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Warum ich mit einem neuen Schläger spiele | Schläger-Verlosung für euch

Nach vielen Jahren habe ich meinen Schläger gewechselt. Dies geschah nicht über Nacht, sondern ist die Folge eines Prozesses, der sich über einen längeren Zeitraum hinzog, wenngleich es am Ende ganz schnell ging. Wie konnte es dazu kommen, dass ich mein heißgeliebtes Butterfly Primorac Holz zur Seite gelegt habe? Und was ist mit den absolut passenden TSP Super Ventus Belägen?

Welcher Tischtennisschläger bzw. welche Holz-Belag-Kombination könnte denn besser sein? Welche Gründe waren am Ende ausschlaggebend? Das werde ich nun im folgenden Artikel näher beleuchten. Am Ende des Beitrags könnt ihr an einer Verlosung teilnehmen. Die Voraussetzungen zur Teilnahme werden dort erläutert.

Grundsätzliches Problem & Materialgeschichte nach dem Frischklebeverbot

Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem bisherigen Tischtennisschläger nicht mehr so effektiv wie früher spielen kann. Dabei bin ich absolut überzeugt davon, dass mein Material passt. Mit dem alten Primorac aus den 90er Jahren spiele ich seit 2017. Davor spielte ich vier Jahre lang ein Primo mit genageltem Griff und Seriennummer, welches seit dem Wechsel auf die ältere Version als Ersatzholz dient.

Nach dem Frischklebeverbot und einer zweijährigen Tischtennispause, bedingt durch Auslandsjahre, habe ich das Butterfly Timo Boll OFF- verwendet. Über das Primorac EX, dessen Verkauf ich im Nachhinein heute noch bereue, da es sich am ähnlichsten zu den alten Primos spielt, erfolgte der Umstieg auf das erste Primorac Holz.

Kurzfristig musste ich 2013, nach einer Knieoperation, auf langsameres Material umsteigen, weshalb ich einige Stiga Allround Classic Carbon Hölzer besitze, die ich heute noch als Referenzmaterial zum Testen verwende.

Schlägermaterial in meiner Jugend

Auch in meiner Jugendzeit waren eher langsamere Hölzer angesagt. Im Grunde habe ich die längste Zeit meine Tischtennisspiele mit einem Grubba All+ bestritten. Darauf klebten Klassiker wie der Butterfly Sriver FX, der Butterfly Bryce FX oder der Stiga Carbo Sound. Seitdem ich einigermaßen den Schläger halten kann, habe ich frischgeklebt. Am liebsten mit dem Tibhar Rapid Clean und zwei Schichten pro Seite.

Mit dem genannten Material konnte ich erfolgreich mein variables Topspinspiel aufziehen. Gerade wenn ich zum Endschlag ansetzte, war meine Mischung aus extremen Spin mit hohem Tempo ein Sieg-Garant. Gefährliche Aufschläge und das ständige Ergreifen der Initiative, ohne viel herum zu schupfen, zeichneten mein Spiel aus.

Das Plastikball-Dilemma

Mit dem Zelluloidball und ohne Frischkleben funktionierte dieses Spiel am besten mit dem Butterfly Tenergy 05 und dem Tibhar Genius. Letzteren spielte ich seit der extremen Preiserhöhung von Butterfly über längere Zeit. Bis die Umstellung auf die Plastikbälle erfolgte. Was dann passierte, war eine riesige Frustration.

Meine zuvor gefährlichen Angriffsschläge wurden nun einfach weg geblockt. Ich habe ein wenig herum probiert, auch mal den Genius mit Belagtuner aufgepeppelt. Das funktionierte dann für 2-3 Wochen, ehe ich merkte, dass das Spiel von vorne los geht.

Außerdem ist mir das ständige Hantieren mit dem Tuner, und weil es auch nicht erlaubt ist, einfach nur lästig. Das Holz zu wechseln, um mehr Power im Spiel zu haben, wollte ich nicht. Also ging die Suche nach dem passenden, neuen Belag los.

Zum Glück hat die Firma TSP (jetzt Victas) einen sehr guten Belag auf den Markt gebracht. Den TSP Super Ventus (jetzt Victas Ventus Extra). Mit diesem konnte ich zumindest einen Teil des verlorenen Spins wiederherstellen, wenngleich meine Gegner immer noch weniger Mühe als zuvor haben, meine Bälle zu kontrollieren.

