip S2 wird dominiert von dem medium-soften Feeling des Schwamms und den etwas bremsenden Eigenschaften des Obergummis. Dadurch fällt der Katapult eher moderat aus. Trotzdem kann ein leichter Sound bei einigen Schlägen durchkommen.

Bei Gegentopspins ist der Belag recht sicher. Gut kann das Tempo des Gegners mitgenommen werden. Auch starke Winkel sind aufgrund des leicht klebrigen Obergummis kein Problem.

Aus der Halbdistanz dominiert die Sicherheit des Belags. Der Donic BlueGrip S2 besitzt nicht die Durchschlagskraft, um aus der Distanz zu schnellen Punkten zu kommen. Quote und Ballgefühl führen zu vielen Punkten, lassen aber auch den Gegner das Geschehen bestimmen.

Donic BlueGrip S2 Tischtennisbelag

Vergleiche zum Donic BlueGrip S2

Die schwierigste Aufgabe für diesen Test war es, eine passende Alternative zu finden. Und hier ist sie: … 😀

Deshalb möchte die folgenden Vergleiche eher dazu nutzen, die Unterschiede zu anderen Belägen erkennbar zu machen. Es ist immer schwer, wenn etwas neu ist, das Spielgefühl in Worten gut zu vermitteln.

Also worin grenzt sich der Donic BlueGrip S2 von den anderen Hybriden ab? Offensichtlich ist, dass der Belag weicher und leichter ist. Zudem ist das Obergummi des BGS2 nicht ganz so klebrig ausgelegt. Gemeinsam ist das typische Gefühl des Obergummis, besonders bei passiven Schlägen, aber auch bei sehr schnellen Endschlägen. 

Etwas dumpf wird der Ball ausgebremst und gefühlt aufgefangen, ehe dieser zurück katapultiert wird. Das schafft Sicherheit, Kontrolle und die Möglichkeit, mehr Rotation ins Spiel zu bringen. Der Nachteil ist, dass Katapult und Dynamik geringer ausfallen.

Trotzdem bekommt man mit dem BlueGrip S2 einen angenehmen Katapult ins Spiel. Bei der weichen, bis mittelschnellen Topspineröffnung ist dieser am deutlichsten spürbar, neben dem passiven Block. 

Im Vergleich zum Donic Acuda S2 wird etwas Katapult aus dem Spiel genommen und durch mehr Rotationsmöglichkeiten und Kontrolle ersetzt. Besonders bei der Eröffnung, beim Unterschnitt oder Aufschlag ist das spürbar. Passive Schläge wirken sicherer und zugleich gefährlicher. 

Nachteilig wirkt sich das im schnellen Angriffsspiel und aus der Halbdistanz aus. Hier würde ich die reinen Tensoreigenschaften des Acuda S2 im Vorteil sehen. Wer jedoch mehr Präzision, Spin und Kontrolle wünscht, wird dem BGS2 den Vorzug geben.

Viel anderes könnte ich im Vergleich zu den weiteren Tensoren wie dem Aurus Soft oder Baracuda Big Slam auch nicht schreiben, abgesehen von Details wie mehr oder weniger Katapult, Dynamik und Rotation. Im Grunde machen die reinen Tensoren mehr Dampf, sind aber auch unpräziser.

Donic BlueGrip S2 Vergleich

Aufschlag & Rückschlag

Beim Aufschlagen wirkt der Donic BlueGrip S2 sehr spinnig und einfach zu spielen. Selbst schwierige Spinvariationen können einfach und sicher gespielt werden. Während bei schlechter Technik der Schwamm für einen guten Ausgleich sorgt, belohnt das Obergummi gut ausgeführte Aufschläge umso mehr. 

Im Kurz-Kurz ist ein stabiler Unterschnitt möglich, der sehr flach und direkt hinter das Netz fällt. Aber auch das spinlose Abtropfen gelingt überraschend gut. Gefährlich wird es, wenn mit einer langen Unterschnitthacke agiert wird. Meine Gegner hatten so einige Probleme damit.

Im Rückschlagspiel zeigt der BlueGrip S2 seine Stärken beim passiven Agieren auf. Selbst gefährliche Aufschläge des Gegners können gut entschärft und präzise retourniert werden. Durch den Schwamm werden viele Fehler verziehen. Das unkatapultige, weich-klebrige Obergummi sorgt für ein langsames Tempo und viel Kontrolle.