Immer wenn ich den Super Ventus neu aufgezogen habe, klappte mein Spiel sehr gut. Mit dem Primo musste ich aber immer scharf in die Bälle gehen, um genügend Tempo aufzubauen. Ich prügelte den Ball auf Anschlag, was dazu führte, dass ich manchmal meinen Schlag zu hart ausführte. Eigentlich sollte man viele Bälle einfach nur „streicheln“.

Tot der Spinkrake

Besonders ineffektiv war aber meine absolute Stärke. Ich nenne das den „Spinkraken-Modus“. Alle kennen die Situation, wenn einem so langsam die Kraft ausgeht und die Beinarbeit schwerer wird. Das kommt am häufigsten nach mehreren Spielen an aufeinanderfolgenden Tagen, an Doppelspieltagen oder bei Turnieren vor. Dann schalte ich auf diesen Modus um.

Wenn Gegner die Bälle schupfen und ich nicht perfekt zum Ball stehe, dann Falle ich sozusagen leicht in die Position des Balles, führe die Schlagbewegung mit lockerem Arm aus und hebe den Ball mit einem langsameren Topspin auf die gegnerische Spielhälfte.

Mit diesem Spiel habe ich sehr viel Erfolg erzielt und es war mehr eine Frage des Willens als eine Frage der Kraft bzw. Kondition, in solchen Situationen zu gewinnen. Das funktioniert mit dem Primorac und dem Plastikball gar nicht mehr. Ich muss immer hart in den Ball hinein stechen, um eine einigermaßen gute Flugkurve zu erhalten. Führe ich das so wie beschrieben aus, werde ich gnadenlos abgeschossen, weggeblockt oder der Ball landet einfach im Netz.

Nun könnte natürlich argumentiert werden, dass ich einfach mehr Fitnesstraining machen soll, ein paar Kilos verlieren soll etc., aber daran liegt es nicht. Auf jedem Niveau, auf dem ich bisher gespielt habe oder was ich beobachten konnte, braucht es solche sicheren Spinschläge in schwierigen Situationen.

Man kann den Ball nicht immer perfekt treffen. Und zum Tischtennisprofi reicht es nicht, zumal diese viel schnellere Schläger spielen. Zudem habe ich ein Händchen, aber lange nicht das beste, um so ein Problem damit auszugleichen.

Immer schnelleres Material der Gegner

Als ich 2006 mein Debüt in der Herren Bezirksliga machte, konnte ich als Jugendspieler mit dem wahrscheinlich schnellsten Schläger aller Spieler glänzen. Zeitweise spielten meine Gegner mit Allroundhölzern und Klassikern ohne selbst zu kleben.

Wenn ich heute an die Platte gehe, dann finde ich oft schnelle Carbonhölzer in Kombination mit den neuesten High-End-Belägen vor. Durch die Materialentwicklung der letzten Jahre und dem Plastikball spielt es wirklich weniger eine Rolle, Kontrolle ins Spiel zu bringen. Zumindest was das offensive Spinspiel betrifft.

Wenn ich mit sehr schnellen Angriffsschlägen angreife, wirkt das zu schnelle Material der Gegner eher von Nachteil. Aber ein Topspin, der früher zu 100% hinten raus geblockt wurde, kann nun einfach weggeblockt werden. Das frustriert und macht keinen Spaß.

Welches Material für meine Tests geeignet wäre

Während der Pandemie und der dadurch bedingten Spielpause hatte ich einige Zeit, darüber nachzudenken und mal für mich selbst Material zu testen. Mein Ausgangspunkt dafür war meine langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Hölzern und Belägen, aber auch die Beobachtung, was andere Spieler erfolgreich spielen.

Ich konnte mich erinnern, dass ich mal gegen einen sehr guten Spinspieler ran musste. Dieser hatte Tenergys beidseitig gespielt, wahrscheinlich war der T05 FX auf der Rückhand. Vorhand müsste T64 gewesen sein. Als Holz setzte dieser das Butterfly Innerforce ALC ein.

Im Spiel war ich darüber erstaunt, wie leicht ihm das Anziehen selbst weit unter dem Tisch gefallen ist. Seit-Oberspin war auch ordentlich vorhanden. Im Training probierte ich das Innerforce ALC eines Kollegen aus und war sehr begeistert. Allerdings entwickelte es auch einen starken Katapult zusammen mit seinen Belägen, was mir nicht gefiel.

Begegnet bin ich sehr oft einem Timo Boll ALC oder einem Viscaria. Aus meiner Sicht unterscheiden sich diese beiden Hölzer nur um Nuancen. Trotz dessen, dass die Carbonschicht direkt unter dem Deckfurnier liegt, hat man im Spinspiel einen sehr gefühlvollen Anschlag, während bei schnellen Schlägen sehr viel Dynamik und Direktheit vorhanden sind.

Testhölzer

Beim Suchen nach Testhölzern bin ich auf zwei Viscaria gest0ßen, die ich mal probieren wollte. Das eine mit 85g und das andere, eine ältere Version, mit 82g. Wenn diese mir nicht gefallen sollten, bekomme ich sehr einfach den gleichen oder einen ähnlichen Betrag wieder, sodass der Test aus meiner Sicht absolut risikofrei ist. Ich schließe mal einfach Kantentreffer oder schlimmeres aus 😉

Leider konnte ich kein vernünftiges Innerforce ALC finden. Und eine Neuanschaffung wollte ich nicht machen, da dann auf jeden Fall unnötige Kosten für einen, womöglich sehr kurzfristigen, Test entstehen. Also blieb ich beim Harimoto ALC stecken. Im Prinzip sollte es der gleiche Aufbau sein. Der Unterschied ist ein größeres Schlägerblatt, was, wie ich finde, noch mehr Spin möglich macht.

Viscaria eine Nummer zu groß?

Zunächst habe ich das Viscaria in mehreren Testsessionen eingesetzt. Einige der zuletzt getesteten Beläge klebten darauf. Dadurch konnte ich einen sehr präzisen Eindruck von dem Holz erhalten und meine Erfahrungen aus der Vergangenheit mit dieser Kiri-Koto-ALC Kombination bestätigen. Eigentlich funktioniert jeder Angriffsbelag gut darauf. Bei harten Belägen bietet es ein exaktes und kraftvolles Spielgefühl. Mit weicheren Belägen einen feinen Klang und viel Spin.

Überzeugt von den Eigenschaften klebte ich meine Super Ventus Beläge darauf. Und ging damit zum Training. Das Einspielen war sehr vielversprechend. Endlich waren meine Topspins wieder gefährlich. Den ersten Topspin mit viel Spin anziehen und den zweiten dann versenken. Einfach ein Traum. Aus der Halbdistanz war ich jederzeit in der Lage so richtig Druck zu machen. Meine Aufschläge gelangen auch gut.

Ernüchterung stellte sich aber im Matchplay ein. Ich musste eingestehen, dass diese Kombi mir einfach eine Nummer zu groß war. Besonders die Aufschlagannahme und das passive Spiel gestaltete sich als zu schwierig. Im Grunde hatte ich immer das Gefühl, den Schläger ein wenig falsch zu halten, zu spät dran zu sein oder einfach nicht über den richtigen Armzug zu verfügen. Von der Beinarbeit mal abgesehen.

Harimoto ALC & die große Frustration

Also legte ich das Viscaria für meine eigenen Tests wieder beiseite. Danach sollte das Harimoto ALC seine Chance erhalten. Ich hatte noch einen Xiom Vega X als Referenzbelag da und klebte diesen, zusammen mit einem älteren Super Ventus, auf.

Und was soll ich sagen. Der Vega X ist förmlich für das Harimoto gemacht. Es sind unglaublich gute Spinbälle möglich. Topspins aus jeder Lage sitzen perfekt. Der Endschlag ist zwar eher spinnig als durchschlagskräftig, aber gefährlich genug, um viele Punkte zu machen. Einzig die Spinanfälligkeit zeigte sich deutlich, womit ich aber leben kann.

Der Knackpunkt war das Gewicht. Mein Holz brachte 88g auf die Waage. Mit Belägen, Kantenband und Kleber wog mein Testschläger knapp 190g. Das ist viel zu viel für mich. Normalerweise spiele ich Schläger um die 180g. Die Beläge sind auch schwerer, bedingt durch das große Schlägerblatt.

Also ging ich auf die Suche nach einem leichten Harimoto ALC. Ich fand eines mit 84g. Mit einem Kompromiss könnte ich leben. Ich klebe einfach neue Beläge, die ich leicht ausgewogen habe, auf und schaue, dass ich mit dem Kleber sparsam umgehe. So mein Gedankengang.