Flips sind gut spielbar. Besonders der spinnige, kontrollierte Bananenflips zeigt Wirkung. Der Belag greift den Ball optimal und gibt bei allen Schlägen über dem Tisch viel Rotation und genügend Ballflugkurve mit. Direkte Flips gelingen passabel, besitzen aber nicht ein hohes Potential für schnelle Punktgewinne.

Donic BlueGrip S2 Schwamm Noppen

Block

Eine große Stärke des Donic BlueGrip S2 ist das Blockspiel. Besonders beim passiven Rückhandblock kann ich mir kaum einen besseren Belag vorstellen. Der ankommende Spin wird gut absorbiert und mit einem gut steuerbaren Tempo zurück geschickt. Alle Blocks können flach gehalten werden, was es für die Gegner ungemein erschwert, nachzuziehen. 

Im Vordergrund steht das enorme Ballgefühl des Belags. Der Katapult entfaltet sich immer in dem Maß, was ich haben möchte. Diese Sicherheit überträgt sich auf die Platzierung der Schläge. Ich konnte meine Gegner nach belieben ausblocken und machte keine Fehler. 

Wenn dies mal nötig war, konnte ich mit aktiven Blockbällen das Spiel schneller machen. Etwas höhere Topspins eignen sich dafür hervorragend. Selbst ich, der eigentlich als Angriffsspieler jeden Ball attackieren möchte, habe mich mehr und mehr hinter der sicheren Wand des BGS2 verschanzt und meine Trainingspartner damit wütend gemacht 😉

Donic BlueGrip S2 Noppenstruktur

Schuss & Abwehr

Im Schussspiel kann der BlueGrip S2 solide eingesetzt werden. Es überwiegt die Sicherheit und Platzierung über das reine Tempo. Der Belag ist ein kein Killer und muss mit eingeschränkten Endschlägen gespielt werden.

Aus der Ballonabwehr hatte ich ein gutes Gefühl mit dem Belag. Wer sehr passiv die Bälle hinein heben möchte, besitzt eine hohe Kontrolle über das Geschehen. Tempoverschärfungen sind nur bedingt möglich.

Interessant war noch die Schnittabwehr. Normalerweise bevorzuge ich härtere Beläge für meine Schnittabwehr. Der Belag wirkt bei der Abwehr sehr sicher und auch gefährlich, jedoch habe ich nicht ganz so viel Schnitt hinein bekommen, wie mit den harten Hybrid-Belägen. Jammern auf hohem Niveau. Dafür hatte ich mehr Kontrolle, wenn mal mehr Sidespin oder dergleichen die Schläge schwieriger gestaltet hat. 

Donic BlueGrip S2 Belag

Fazit zum Donic BlueGrip S2

Mit dem Donic BlueGrip S2 ist ein revolutionärer Belag auf den Markt gekommen, den keiner so richtig auf dem Schirm hat. Mit seinen großen Stärken im Blockspiel, passiven Spiel und bei der sicheren Eröffnung, in Kombination mit dem klebrigen Obergummi und medium-weichen Schwamm, spricht der Belag vor allem sichere Allrounder und moderate Angriffsspieler an.

Hervorheben möchte ich auch die angenehmen Katapulteigenschaften, die es erlauben, das Spiel gut zu steuern und präzise zu agieren. Die Vorteile aus Sicherheit und Präzision kommen vor allem auf der Rückhandseite zur Geltung.

Spieler, die bisher mit den harten Hybriden nichts anfangen konnten, aber die Vorteile eines klebrigen Obergummis für ihr Spiel nutzen möchten, könnten dem Belag eine Chance geben. Besonders wer mit den hohen Katapultwerten der normalen Tensoren nicht klar kommt, aber dennoch etwas Unterstützung in seinen Schlägen spüren möchte, hat keine Wahl als den BlueGrip S2 auszuprobieren.

Ich denke, dass Donic mit diesem Belag etwas besonderes hervorgebracht hat. Aufbauend darauf kann ich mir vorstellen, dass sich weichere Hybriden gegenüber den härteren in Deutschland durchsetzen und eine erfrischende Alternative zu den Katapultmonstern darstellen werden. 

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