Und tatsächlich konnte ich das Gesamtgewicht auf 183g mit zwei Vega X Belägen senken. Den Super Ventus fand ich zu katapultig auf dem Holz, weshalb ich von dem Belag Abstand nahm. Zunächst lief es gut beim Testen. Ich hatte an diesem Tag meinen Tibhar Robo Pro Junior im Einsatz und trainierte alleine. Somit habe ich nur auf den Ball eingedroschen und keine gefühlvollen Rückschläge oder ähnliches gemacht.

Beim nächsten Training mit einem Sparringspartner merkte ich jedoch, dass sich die 4g Gewichtseinsparung negativ in den Spieleigenschaften zeigten. Das Holz vibrierte bei lockerer Schlägerhaltung unangenehm.

Leider sind Gewichtsschwankungen bei Hölzern auch mal mit fehlerhaftem Material verbunden. Während meine leichten Viscaria (normal ist eigentlich 87g aufwärts) einfach nur gefühlvoller sind als Standardmodelle, ist das bei diesem Exemplar meines Harimoto ALC anders. Sehr ärgerlich und auch frustrierend, da ich mit der Kombi gut klar kam.

Back to the Future?

Etwas ernüchtert entschloss ich mich, wieder auf meinen bewährten Schläger zu setzen und diesem noch eine Chance zu geben. Vielleicht kann ich in der Sommerpause mein Spiel irgendwie anpassen, um wieder erfolgreicher zu spielen. Es begann der Zyklus, wie ich ihn oben beschrieben habe.

Meine neuen Super Ventus Beläge (die vorletzten, die noch da hatte) zeigten beim ersten Training das, was ich will. Spin, Power und Durchschlagskraft. Zudem war ich nach den vielen Tests erneut von meinem alten Primo begeistert. Es ist einfach ein geiles Holz. Ich wünschte, ich hätte es schon zu Frischklebezeiten gehabt…

Trainingsspiel, das alles veränderte

Doch dann kam der Knackpunkt. Vor einigen Wochen trainierte ich gegen einen Spieler, der im Spiel gerne mal nichts macht und sich in die Halbdistanz fallen lässt oder herumblockt. Gelegentlich greift dieser aber gefährlich an, wenn es sein muss. Vom Niveau her ist er eigentlich genauso gut wie ich. Mein Belag hatte bereits etwas nachgelassen.

Und so zog ich immer wieder an. Und nochmal. Und nochmal. Und er spielte mich einfach aus. Meine Topspinschläge zeigten einfach keine Wirkung. Ich verkrampfte dann, um noch mehr Power heraus zu holen, was in vielen Fehlern endete. SO KONNTE ES NICHT WEITER GEHEN!

Er gewann das Spiel, ohne einen einzigen Angriffsschlag zu machen. Das schlimmste war aber ein Ballwechsel, der früher ein sicherer Punkt für mich war. Er hatte Aufschlag. Seinen Side-Unterschnitt-Aufschlag legte ich kurz zurück. Er war etwas spät dran und konnte den Ball nur etwas höher und mittellang in meine Rückhandseite legen.

Also umlief ich meine Rückhand, holte aus und legte alles, was ich habe, in meinen Schlag hinein. Ich traf den Ball optimal. Dieser flog die Linie entlang in seine Vorhand. Mit einem Notschlag kam er gerade noch hin.

Eigentlich sollte der Ball, durch die Wucht und den Spin, bei seiner schlechten Stellung weit hinten raus gehen. Pustekuchen. Fast schon locker flog der Ball einfach geblockt auf meine Seite zurück. Ich machte keine Anstalten diesem nachzugehen, da ich zum einen komplett offen dastand nach der vollen Körperdrehung, zum anderen niemals geglaubt hätte, dass mein Schlag, in den ich alles hinein gelegt hatte, so einfach zurück kommen könnte.

Das ideale Holz für mein Spiel

Nach dem Training musste ich das ganze erstmal sacken lassen. Meine Tochter bescherte mir kurz eine gute Ablenkung, weil sie nicht schlafen konnte. Nachdem sie im Land der Träume angelangt war, ging ich meine privaten Aufzeichnungen durch und versuchte zu definieren, welche Erwartungen ich von meinem Tischtennismaterial habe.

Als Vorbild dachte ich auch an Timo Boll, der zuletzt von seinem Holz auf das Primorac Carbon umgestiegen ist und dadurch, aus meiner Sicht, viel effektiver spielt. Zuvor wechselte er bereits seine Beläge auf Dignics 09C.

Ich überlegte, welches Holz mir am besten weiterhelfen würde. Ich brauchte eines, dass Power und Gefühl vereint und beim Spinspiel eine extreme Spindynamik aufbaut. Und ich kam zu dem Schluss, dass von allen Hölzern, die ich kenne und jemals gespielt habe, zugleich auch die Kriterien erfüllen, mir das Viscaria vom Grundsatz her am besten liegt.

Mir war es nur in Kombination mit den medium-harten Super Ventus Belägen zu viel des Guten. Ich hatte auch mal für meine Testberichte den Tibhar Evolution MX-D darauf kleben. Das war aber noch extremer, wenngleich geil zu spielen.

Hochleistungsbeläge im Medium-Bereich

Doch welcher Belag ist zum einen weicher als die genannten Beläge, am besten im Medium-Bereich, und liefert dennoch von der Performance her ab wie ein härterer Belag. Eingefallen sind mir dazu der Tibhar Evolution EL-S und der Xiom Omega V Euro. Den EL-S finde ich von diesem Anspruch her sehr gut.

Die Frage ist halt, ob mir der Katapult und die Dynamik des EL-S auf dem Viscaria nicht wieder genau das Problem bieten würden, was ich beispielsweise bei der Kombi Harimoto / Super Ventus verspürte.

Den Omega V Euro habe ich schon so oft für Spieler empfohlen, die einen leistungsfähigen Belag suchen, aber, aus welchen Gründen auch immer, einen weicheren Schwamm brauchen. Da dachte ich mir, dass es auch auf mich zutrifft. Und wie das Schicksal es so wollte, holte ich mir bereits zuvor einen in rot 2,0mm zum Bilder machen und als Referenzbelag. Also war der Vorhandbelag für meinen Test gefunden.

Noch weichere Rückhand?

Eigentlich spiele ich auf der Rückhand schon lange den gleichen Belag wie auf der Vorhand. Aber ich hatte keinen weiteren OVE da. Was ich da hatte, war einen Tibhar Aurus Soft in 2,1mm und schwarz. Ich wollte nicht länger warten auf den Test und so klebte ich den Aurus Soft auf. Das Obergummi der Aurus-Reihe bietet sehr viel Spin.

Mit seinem medium-soft Schwamm wird es in jedem Fall nicht zu schnell. Vielleicht etwas zu katapultig für mich. Aber egal, einen Versuch war es Wert.

Erfolgreiche Tests mit neuem Schläger

Der Testschläger wog mit den genannten Belägen nur 178g. Das alleine hat mich schon sehr gefreut. Beim Einspielen hatte ich keine Probleme. Der Omega V Euro bietet eine schöne Dynamik und einen leichten bis mittleren Katapult. Die Topspineröffnung in Kombination mit dem Holz ist enorm spinnig spielbar.

Gerade mittelschnell angezogene Topspins besitzen eine extrem gute Qualität. Der Endschlag, wie oben beschrieben, knallt jetzt wieder voll durch und ich kann endlich wieder die Blocks meiner Gegner hinter Platte einsammeln.

Am besten gefällt mir jedoch meine „Kraken-Technik“ (LOL). Es funktioniert wieder. Belag und Holz in Kombination spielen sich leicht, dynamisch und dominant. Ich habe dennoch die vollständige Kontrolle und einen großen Mehrwert im Angriffsspiel. Der Kern, warum das so gut funktioniert, ist mein gefühlvolles, leichtes Viscaria. Denke bei einem normalen wäre mir das Ganze wieder einen Tick zu schnell.

Mit der Rückhand musste ich über drei Trainingseinheiten warm werden. Zunächst zu dem was nicht mehr so gut klappt. Beim Einspielen konnte ich immer sehr schnelle, brutale Topspins ziehen. Dafür ist der Aurus Soft zu weich. Starker Handgelenkeinsatz und ein moderates bis mittleres Tempo sind Pflicht.

Vielleicht sollte ich den Ball noch mehr fallen lassen, aber sanfte Spinbälle am höchstens Balltreffpunkt gelingen gut. In Spielsituationen ist das aber kein Nachteil. Im Spiel mache ich eigentlich nie den Punkt mit der Rückhand als Endschlag. Ich eröffne hingegen gefährlich spinnig und das klappt in dieser Kombi optimal.

Womit ich am Anfang Probleme hatte, war der höhere Katapult und die Umgewöhnung daran, nicht mehr so direkt in die Bälle zu gehen, sondern mehr zu streicheln und zu umwickeln. Mittlerweile habe ich eine enorme Sicherheit aufgebaut. Im offenen Spiel hilft der Katapult beim Wegdrücken der Gegner.

Der Spielzug aus Vorbereitung mit der Rückhand und Abschluss mit der Vorhand ist genial. Im passiven Spiel wirkt der Belag durch sein Obergummi und dem Holz relativ präzise, sodass ich seltenst Probleme mit überschießendem Katapult bekomme.

Erste Erkenntnisse & Fazit

Alles in allem bin ich absolut zufrieden. Ich habe mir den Omega V Euro nochmal in schwarz bestellt. Wahrscheinlich werde ich diesen aber erst nach der Saison bzw. frühestens zur Winterpause testen. Viel Eile zum Testen habe ich nicht.

In Trainingsspielen mit gleichstarken Gegnern dominiere ich nun komplett. Den oben genannten Gegner mit seinem passiven Spiel habe ich zuletzt vorgeführt und mit 3:0 von der Platte gefegt. Gegen deutlich stärkere Kontrahenten kann ich gut mithalten und es werden sehr enge Matches.

Probleme habe ich zugegeben gegen schwächere Gegner, die mit Noppen, merkwürdigem Spiel oder ähnlichem herumgurken. Aber das wird besser und liegt daran, dass ich solche Spiele nicht mit Lehrbuchtischtennis gewinne, sondern mit intuitiven Schlägen, die sich erst nach und nach einbrennen werden.

Was mir persönlich die Entwicklung um mein Material gezeigt hat, ist, dass größere Umstellungen Zeit und mehrere Anläufe benötigen. Grundlage ist wie immer ein Tischtennis Holz, welches aus irgendwelchen Gründen einem zusagt. Für mich spielt das leichte Exemplar des Viscaria komplett in die Hände.

Mein etwas Schwereres gefällt mir auch gut, sodass ich einen guten Ersatz bereits besitze. Ich kann mein Topspinspiel nun effektiv und gefährlich umsetzen, ohne auf Ballgefühl verzichten zu müssen. Das verfügbare Potential ist gewaltig.

Mit dem Omega V Euro ist mir die volle Bandbreite an Schlägen geboten und durch den Medium-Schwamm habe ich auch mal etwas mehr Zeit, flexibel zu reagieren. Den hohen Geschwindigkeitszuwachs gleiche ich auf der Rückhand mit einem noch weicheren, spinnigen Belag aus, dessen Obergummi mir zusammen mit dem Holz genügend Präzision bietet.

Wenn ich mich darauf eingespielt habe, gibt es auch noch die Option, ebenso den Omega V Euro zu verwenden. Ich habe schon ein wenig gedreht und festgestellt, dass es gut gehen könnte. Zur Zeit bin ich aber um jedes Quentchen Sicherheit froh, um die Umstellung weiter voran zu treiben.

Der Plastikball scheint nun für mich weniger ein Problem darzustellen. Ich hatte als Spinspieler lange daran zu knabbern. Jetzt gehe ich mit dem Gefühl an die Platte, meine Gegner wieder dominieren zu können und nicht zu verlieren, weil nicht genügend Gefährlichkeit vorhanden ist.

Sowas sitzt im Hinterkopf fest, besonders wenn bei engen Matches zu viele Blocks zurück kommen. Und dann wird man Mental schwach und zeigt Gefühle, wie Wut, genervt sein und auch Verzweiflung.

Mir ist klar, dass es am Anfang den einen oder anderen Gegner geben wird, gegen den ich mit dem alten Schläger sicher gewinnen würde und nun mit neuen Dämonen zu kämpfen habe. Aber ich denke es wird sich über längere Zeit lohnen und ich muss es einfach aus dem Kopf bekommen, „wegen meinem Schläger“ zu gewinnen oder zu verlieren.

Vielmehr muss ich in den Vordergrund stellen, wie ich spiele und spielen möchte und welcher Schläger mir dabei am besten hilft. Und ich bin überzeugt, dass es dieser ist!

Nachtrag nach zwei Monaten mit dem neuen Schläger

Über acht Wochen konnte ich meine Entwicklung mit dem Viscaria-Omega V Euro-Aurus Soft-Schläger beobachten. Mein Spiel hat sich in diesem Zeitraum gut an das neue Material angepasst. Ich spiele offensiver, schneller und erfolgreicher. Erstaunt bin ich darüber, wie viel Kontrolle ich mittlerweile im Spiel besitze. Ich kann die Vorteile des steiferen Viscaria gut nutzen und erfahre mehr Konstanz im Spiel.

Der Xiom Omega V Euro ist absolut der passende Belag für mich. Ich kann schnell und punktbringend oder langsam und spinnig nach Belieben angreifen. Ich habe schon immer gesagt, dass dieser Belag die Leistungsfähigkeit von den medium-harten TOP-Belägen besitzt und zusätzlich noch etwas weicher ist. Diese Empfehlung nutze ich gerade für mich aus. Auf dem härteren Viscaria sind mir Beläge wie der Victas Ventus Extra (ehemals TSP Super Ventus) einfach zu viel des Guten, obwohl ich die Stärken eines leistungsfähigen Belags nutzen möchte. Der OVE ist dann einfach perfekt und harmoniert optimal mit dem Butterfly Holz.

Nachdem die Temperaturen nachgelassen haben und der Aurus Soft sich gut eingespielt hat, bereue ich das Experiment nicht. Ich habe eine enorme Kontrolle im Spiel. Beim Angreifen habe ich den richtigen Druckpunkt nun gefunden, um auch schnell durchzuziehen, neben dem sicheren Eröffnungstopspin. Ich habe einige Vereinskameraden, die mir nicht mehr auf die Rückhandseite spielen und mich lieber mit meiner Vorhand laufen lassen 😉

Vor allem die Linie entlang ist die Kombi aus Aurus Soft Obergummi und der Präzision des Viscaria unglaublich gut. Ich kann nach belieben jeden Winkel spielen.

Es gibt natürlich dennoch Gedanken, mein Material weiter zu optimieren. Vielleicht klappt es mit dem OVE oder einem Omega VII Euro sogar noch besser? Für die Saison ist mein Material aber gesetzt. Klappt zur Zeit einfach zu gut!

Schläger-Verlosung

Nun konntet ihr sehr viel darüber lesen, wie ich meinen neuen Schläger gefunden habe. Aber wie war das bei euch? Habt ihr bereits euren Traumschläger gefunden? Auf welche Kombination setzt ihr? Oder was testet ihr zur Zeit? Warum wollt ihr wechseln? Das wüsste ich gerne von euch!

Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, dann müsst ihr diesen Beitrag kommentieren. Füllt dort aus, welchen TTR Wert ihr habt, welches Holz und welche Beläge ihr spielt (Nach dem Klick auf das Kommentarfeld öffnen sich weitere Reiter, wo ihr die entsprechenden Werte eintragen könnt). Im Kommentarfeld beschreibt ihr euer Erlebnis, wie ihr den passenden Schläger gefunden habt oder warum ihr immer noch auf der Suche seid und welche Kandidaten im Raum stehen. Am Ende werde ich einen glücklichen Kommentator auslosen.

Der Gewinner bekommt seinen Traumschläger von mir gesponsert. Geliefert wird dieser über TT-SHOP.de, wobei die Aktion nur von TT-SPIN aus stattfindet. Ausschließen muss ich natürlich Material, das es nicht mehr im Handel gibt. Bei Butterfly Material muss ein Kompromiss gefunden werden, da ein kompletter Schläger meinen Ruin bedeuten könnte 😉 (z.B. 350€ für ein Holz!?) .

Im Namensfeld reicht ein Vorname oder Pseudonym aus, um teilzunehmen. Ich braucht nicht euren vollen Namen öffentlich angeben, wenn ihr das nicht wollt. Lediglich die Emailadresse muss korrekt sein, damit ich euch für den Zweck des Gewinns kontaktieren kann. Für alle Daten, die ihr angebt, ist der volle Datenschutz gewährt. Nur der Gewinner wird für den Zweck der Verlosung kontaktiert.

Die Aktion läuft bis einschließlich 05.12.2021. Kommentare, die später gemacht werden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Dennoch steht es euch frei, weiterhin von euren Materialerlebnissen zu berichten. Denn eure Erfahrung finde nicht nur ich spannend zu lesen 🙂

PS: Ihr müsst keinen Roman schreiben, so wie ich. Aber man sollte schon einen guten Einblick erhalten. 

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